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Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?

Titel: Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?

Seminararbeit , 2005 , 32 Seiten

Autor:in: Dipl.Jurist Marco Sievers (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Ausarbeitung stellt der vielfachen Ablehnung des Frontalunterrichtes die kritische Frage gegenüber, ob dieser wirklich eine ineffektive und oppressive Sozialform ist, dessen Anwendung sich in der modernen Schulpraxis verbietet. Im Sinne eines dialektischen Ansatzes wird eine Abwägung des Für und Wider dieser Unterrichtsform erfolgen, insofern setzt die Arbeit auf eine wertende Reflexion der Argumente, nicht auf eine, auf empirischen Daten basierende Untersuchung.
Die Abhandlung wird zunächst den Begriff des Frontalunterrichts definieren und seine negative Konnotation erläutern. Danach erfolgt eine Aufzählung der wichtigsten Argumente gegen den Frontalunterricht, denen dann seine Vorteile gegenübergestellt werden. Die anschließende Reflexion setzt sich kritisch mit den Vor- und Nachteilen dieser Sozialform auseinander und mündet dann in das Konzept eines integrierten Frontalunterrichts nach Herbert Gudjons. Abschließend werden auf dieser Basis die Ausgangsfragen nach Legitimation und Pragmatik des Frontalunterrichts beantwortet und Gründe seiner kontroversen Diskussion gesucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung:

2. Einleitung

3. Hauptteil

3.1 Frontalunterricht als Sozialform

3.2 Argumente gegen den Frontalunterricht

3.2.1 Lehrerorientiertheit

3.2.1.1 Mangelnde Schülerorientierung

3.2.1.2 Selbstinszenierung der Lehrer, vermeintliches

Stoffargument, mangelnde Leistungsbereitschaft der Lehrer

3.2.2 Sachorientiertheit

3.2.3 Oppressives, demokratiefeindliches Kontrollinstrument

3.3 Vorteile und Chancen des Frontalunterrichts

3.3.1 Erfahrungs- und Wissensvorsprung des Lehrers

3.3.2 Vorteile der Lenkung des Unterrichts durch den Lehrer

3.3.2.1 Vorteile für den Lehrer

3.3.2.2 Vorteile für SuS

3.4 Reflexion

3.4.1 Lehrerorientiertheit

3.4.2 Sachorientiertheit

3.4.3 Oppressives, demokratiefeindliches Kontrollinstrument

3.5 Fazit – Das Konzept des integrierten Frontalunterrichts

4.) Ergebnis und Ausblick auf die Gründe der Kontoversität der Diskussion

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die kontroverse Debatte um den Frontalunterricht und hinterfragt, ob es sich dabei tatsächlich um eine ineffektive und oppressive Sozialform handelt oder ob diese Unterrichtsmethode trotz ihrer Mängel eine notwendige strukturelle Funktion erfüllt.

  • Kritische Analyse der Argumente gegen den Frontalunterricht (Lehrer- und Sachorientierung)
  • Gegenüberstellung der Vorteile und Chancen von frontalem Unterricht
  • Dialektische Reflexion zur Legitimation und Pragmatik im Schulalltag
  • Konzept des integrierten Frontalunterrichts nach Herbert Gudjons
  • Untersuchung der strukturellen Bedingungen von Schule und Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Frontalunterricht als Sozialform

Der Frontalunterricht ist eine der Sozialformen des Unterrichtes, unter denen man die sozialen Beziehungen im Unterricht versteht, die der Lehrer aus didaktischen und pädagogischen Gründen planvoll zur Strukturierung des Lernprozesses einsetzt. Der Frontalunterricht ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Lehrkraft an alle SuS gleichzeitig wendet, alle Arbeits- Interaktions- und Kommunikationsprozesse steuert, und somit „alle Fäden in der Hand hält“. Daher ist die Sitzordnung auch meist auf den Lehrer hin ausgerichtet (vgl. Abb. 1), wobei eine direkte Kommunikation oder Kooperation der SuS nicht vorgesehen ist. Als Handlungsmuster dominiert das gelenkte Unterrichtsgespräch, welches sich meistens in einem Frage-Antwort-Spiel zwischen Lehrer und SuS realisiert. Der Unterricht ist vorwiegend ein thematisch orientierter und setzt auf die sprachliche Vermittlung von Inhalten.

