Zivilgesellschaft ist ein viel beschworener Begriff, auf den sich zunehmend auch die Politik beruft, wenn es darum geht, in der Gesellschaft Aufgaben von oben nach unten zu verlagern. Aber man verspricht sich noch einiges mehr von einer in die Verantwortung genommenen Bevölkerung. Beispiele für positive Nebeneffekte einer aktivierten Bevölkerung wären neben einem schlankeren Staat auch eine größere Identifikation der Bevölkerung mit dem Staat und eine stärkere politische Beteiligung des Volkes, womit auch die Demokratie selbst gestärkt würde. Doch ich möchte mich hier nicht primär mit den politischen Vorzügen einer lebendigen Zivilgesellschaft beschäftigen, sondern ich will versuchen, die Zivilgesellschaft selbst näher zu untersuchen, um ihre Funktionszusammenhänge aufzuzeigen.
Ich werde daher anhand des Beispiels Großbritannien versuchen, die Frage zu klären, wie sich die Entwicklung zu dem heutigen Stand der Zivilgesellschaft erklären lässt. Dabei möchte ich auch der Rolle des Staates bei der Errichtung und Unterstützung einer sozial aktiven Bevölkerung Raum geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definitionen
- Zivilgesellschaft
- Soziales Kapital
- Das Fallbeispiel: Großbritannien
- Allgemeine Vorbemerkungen
- Ehrenamtliche Vereine
- Wohltätige Unternehmungen
- Freizeitgestaltung
- Soziales Vertrauen
- Generationen-, Bildungs- und Klasseneffekte
- Die Rational Choice Theory
- Die Konstitutionentheorie
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Großbritannien und versucht, die Funktionszusammenhänge zu erklären. Dabei werden die wichtigen Begriffe „Zivilgesellschaft“ und „Soziales Kapital“ näher beleuchtet, und die Rolle des Staates bei der Förderung einer sozial aktiven Bevölkerung wird beleuchtet.
- Definition und Ausprägung des Begriffs „Zivilgesellschaft“
- Bedeutung und verschiedene Aspekte von „Sozialem Kapital“
- Entwicklung der Zivilgesellschaft in Großbritannien, unter besonderer Berücksichtigung ehrenamtlicher Vereine, wohltätiger Unternehmungen und sozialer Vertrauen
- Analyse der Entwicklung der Zivilgesellschaft in Großbritannien anhand der Rational Choice Theory
- Anwendung der Konstitutionstheorie auf die Zivilgesellschaft in Großbritannien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt den Leser in die Thematik der Zivilgesellschaft ein und erklärt die Relevanz des Themas. Es werden die wichtigsten Begriffe definiert und die Forschungsfrage sowie die Vorgehensweise der Arbeit erläutert.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Definition der Zivilgesellschaft und des Sozialen Kapitals. Es werden verschiedene Aspekte dieser Begriffe erläutert, wie z.B. die verschiedenen Formen des Sozialen Kapitals und deren Einfluss auf das Zusammenleben.
Das zweite Kapitel widmet sich dem Fallbeispiel Großbritannien. Es werden verschiedene Aspekte des Sozialen Kapitals in Großbritannien beleuchtet, wie z.B. die Rolle von Ehrenamtlichen Vereinen, wohltätigen Unternehmungen und Freizeitgestaltung.
Schlüsselwörter
Zivilgesellschaft, Soziales Kapital, Großbritannien, Rational Choice Theory, Konstitutionstheorie, ehrenamtliches Engagement, wohltätige Unternehmungen, soziales Vertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser Untersuchung zur Zivilgesellschaft?
Die Arbeit untersucht die Funktionszusammenhänge und die Entwicklung der Zivilgesellschaft am Beispiel Großbritanniens.
Wie wird „Soziales Kapital“ im Kontext Großbritanniens definiert?
Es umfasst Aspekte wie soziales Vertrauen, ehrenamtliches Engagement in Vereinen und die Beteiligung an wohltätigen Unternehmungen.
Welche Rolle spielt der Staat für die Zivilgesellschaft?
Die Arbeit beleuchtet, wie der Staat eine sozial aktive Bevölkerung unterstützen und Aufgaben an die Bürger verlagern kann („schlanker Staat“).
Welche theoretischen Modelle werden zur Analyse genutzt?
Die Entwicklung wird mithilfe der Rational Choice Theory und der Konstitutionstheorie analysiert.
Welche Faktoren beeinflussen das soziale Engagement in Großbritannien?
Die Arbeit nennt unter anderem Generationen-, Bildungs- und Klasseneffekte als maßgebliche Einflussfaktoren.
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- Matthias Schönfeld (Autor), 2006, Die Zivilgesellschaft in Großbritannien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69705