In ihrem Buch „Religionsdidaktik in Grundregeln“ stellen Engelbert Groß und Klaus König Grundregeln für den Religionsunterricht auf, die sie in verschiedene Bereiche der Religionsdidaktik unterteilen. Dabei sind zunächst vier prinzipielle religionsdidaktische Grundregeln zu nennen: Subjekt-orientierung, Dimension des Ästhetischen, Differenzismus und Kommunikation. Die weiteren Bereiche stellen weltreligionendidaktische, bibeldidaktische, liturgiedidaktische, dogmatikdidaktische, ethikdidaktische, kirchengeschichts-didaktische und missionsdidaktische Grundregeln dar. Diese Arbeit stellt zunächst den Differenzismus als Beschreibung der modernen Gesellschaft vor und konzentriert sich dann auf die Darstellung der prinzipiellen religionsdidaktischen Grundregel der Subjektorientierung. Daran anschließend soll aufgeführt werden, inwiefern die Subjektorientierung im Religionsunterricht mit geistigbehinderten Schülern eine Rolle spielen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die moderne Gesellschaft: Leben im Pluralismus
- Problemanzeige Pluralismus?
- Der Differenzismus als religionspädagogische Grundregel
- Didaktische Konsequenzen
- Prinzipielle religionsdidaktische Grundregel 1: Subjektorientierung
- Bedeutung der Regel
- Begründung der Regel
- Konsequenzen für die Unterrichtspraxis
- Religionsunterricht mit geistigbehinderten Schülern
- Zum Begriff „Geistige Behinderung“
- Subjektorientierung im Religionsunterricht mit geistigbehinderten Schülern
- Theologische Aspekte
- Gesellschaftliche Aspekte
- Planungsmöglichkeiten
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Subjektorientierung im Religionsunterricht, einer zentralen Grundregel der Religionsdidaktik. Im Fokus steht die Analyse dieser Grundregel im Kontext der modernen Gesellschaft und ihrer Herausforderungen durch den Pluralismus. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Bedeutung die Subjektorientierung im Religionsunterricht mit geistigbehinderten Schülern hat.
- Der Einfluss des Pluralismus auf die Religionsdidaktik
- Die Rolle des Differenzismus als religionspädagogische Grundregel
- Die Subjektorientierung als zentrale Grundregel im Religionsunterricht
- Die Bedeutung der Subjektorientierung im Umgang mit geistigbehinderten Schülern
- Die Herausforderungen und Möglichkeiten des Religionsunterrichts im Kontext von Inklusion
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Arbeit und ihre Zielsetzung vor und führt in die Thematik der Subjektorientierung im Religionsunterricht ein. Anschließend wird die moderne Gesellschaft als eine Gesellschaft des Pluralismus dargestellt. Dabei werden die Herausforderungen des Pluralismus für die Religionspädagogik beleuchtet und der Differenzismus als eine zentrale Grundregel für den Religionsunterricht in einer pluralistischen Gesellschaft vorgestellt.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Subjektorientierung als einer prinzipiellen religionsdidaktischen Grundregel. Bedeutung, Begründung und Konsequenzen für die Unterrichtspraxis werden erläutert. Im vierten Kapitel wird die Subjektorientierung im Religionsunterricht mit geistigbehinderten Schülern untersucht. Dabei werden die theologischen, gesellschaftlichen und planungstechnischen Aspekte betrachtet.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Subjektorientierung, Differenzismus, Pluralismus, Inklusion, Geistige Behinderung, Religionsdidaktik, Lebensentwürfe, Orientierungen, Identität, Toleranz, Fundamentalismus, Postmoderne
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Subjektorientierung im Religionsunterricht?
Es ist eine Grundregel der Religionsdidaktik, die das lernende Subjekt (den Schüler) mit seinen individuellen Erfahrungen und Lebensentwürfen in das Zentrum des Unterrichts stellt.
Wie reagiert die Religionspädagogik auf den gesellschaftlichen Pluralismus?
Durch das Prinzip des "Differenzismus", das die Vielfalt der Lebensentwürfe anerkennt und Toleranz sowie den Umgang mit religiöser Vielfalt fördert.
Wer sind die Autoren des Werks "Religionsdidaktik in Grundregeln"?
Die Grundregeln wurden von Engelbert Groß und Klaus König aufgestellt.
Warum ist Subjektorientierung für Schüler mit geistiger Behinderung wichtig?
Weil sie eine inklusive Pädagogik ermöglicht, die die spezifischen theologischen und gesellschaftlichen Bedürfnisse dieser Schüler ernst nimmt und individuelle Planung erlaubt.
Welche weiteren religionsdidaktischen Grundregeln gibt es?
Neben der Subjektorientierung nennt die Arbeit die Dimension des Ästhetischen, den Differenzismus und die Kommunikation.
- Citation du texte
- Stephanie Schmitz (Auteur), 2005, Subjektorientierung im Religionsunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76769