Michel Foucault beschreibt in seinem Werk „Überwachen und Strafen“ , wie sich das
Gefängnis als einzige Form der Bestrafung in den westlichen Ländern durchsetzen
konnte und andere Straftechnologien wie etwa die Marter verdrängte. Detailliert zeigt er
die Gründe auf, die zu diesem Prozeß führten.
Auf die von Michel Foucault aufgeworfene Frage, warum sich das Gefängnis, trotz
zahlreicher Kritik und offensichtlichem Versagen durchsetzte, will ich in meinem
Kommentar nach einer Inhaltsangabe genauer eingehen. Danach werde ich
„Überwachen und Strafen“ in den Kontext von Macht, Wahrheit und Norm setzen,
sowie sein Werk in seine Biographie einordnen. Mit einer Würdigung, werde ich die
Hausarbeit beschließen. [...]
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Inhaltsbeschreibung
- III. Die Langlebigkeit des Gefängnisses
- IV. Überwachen und Strafen. Im Kontext von Macht, Wahrheit und Norm
- IV.1 Macht
- IV.2 Wahrheit
- IV.3 Norm
- V. Überwachen und Strafen im Kontext von Foucaults Biographie
- VI. Würdigung
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Michel Foucaults „Überwachen und Strafen“ und beleuchtet die Frage, warum sich das Gefängnis trotz Kritik und offensichtlicher Mängel als dominierende Bestrafungsform durchsetzte. Die Arbeit untersucht Foucaults Argumente im Kontext von Macht, Wahrheit und Norm und setzt sein Werk in seine Biografie.
- Entwicklung des Gefängnisses als Bestrafungsform
- Verbindung zwischen Macht, Wahrheit und Norm im Kontext von Gefängnisdisziplin
- Foucaults Analyse der Straftechnologien im Wandel
- Kritik an der Effektivität und Humanität des Gefängniswesens
- Bedeutung von Foucaults Werk für die Soziologie und Kriminologie
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in Foucaults Argumentation und die Fragestellung der Arbeit. Das zweite Kapitel analysiert den historischen Wandel der Straftechnologien, beginnend mit der öffentlichen Marter des 18. Jahrhunderts. Es stellt heraus, wie sich die Strafpraxis vom körperlichen zur disziplinaren Bestrafung entwickelte, die im Gefängnis ihren Ausdruck fand. Der dritte Kapitel beleuchtet die Langlebigkeit des Gefängnisses und diskutiert die Gründe für seinen Erfolg trotz zahlreicher Kritikpunkte. Die Kapitel IV.1, IV.2 und IV.3 widmen sich der Analyse von Macht, Wahrheit und Norm im Kontext von „Überwachen und Strafen“. Foucaults These ist, dass das Gefängnis nicht nur als Ort der Strafe, sondern auch als Ort der Kontrolle und Normierung dient.
Schlüsselwörter
Michel Foucault, Überwachen und Strafen, Gefängnis, Straftechnologie, Macht, Wahrheit, Norm, Disziplin, Kontrolle, Soziologie, Kriminologie, historische Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was analysiert Michel Foucault in „Überwachen und Strafen“?
Foucault untersucht den historischen Wandel der Strafpraktiken von der öffentlichen Marter (Körperstrafe) hin zur Disziplinierung im modernen Gefängnissystem.
Warum setzte sich das Gefängnis laut Foucault durch?
Trotz offensichtlichem Versagen setzte es sich durch, weil es als Instrument der Macht, Wahrheit und Normierung dient und zur Kontrolle der gesamten Gesellschaft beiträgt.
Was bedeutet „Disziplinarmacht“ bei Foucault?
Es ist eine Form der Macht, die nicht durch Gewalt, sondern durch Überwachung, Normierung und Prüfung den Körper und das Verhalten des Individuums formt.
Wie hängen Macht, Wahrheit und Norm zusammen?
Macht produziert Wissen (Wahrheit) über das Individuum, welches wiederum genutzt wird, um Menschen an gesellschaftliche Normen anzupassen.
Welche Bedeutung hat das Werk für die Soziologie?
Es gilt als Klassiker, da es aufzeigt, wie Institutionen wie Schulen, Kasernen und Gefängnisse ähnliche Überwachungsmechanismen zur Formung von Bürgern nutzen.
- Quote paper
- Magister Artium Roland Sonntag (Author), 2000, Michel Foucaults Überwachen und Strafen im Kontext von Macht, Wahrheit, und Norm., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7187