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Konzepte der Bewegungserziehung im Kindergarten: Eine vergleichende Analyse zur Nachhaltigkeit ausgewählter Projekte in der Bundesrepublik Deutschland

Title: Konzepte der Bewegungserziehung im Kindergarten: Eine vergleichende Analyse zur Nachhaltigkeit ausgewählter Projekte in der Bundesrepublik Deutschland

Diploma Thesis , 2006 , 118 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Sportlehrer Christine Zillien (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Die heutige Umwelt ist eine Umwelt für Erwachsene mit Technisierung, Wohnungsenge, Mediatisierung, Verinselung natürlicher Umgebungen, Wandel der Familienstruktur und Verkehrserschließung (Rumpeltin & Schülert, 1997, S. 185). Aus diesem Grund „(…) findet das Stadtkind anstelle eines gewachsenen Lebensraumes einen Kulturschutzpark vor“ (Blumenthal, 1974, S. 11).
Die Lebens- und Erfahrungsräume der Kinder werden immer mehr eingeengt und die sogenannte Straßenkindheit löst sich zunehmend auf. Hinzu kommen veränderte Lebensgewohnheiten der Erwachsenen: Das Mobilitäts- und Freizeitverhalten, die Konsum- und Medienorientierung werden von den Kindern übernommen und fördern Bewegungsarmut (Landessportbund Nordrhein-Westfalen, 2004, S. 10).
Der zustande kommende Bewegungsmangel führt bei Kindern dazu, dass sich der Organismus in seiner Gesamtheit nicht entwickeln kann und für die motorische Entwicklung wichtige sensible Phasen vergehen, ohne dass eine notwendige Quantität und Qualität der Bewegungserfahrung gewährleistet ist (Dordel, 1997, S. 6).
Somit belegen sportmedizinische Untersuchungen seit fast 30 Jahren eine alarmierend ansteigende Anzahl an Kindern mit motorischen Defiziten. Das Morbiditätsbild wird im Kindesalter immer mehr von Störungen bzw. Krankheiten geprägt. Haltungsschwächen, Körperwahrnehmungs-,
Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen, Herzkreislaufschwächen, Übergewicht sowie psychomotorische Erkrankungen sind immer häufiger festzustellen. Auch Rückenschmerzen sind selbst im Kindesalter keine Seltenheit mehr (Weiß, Weiß, Stehle, Zimmer, Heck & Raab, 2004, S. 101).
Darüber hinaus zeigt sich, dass in vielen Institutionen Bewegung als ein Risiko gilt, das vermieden werden muss, um Unfällen vorzubeugen. Dass aber gerade eine solche Beurteilung für erhöhte Unfallzahlen in Kindergärten und Schulen sorgt, da viele Unfälle erst durch Bewegungsdefizite hervorgerufen werden, ist mittlerweile durch diverse empirische Studien belegt worden (Kunz, 1995,

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 BESCHREIBUNG DER PROJEKTE

2.1 Projekt „Kindergarten Kids in Bewegung“ (Saarland)

2.1.1 Ziele

2.1.2 Inhalte

2.1.3 Förderungsbedingungen

2.1.4 Projektablauf

2.1.5 Fortbildungen

2.1.6 Öffentlichkeitsarbeit

2.1.7 Evaluationsmaßnahmen

2.2 Projekt „Kindergarten-Kids – Mit Bewegung schlau und fit“ (Rheinland-Pfalz)

2.2.1 Ziele

2.2.2 Inhalte

2.2.3 Förderungsbedingungen

2.2.4 Projektablauf

2.2.5 Fortbildungen

2.2.6 Öffentlichkeitsarbeit

2.2.7 Evaluationsmaßnahmen

2.3 Projekt „Mehr Bewegung in den Kindergarten“ (Hessen)

2.3.1 Ziele

2.3.2 Inhalte

2.3.3 Förderungsbedingungen

2.3.4 Projektablauf

2.3.5 Fortbildungen

2.3.6 Öffentlichkeitsarbeit

2.3.7 Evaluationsmaßnahmen

2.4 Projekt „Hüpfdötzchen – Kindergarten in Bewegung“ (Nordrhein-Westfalen)

2.4.1 Ziele

2.4.2 Inhalte

2.4.3 Förderungsbedingungen

2.4.4 Projektablauf

2.4.5 Fortbildungen

2.4.6 Öffentlichkeitsarbeit

2.4.7 Evaluationsmaßnahmen

2.5 Zusammenfassende Übersicht der vorgestellten Projekte

3 EVALUATION UND NACHHALTIGKEIT

3.1 Evaluation

3.1.1 Begriffsbestimmung

3.1.2 Ziele einer Evaluation

3.1.3 Phasen einer Evaluation

3.2 Nachhaltigkeit

3.2.1 Die Geschichte des Begriffes

3.2.2 Begriffsbestimmung

3.3 Evaluation der Nachhaltigkeit eines Projektes

4 NACHHALTIGKEIT VON BEWEGUNGSFÖRDERUNGSPROJEKTEN IM KINDERGARTEN: INHALTSANALYSE

4.1 Angewandte Nachhaltigkeitsstrategien

4.1.1 Qualitätssiegel Bewegungskindergarten

4.1.2 „Gesunder Kindergarten“ und das Netzwerk OPUS

4.1.3 (Finanzielle) Unterstützung und Beratung in projektbezogener Öffentlichkeitsarbeit

