In dieser Hausarbeit wird der Aufbau der Kolonialwirtschaft in Afrika und die daraus resultierenden Veränderungen für die afrikanische Urbevölkerung behandelt. Es werden in dieser Arbeit hauptsächlich die deutschen Kolonien betrachtet.
Der erste Teil beschäftigt sich dem Handel und der Wirtschaft vor der Kolonialherrschaft. Hier wird als erste die Handelsstruktur im 19. Jahrhundert in Afrika beschrieben. Als nächstes wird der überregionale Karawanenhandel am Beispiel Sansibars und Deutsch - Ostafrikas behandelt.
Der zweite Teil befasst sich mit dem Auf- und Ausbau der Kolonialwirtschaft. Der Ausbau der Infrastruktur und speziell der Aufbau des Eisenbahnnetzes ist hier ein wichtiger Faktor. Die Entwicklung eines afrikanischen Handelszentrums zu einer kolonialen Stadt wird am Beispiel Taboras verdeutlicht. Die Entwicklung der Landwirtschaft wird hier am Beispiel der Plantagenwirtschaft in Deutsch – Ostafrika beschrieben. Der letzte Teil befasst sich mit dem Bergbau, der eine zunehmend wichtigere Rolle in der kolonialen Epoche in Afrika spielte. Zum Schluss werde ich in der Zusammenfassung versuchen die Veränderungen im Leben der afrikanischen Urbevölkerung durch den kolonialen Einfluss und den Handel mit den Europäern zu bewerten.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Handel und Wirtschaft vor der Kolonialherrschaft
- 2.1 Die Handelsstruktur im 19. Jahrhundert in Afrika
- 2.2 Der überregionale Karawanenhandel am Beispiel Sansibars und Deutsch – Ostafrikas
- 2.2.1 Entstehung und Ausbreitung des Karawanenhandels
- 2.2.2 Ordnung des Karawanenhandels
- 3. Aufbau der Kolonialwirtschaft
- 3.1 Die Infrastruktur
- 3.2 Die Entwicklung eines afrikanischen Handelszentrums zu einer kolonialen Stadt am Beispiel Tabora
- 3.3 Entwicklung der Landwirtschaft
- 3.1.1 Plantagenwirtschaft in Deutsch - Ostafrika
- 4. Die Bergbaubolonien
- 5. Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Entwicklung der Kolonialwirtschaft in Afrika und die Auswirkungen auf die afrikanische Urbevölkerung, wobei der Fokus auf deutschen Kolonien liegt. Die Arbeit untersucht die Handels- und Wirtschaftsstrukturen vor der Kolonialherrschaft, den Aufbau der Kolonialwirtschaft mit Schwerpunkt auf Infrastruktur und Landwirtschaft, sowie die Bedeutung des Bergbaus in der kolonialen Epoche.
- Die Handelsstrukturen im 19. Jahrhundert in Afrika
- Der Aufbau der Kolonialwirtschaft und die Entwicklung der Infrastruktur
- Die Veränderung der Landwirtschaft durch die Plantagenwirtschaft
- Die Rolle des Bergbaus in der kolonialen Wirtschaft
- Die Auswirkungen der Kolonialwirtschaft auf das Leben der afrikanischen Urbevölkerung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Handelsstrukturen im 19. Jahrhundert in Afrika. Es beschreibt den Sklavenhandel und seinen Einfluss auf die Ausdehnung des Handelsnetzes, die Entwicklung von drei unabhängigen Handelssystemen und den Übergang vom Sklavenhandel zu einer extraktiven Exportwirtschaft. Das zweite Kapitel konzentriert sich auf den Aufbau der Kolonialwirtschaft, wobei der Ausbau der Infrastruktur, insbesondere des Eisenbahnnetzes, sowie die Entwicklung von Tabora als koloniale Stadt im Mittelpunkt stehen. Zudem wird die Plantagenwirtschaft in Deutsch-Ostafrika als Beispiel für die Veränderungen in der Landwirtschaft behandelt. Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Bergbau, der eine wichtige Rolle in der kolonialen Epoche spielte. Die Zusammenfassung fasst die Veränderungen im Leben der afrikanischen Urbevölkerung durch den kolonialen Einfluss und den Handel mit den Europäern zusammen.
Schlüsselwörter
Kolonialwirtschaft, Afrika, Handelsstrukturen, Sklavenhandel, Karawanenhandel, Infrastruktur, Plantagenwirtschaft, Bergbau, afrikanische Urbevölkerung, Handel, Veränderungen, deutsche Kolonien, Deutsch-Ostafrika, Tabora.
Häufig gestellte Fragen
Wie war die Handelsstruktur in Afrika vor der Kolonialzeit?
Sie war geprägt von regionalen Märkten und überregionalem Karawanenhandel (z.B. Sansibar), wobei Sklaven- und Elfenbeinhandel zentrale Bestandteile waren.
Welche Rolle spielte die Infrastruktur in den deutschen Kolonien?
Der Aufbau eines Eisenbahnnetzes war entscheidend, um Rohstoffe effizient zu den Häfen zu transportieren und die koloniale Kontrolle über das Hinterland zu festigen.
Was änderte sich durch die Plantagenwirtschaft?
Traditionelle Landwirtschaft wurde verdrängt. Es entstanden große Monokulturen für den Export (z.B. Sisal, Baumwolle), was oft zu Zwangsarbeit und Landverlust für die Urbevölkerung führte.
Warum wurde der Bergbau in Afrika so wichtig?
Afrika verfügte über reiche Bodenschätze (Gold, Diamanten, Kupfer), deren Ausbeutung zur Haupttriebkraft der kolonialen Exportwirtschaft wurde.
Wie veränderten koloniale Städte wie Tabora das Leben der Menschen?
Ehemalige Handelszentren wurden zu kolonialen Verwaltungsstädten umgeformt, was neue soziale Hierarchien und eine stärkere Einbindung in die europäische Geldwirtschaft mit sich brachte.
- Quote paper
- Johannes Kühne (Author), 2007, Kolonialwirtschaft in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/71730