In der Praxis ist der Frontalunterricht die am häufigsten praktizierte Sozialform. Paradoxerweise wird er aber gleichwohl vehement kritisiert und genießt nur geringe Wertschätzung, sowohl bei Lehrern, Referendaren, SuS und Studenten, als auch bei Vertretern der Erziehungswissenschaften. Hinzu kommt, dass gerade die universitäre Lehre, die dem Frontalunterricht eher ablehnend gegenüber steht, ihn in Lehrveranstaltungen, vor allem in Vorlesungen und Referatseminaren, vornehmlich praktiziert. Aus diesem Widerspruch resultiert vielfach ein schlechtes Ge-wissen bei Lehrenden, wenn frontal unterricht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Erläutert die verwendete Terminologie bezüglich der geschlechtsneutralen Anrede und der Abkürzung für Schülerinnen und Schüler.

2. Einleitung: Beschreibt den Ausgangspunkt der Diskussion in der Arbeitsgruppe und legt die methodische Vorgehensweise der dialektischen Abwägung dar.

3. Hauptteil: Analysiert den Frontalunterricht als Sozialform, erörtert Pro- und Contra-Argumente und stellt das Konzept des integrierten Frontalunterrichts vor.

4.) Ergebnis und Ausblick auf die Gründe der Kontoversität der Diskussion: Fasst zusammen, dass Frontalunterricht strukturell bedingt unvermeidbar ist und plädiert für eine differenzierte Betrachtung statt einer pauschalen Ablehnung.

5. Literaturverzeichnis: Listet die für die Ausarbeitung herangezogene Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Frontalunterricht, Sozialform, Lehrerorientiertheit, Sachorientiertheit, Schulpädagogik, Unterrichtsdisziplin, Schülerorientierung, Didaktik, Bildungsverständnis, Lehr-Lern-Prozess, integrierter Frontalunterricht, Herbert Gudjons, Erziehungswissenschaften, Methodenkompetenz, Schulleben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die kritische Haltung gegenüber dem Frontalunterricht und hinterfragt dessen Ruf als ineffektive und oppressive Sozialform im Kontext moderner schulischer Anforderungen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Im Zentrum stehen die Lehrer- und Sachorientierung, die Aspekte der Disziplinierung und Demokratieerziehung sowie die strukturellen und institutionellen Zwänge der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine objektivere Bewertung des Frontalunterrichts vorzunehmen, seine legitimen Vorteile aufzuzeigen und das Konzept eines "integrierten Frontalunterrichts" zur Überwindung methodischer Einseitigkeit darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine wertende Reflexion und dialektische Abwägung von Argumenten auf Basis existierender Fachliteratur, jedoch ohne eigene empirische Datenerhebung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Definition des Frontalunterrichts, die detaillierte Darstellung von Argumenten gegen diese Form, die Aufarbeitung ihrer Chancen und Vorteile sowie eine kritische Reflexion dieser Aspekte.

Welche Begriffe charakterisieren den Inhalt am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Frontalunterricht, Sozialform, Lehrerorientiertheit, Schulpädagogik und das Konzept des integrierten Unterrichts.

Warum wird der Frontalunterricht oft als "oppressiv" bezeichnet?

Die Kritik basiert auf der Vorstellung, dass die zentrale Steuerung durch den Lehrer die Eigenaktivität der Schüler einschränkt, Passivität erzwingt und ein asymmetrisches Machtverhältnis festigt.

Welches Fazit zieht der Autor in Bezug auf den "integrierten Frontalunterricht"?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Frontalunterricht sinnvoll ist, wenn er als eine Phase unter vielen in einem integrierten Gesamtkonzept eingesetzt wird, das auch entdeckendes Lernen und Selbstverantwortung zulässt.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Veranstaltung
Einführung in die Schulpädagogik
Autor
Dipl.Jurist Marco Sievers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
32
Katalognummer
V76040
ISBN (eBook)
9783638804172
ISBN (Buch)
9783638807388
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frontalunterricht Eine Sozialform Einführung Schulpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.Jurist Marco Sievers (Autor:in), 2005, Frontalunterricht - Eine ineffektive und oppressive Sozialform?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76040
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Leseprobe aus  32  Seiten
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