4.1.4 Finanzielle Unterstützung bei Installation einer Kletterwand

4.1.5 Finanzielle Unterstützung für weitere Projektjahre

4.1.6 Weiter- und Fortbildungen

4.1.7 Vernetzung mit Experten

4.1.8 Externe Einflüsse auf die Nachhaltigkeit der Projekte

4.1.9 Zusammenfassung: Nachhaltigkeitsstrategien der Projekte

4.2 Nachhaltigkeitsprofile der Projekte

5 NACHHALTIGKEIT VON BEWEGUNGSFÖRDERUNGSPROJEKTEN IM KINDERGARTEN: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG

5.1 Fragestellungen

5.2 Untersuchungsmethodik

5.2.1 Personenstichprobe

5.2.2 Variablenstichprobe

5.2.3 Ablauf der Untersuchung

5.3 Operationalisierte bzw. statistische Hypothese

5.4 Statistik

6 ERGEBNISSE

6.1 Rahmendaten zum Kindergarten

6.1.1 Anzahl der Kinder und Erzieher

6.1.2 Bewegungsmöglichkeiten (Bewegungsraum, Kletterwand, Bewegungsbaustelle, Außengelände)

6.1.3 Spezialisierung als Bewegungs- bzw. Sportkindergarten

6.2 Rahmendaten zum Projekt

6.2.1 Teilnahme an dem Projekt

6.2.2 Teilnehmer der Projekte

6.2.3 Kontakt zur Projektleitung

6.3 Projektorientierte Nachhaltigkeit

6.3.1 Kooperation

6.3.2 Bewegungsangebot

6.3.3 Finanzielle Unterstützung für weitere Projektjahre

6.4 Nutzenorientierte Nachhaltigkeit

6.4.1 Sensibilität für die Thematik Bewegungsmangel

6.4.2 Motorische Fähigkeiten

6.4.3 Angebot an Veranstaltungen mit „bewegungsförderndem“ Charakter

6.5 Systemorientierte Nachhaltigkeit

6.5.1 Interesse an dem Projekt durch externe Einrichtungen

6.5.2 Staatliche Unterstützung als motivationaler Faktor

6.5.3 Kommunikation zwischen den verschiedenen Einrichtungen eines Projektes

6.6 Verhaltensorientierte Nachhaltigkeit

6.6.1 Zusammenarbeit zwischen den am Projekt beteiligten Personen

6.6.2 Vernetzung mit Experten

6.6.3 Teilnahme an Fortbildungen

6.6.4 Fähigkeiten der Erzieher in der Bewegungsfrühförderung

7 DISKUSSION

7.1 Rahmendaten zum Kindergarten

7.2 Rahmendaten zum Projekt

7.3 Projektorientierte Nachhaltigkeit

7.4 Nutzenorientierte Nachhaltigkeit

7.5 Systemorientierte Nachhaltigkeit

7.6 Verhaltensorientierte Nachhaltigkeit

8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Nachhaltigkeit verschiedener Konzepte der Bewegungsförderung im Kindergarten systematisch zu vergleichen. Ausgehend von vier ausgewählten Modellprojekten aus unterschiedlichen Bundesländern untersucht die Arbeit deren Wirksamkeit und analysiert die eingesetzten Strategien, um fundierte Vorschläge zur langfristigen Verbesserung der Bewegungsförderung im Vorschulalter abzuleiten.

  • Vergleichende Analyse von Bewegungsförderungsprojekten (Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen)
  • Konzeptuelle Grundlagen von Evaluation und Nachhaltigkeit in sozialen Projekten
  • Identifikation und Kategorisierung angewandter Nachhaltigkeitsstrategien
  • Empirische Untersuchung mittels Befragung des pädagogischen Personals
  • Ableitung von Empfehlungen für eine nachhaltige Implementierung von Bewegungsangeboten

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Die heutige Umwelt ist eine Umwelt für Erwachsene mit Technisierung, Wohnungsenge, Mediatisierung, Verinselung natürlicher Umgebungen, Wandel der Familienstruktur und Verkehrserschließung (Rumpeltin & Schülert, 1997, S. 185). Aus diesem Grund „(…) findet das Stadtkind anstelle eines gewachsenen Lebensraumes einen Kulturschutzpark vor“ (Blumenthal, 1974, S. 11).

