Das Dasein hat auf zwei Weisen In-der-Welt-Sein erschlossen: Befindlichkeit und Verstehen. Durch Befindlichkeit merkt es, dass es sich in einer bestimmten Möglichkeit zu sein befindet.
„Verstehen ist das existenziale Sein des eigenen Seinkönnens des Daseins selbst, so zwar, dass dieses Sein an ihm selbst das Woran des mit ihm selbst Seins erschließt.“ Verstehen selber ist nichts Vorhandenes, kein Werkzeug, sondern es gehört zum Dasein, ist Existenzial: ohne Verstehen kein Dasein.
Inhalt
1. Das Da-Sein als Verstehen 3
2. Verstehen und Auslegung 4
3. Das Gerede 6
4. Die Neugier 7
5. Die Zweideutigkeit 7
6. Das Verfallen und die Geworfenheit 7
Inhaltsverzeichnis
- Das Da-Sein als Verstehen
- Verstehen und Auslegung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text analysiert das Konzept des "Da-Seins" in Heideggers "Sein und Zeit" und beleuchtet die zentralen Aspekte von Verstehen und Auslegung. Ziel ist es, die existenzielle Grundlage des Daseins sowie die Bedeutung von Verstehen und Auslegung für die Erschlossenheit der Welt aufzuzeigen.
- Das Da-Sein als Verstehen und Befindlichkeit
- Das Verstehen als existenziales Sein-Können
- Die Rolle des Entwurfs im Verstehen
- Verstehen und Auslegung als Grundlage der Erschlossenheit der Welt
- Die Bedeutung von Sinn und Vorhabe für die Auslegung
Zusammenfassung der Kapitel
Das Da-Sein als Verstehen
Das erste Kapitel analysiert die beiden Weisen des "In-der-Welt-Seins" des Daseins: Befindlichkeit und Verstehen. Das Verstehen wird als existenziale Fähigkeit des Daseins vorgestellt, die es ermöglicht, sich in seine Möglichkeiten hineinzuversetzen und die Bedeutung der Welt zu erschließen. Der Text betont, dass Verstehen nicht auf Erkenntnis reduziert werden kann, sondern ein fundamentales Sein-Können darstellt, das dem Dasein immanent ist.
Verstehen und Auslegung
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Beziehung zwischen Verstehen und Auslegung. Auslegung wird als eine explizite Ausarbeitung des Verstehens verstanden, die die unausdrücklich vorhandenen Möglichkeiten im Blick nimmt. Der Text zeigt am Beispiel des Welterkennens, wie die Auslegung die Bedeutung von Zuhandenem aufzeigt, indem sie die Bewandtniszusammenhänge in ihre Einzelteile auflöst. Dabei spielen die Begriffe "Als", "Vorhabe", "Vorsicht" und "Vorgriff" eine zentrale Rolle.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter des Textes sind: Dasein, Verstehen, Auslegung, Befindlichkeit, Entwurf, Erschlossenheit, Welt, Sinn, Vorhabe, Vorsicht, Vorgriff, Bewandtnis, Zuhandenes, Als-Struktur.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Heidegger unter dem Begriff „Da-Sein“?
Dasein ist die Seinsweise des Menschen, die durch die Erschlossenheit der Welt mittels Befindlichkeit und Verstehen charakterisiert ist.
Was ist der Unterschied zwischen Verstehen und Befindlichkeit?
Befindlichkeit erschließt dem Dasein, dass es sich in einer bestimmten Lage befindet, während Verstehen das existenziale Sein des eigenen Seinkönnens ist.
Welche Rolle spielt die Auslegung bei Heidegger?
Auslegung ist die explizite Ausarbeitung des Verstehens. Sie macht die Möglichkeiten, die im Verstehen bereits angelegt sind, greifbar.
Was bedeutet die „Als-Struktur“ in der Auslegung?
Die Als-Struktur beschreibt, wie wir Dinge immer „als etwas“ (z.B. einen Hammer als Werkzeug) verstehen, basierend auf Vorhabe, Vorsicht und Vorgriff.
Ist Verstehen laut Heidegger ein kognitiver Prozess?
Nein, Verstehen ist kein bloßes Werkzeug oder eine Erkenntnisleistung, sondern ein fundamentaler Existenzial, ohne den kein Dasein möglich ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2004, Über Martin Heidegger: "Sein und Zeit", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/77080