Der Tourismus in seiner heutigen Form ist ein Industriezweig Deutschlands, der zur gesamtgesellschaftlichen Leistungsbilanz beiträgt. Dieser Industriezweig erfüllt sowohl gesellschaftliche Aufgaben, trägt aber auch ganz erheblich zur Prägung bestimmter Landschaften bei. 1
Die Tourismuswirtschaft unterscheidet sich in der Angebotsgestaltung von anderen Wirtschaftszweigen insbesondere dadurch, dass neben den privatwirtschaftlich erbrachten Leistungen ein umfangreiches Angebot an öffentlichen Gütern zur Verfügung gestellt werden muss. Dazu zählten in der Pionierphase die Müllabfuhr und die Beleuchtung, später dann Informationen und die Bereitstellung touristischer Infrastruktur (Eisenbahnen, Hallenbäder, Radwegenetze, etc.). Außerdem wurden und werden das Destinationsmarketing und die Imagewerbung über Tourismusorganisationen und Fremdenverkehrsverbände organisiert, die einen Teil ihrer Mittel aus der öffentlichen Hand beziehen und als „Non-Profit-Organisationen“ fungieren. 2
Der Focus dieser Arbeit liegt dabei auf der Finanzierung der öffentlichen und halböffentlichen Unternehmen. Dabei soll zunächst ein Einblick in die Möglichkeiten der Organisation von Fremdenverkehrsstellen in den unterschiedlichen Rechtsformen gegeben werden. Anschließend werden die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten, die den Fremdenverkehrsorten und -organisationen allgemein bzw. auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung stehen, aufgezeigt. Weiterhin werden die damit im Zusammenhang stehenden Probleme, insbesondere bei staatlicher Förderung, näher betrachtet und konkrete Finanzierungsbeispiele aus der Praxis gezeigt.
In der Arbeit wurden die touristischen Unternehmen der Privatwirtschaft weitestgehend vernachlässigt, da diese auf Gewinn ausgerichtet sind und sich über die Umsätze und Gewinne selbst finanzieren müssen. Genauso wie den Gesellschaften anderer Branchen stehen ihnen dazu die verschiedenen Möglichkeiten am freien Kapitalmarkt zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen
- Möglichkeiten der Finanzierung
- Die Finanzierung des Tourismus in Sachsen
- Die Unterstützung durch Bund und Länder
- Tourismusspezifische Einnahmen
- Probleme bei der Finanzierung
- Beispiele für die Finanzierung von Tourismusorganisationen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Finanzierung von öffentlichen und halböffentlichen Tourismusunternehmen. Sie untersucht die Organisation von Fremdenverkehrsstellen in verschiedenen Rechtsformen und analysiert die Finanzierungsmöglichkeiten, die den Tourismusorten und -organisationen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zur Verfügung stehen. Weiterhin werden die damit verbundenen Probleme, insbesondere bei staatlicher Förderung, betrachtet und konkrete Finanzierungsbeispiele aus der Praxis vorgestellt.
- Rechtsformen von Fremdenverkehrsstellen
- Finanzierungsmöglichkeiten im Tourismus
- Probleme bei der staatlichen Förderung
- Finanzierungsbeispiele aus der Praxis
- Bedeutung des Tourismus als Industriezweig
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Text stellt den Tourismus als einen wichtigen Industriezweig Deutschlands vor, der sowohl gesellschaftliche Aufgaben erfüllt als auch zur Prägung von Landschaften beiträgt. Er hebt die Besonderheit der Tourismuswirtschaft hervor, die neben privatwirtschaftlichen Leistungen auch ein umfangreiches Angebot an öffentlichen Gütern bereitstellt.
Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen
Dieses Kapitel untersucht verschiedene Rechtsformen für Fremdenverkehrsstellen und die Aufgaben, die sie erfüllen, wie z.B. Gästebetreuung, Wirtschaftsförderung, Informationsvermittlung und Aus- und Fortbildung.
Möglichkeiten der Finanzierung
Dieses Kapitel befasst sich mit den verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten, die den Tourismusorten und -organisationen zur Verfügung stehen. Es analysiert die Finanzierung des Tourismus in Sachsen, die Unterstützung durch Bund und Länder sowie tourismusspezifische Einnahmen.
Probleme bei der Finanzierung
Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen und Probleme, die im Zusammenhang mit der Finanzierung von Tourismusorganisationen entstehen, insbesondere im Bereich der staatlichen Förderung.
Beispiele für die Finanzierung von Tourismusorganisationen
Dieses Kapitel stellt konkrete Finanzierungsbeispiele aus der Praxis vor, um die Finanzierung von Tourismusorganisationen zu veranschaulichen.
Schlüsselwörter
Tourismus, Finanzierung, Fremdenverkehrsstellen, Rechtsformen, staatliche Förderung, Tourismusorganisationen, Destinationsmarketing, öffentliche Güter, private Leistungen, Sachsen.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Finanzierung im Tourismus so komplex?
Weil neben privaten Leistungen auch viele öffentliche Güter (Infrastruktur, Marketing) bereitgestellt werden müssen, die sich nicht allein über den Markt finanzieren.
Welche Rechtsformen nutzen Fremdenverkehrsstellen?
Sie können als kommunale Eigenbetriebe, Vereine oder GmbHs organisiert sein, oft als Non-Profit-Organisationen.
Wie werden Tourismusorganisationen finanziert?
Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Mittel von Bund, Ländern und Kommunen sowie über tourismusspezifische Einnahmen wie Kurtaxen.
Was ist Destinationsmarketing?
Es ist die Imagewerbung für eine ganze Region, die meist über Fremdenverkehrsverbände organisiert und öffentlich bezuschusst wird.
Welche Probleme gibt es bei staatlicher Tourismusförderung?
Herausforderungen liegen in der Abhängigkeit von Haushaltsmitteln und der schwierigen Messbarkeit des direkten Erfolgs öffentlicher Investitionen.
- Citation du texte
- Dipl.-Kaufmann Andreas Bünnig (Auteur), 2003, Finanzierung im Tourismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70981