Die Lebens- und Erfahrungsräume der Kinder werden immer mehr eingeengt und die sogenannte Straßenkindheit löst sich zunehmend auf. Hinzu kommen veränderte Lebensgewohnheiten der Erwachsenen: Das Mobilitäts- und Freizeitverhalten, die Konsum- und Medienorientierung werden von den Kindern übernommen und fördern Bewegungsarmut (Landessportbund Nordrhein-Westfalen, 2004, S. 10).

Der zustande kommende Bewegungsmangel führt bei Kindern dazu, dass sich der Organismus in seiner Gesamtheit nicht entwickeln kann und für die motorische Entwicklung wichtige sensible Phasen vergehen, ohne dass eine notwendige Quantität und Qualität der Bewegungserfahrung gewährleistet ist (Dordel, 1997, S. 6).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bewegungsarmut bei Kindern und die Notwendigkeit von Präventionsprogrammen im Vorschulalter.

2 BESCHREIBUNG DER PROJEKTE: Dieses Kapitel stellt vier spezifische regionale Projekte zur Bewegungsförderung in Kindergärten vor und erläutert deren Ziele, Inhalte und Förderbedingungen.

3 EVALUATION UND NACHHALTIGKEIT: Hier werden die wissenschaftlichen Begriffe Evaluation und Nachhaltigkeit theoretisch definiert und in den Kontext von Projektarbeit gesetzt.

4 NACHHALTIGKEIT VON BEWEGUNGSFÖRDERUNGSPROJEKTEN IM KINDERGARTEN: INHALTSANALYSE: Auf Basis von Projektmaterialien werden die angewandten Nachhaltigkeitsstrategien identifiziert und systematisiert.

5 NACHHALTIGKEIT VON BEWEGUNGSFÖRDERUNGSPROJEKTEN IM KINDERGARTEN: EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der telefonischen Erzieherbefragung zur empirischen Evaluation.

6 ERGEBNISSE: Die empirischen Daten der Befragung werden hier systematisch präsentiert, unterteilt in Rahmendaten und Nachhaltigkeitsaspekte.

7 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert und mit den theoretischen Hypothesen abgeglichen.

8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Den Abschluss bildet eine Synthese der zentralen Erkenntnisse sowie konstruktive Empfehlungen für künftige Projekte.

Schlüsselwörter

Bewegungsförderung, Kindergarten, Nachhaltigkeit, Evaluation, Bewegungsarmut, Motorik, Sportverein, Prävention, Kooperation, Bewegungsfrühförderung, Empirische Untersuchung, Nachhaltigkeitsprofil, Kindertagesstätte, Bewegungsangebot, Qualitätsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Nachhaltigkeit verschiedener Konzepte der Bewegungsförderung im Kindergarten, um zu verstehen, welche Strategien langfristig Wirkung zeigen.

Welche Projekte stehen im Zentrum der Analyse?

Analysiert werden vier Projekte aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, die nachhaltige Wirksamkeit der Projekte zu vergleichen und nützliche Vorschläge zur Optimierung von Bewegungsförderungskonzepten abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Studie kombiniert eine Inhaltsanalyse von Projektmaterialien mit einer empirischen telefonischen Befragung von 69 Erziehern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Evaluation und Nachhaltigkeit sowie in die Darstellung und Diskussion der Projektergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die zentralen Begriffe sind Nachhaltigkeit, Bewegungsförderung, Evaluation, Kooperation und motorische Entwicklung.

Was bedeutet projektorientierte Nachhaltigkeit in dieser Studie?

Sie fragt nach der Langfristigkeit einer Maßnahme, insbesondere ob Kooperationen zwischen Kindergarten und Sportverein auch nach Projektende ohne externe Hilfe fortbestehen.

Warum wird das hessische Projekt als Vorbild in Bezug auf die projektorientierte Nachhaltigkeit angeführt?

Aufgrund der finanziellen Unterstützung über drei Jahre hinweg konnten Einrichtungen in Hessen eine hohe Kontinuität bei den Kooperationen erzielen.

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Details

Title
Konzepte der Bewegungserziehung im Kindergarten: Eine vergleichende Analyse zur Nachhaltigkeit ausgewählter Projekte in der Bundesrepublik Deutschland
College
Saarland University  (Sportwissenschaftliches Institut )
Grade
1,3
Author
Dipl. Sportlehrer Christine Zillien (Author)
Publication Year
2006
Pages
118
Catalog Number
V70920
ISBN (eBook)
9783638617420
Language
German
Tags
Konzepte Bewegungserziehung Kindergarten Eine Analyse Nachhaltigkeit Projekte Bundesrepublik Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Sportlehrer Christine Zillien (Author), 2006, Konzepte der Bewegungserziehung im Kindergarten: Eine vergleichende Analyse zur Nachhaltigkeit ausgewählter Projekte in der Bundesrepublik Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/70920
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