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Aufteilung der Einnahmen aus Übertragungsrechten

Titel: Aufteilung der Einnahmen aus Übertragungsrechten

Seminararbeit , 2005 , 33 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Dipl.-Volkswirtin Zuzana Zdenekova (Autor:in)

Sport - Sportökonomie, Sportmanagement
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„Fernsehen ist nicht alles, doch ohne Fernsehen ist nichts.“ Obwohl viele Menschen der Aussage von Sportjournalisten Rudi Michel nicht zustimmen würden, ist diese Tatsache in bestimmten Teamsportarten in den letzten Jahren zur Realität geworden. So spielen die Einnahmen aus Fernsehübertragungsrechten unter anderen wesentlichen Erlösarten (Eintrittskartenverkauf, Sponsoring und andere Werbung, Merchandising) von Sportveranstaltern immer größere Bedeutung (Christofersen, Straske, Wittenburg 2003).
Die Agentur Deloitte & Touche zeigt in ihrem Jahresbericht 2004, dass TV- Einnahmen der europäischen Fußballclubs ihre wichtigste Einnahmenquelle sind, mit vermarkteten TV-Rechten im Wert von 2,3 Mrd. Euro. Der Vergleich mit dem Wert von 1 Mrd. Euro noch im Jahr 1997 betont die angedeutete Tendenz nur noch. Nicht unähnlich ist die Situation in den USA. Als die NFL ihren ersten TV-Vertag im Jahr 1962 unterschrieb, war dieser $ 4,2 Mil. wert, im Vergleich zum Vertag von 1998 im Wert von $ 2,2 Mrd., welcher somit einen 56%-Anteil an Gesamteinnahmen der NFL darstellte (Sandy, Sloane, Rosentraub, 2004).
Wie die aktuelle Sportökonomieliteratur zeigt, impliziert diese Feststellung jede Menge ökonomisch interessanter Fragestellungen. Unter anderem stellt sich besonders die Frage, nach welchen Schemen die zusätzlich generierten Einnahmen unter den einzelnen Teams der Ligen verteilt werden und welche Auswirkungen diese Teilung auf die Einkommens- und Talentverteilung, Investitionen in Talente, als auch letztendlich auf die qualitative (Un-) Ausgeglichenheit der Liga hat.
Die bestehenden „Teilungsregeln“ bezüglich der Einnahmen aus Übertragungsrechten in europäischen Fußball- und den amerikanischen Hauptsportligen (NFL, NBA, NHL und MLB) sind unterschiedlich. In dieser Arbeit soll es mit Hilfe von sportökonomischen Modellen erklärt werden, warum dies der Fall sein kann und welche Konsequenzen sich aus dieser Tatsache für die oben genannten Parameter der Liga ergeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Europäische Fußball- und amerikanische Hauptsportligen. Wo liegt der Unterschied?

2.1. Einnahmenteilung in US-amerikanischen Sportligen

2.2. Einnahmenteilung in europäischen Fußballligen

3. Sportökonomischer Umgang mit Einnahmenteilung

4. Sportökonomische Modellierung der Einnahmenteilung

4.1. Modelleigenschaften

4.2. Eine isolierte Liga

4.2.1. Basismodell nach Palomino, Sakovics (2003)

4.2.2. Erweiterung nach Szymanski (2001)

4.3. Untereinander konkurrierende Ligen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Einnahmenteilungsregeln aus TV-Übertragungsrechten in europäischen Fußballligen und US-amerikanischen Sportligen mithilfe sportökonomischer Modelle, um die ökonomischen Beweggründe hinter diesen Systemen zu erklären und deren Auswirkungen auf die Liga-Parameter zu analysieren.

  • Vergleich der Organisationsstrukturen von US-Sportligen und europäischen Fußballligen
  • Analyse der Einnahmenteilungsmodelle (Gleichteilung vs. leistungsbezogene Teilung)
  • Sportökonomische Modellierung der Talentallokation und Gewinnmaximierung
  • Untersuchung der Auswirkungen von Einnahmen auf die Wettbewerbsausgeglichenheit (competitive balance)
  • Betrachtung von isolierten Ligen gegenüber untereinander konkurrierenden Ligen

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Basismodell nach Palomino, Sakovics (2003)

Als ein Referenzfall betrachtet man zuerst die Situation einer einzigen isolierten Liga mit zwei Teams, die für die Spieler aus dem Pool (h,m,m,l,l) bieten. Diese Umstände korrespondieren mit den US-amerikanischen Sportligen, die keiner Konkurrenz um Spieler von anderen Ligen ausgesetzt sind. In solcher hermetischen Liga bietet ein Team für den h-Spieler mit dem Wissen, dass dieser Spieler dem Gegnerteam zufällt, falls er nicht von einem selbst erworben wird. Daher bewertet jedes Team der Liga einen h-Spieler mit V(α) = [πα + (1−π)(1−α)]K(h,m) − [π(1−α) + α(1−π)]K(h,m). Dabei repräsentiert der erste Term die erwarteten Einnahmen von einem h-Team, wenn sein Gegner ein m-Team ist und der zweite Term analog die erwarteten Gewinne gegen ein h-Team aus der Sicht eines m-Teams, so dass die Differenz der Terme genau den Mehrwert der Einnahmen darstellt, welcher durch Besitz eines h-Spielers in der h,m-Liga generiert werden kann. Nach der Umformung ergibt sich die Bewertung V(α) = (2α −1)(2π −1)K(h,m), die gleich Null oder positiv ist, da π ,α ≥ 0,5. Es ist offensichtlich, dass die Höhe der Einnahmen aus TV-Rechten K(h,m) bei einer isolierten Liga unabhängig vom Grad der Einnahmenteilung ist, welcher durch die Liga festgelegt wird. Gleichzeitig beeinflusst aber das Ausmaß der Einnahmenteilung positiv die Bewertung und somit auch den Preis, den man für einen h-Spieler bezahlt. Weil die Liga die Gesamtgewinne der Teams maximieren möchte und die Einnahmen aus TV-Rechten konstant sind, zeigt es sich plausibel, dass sie einen Wert von α wählen wird, der den Transfer von den Teams zu den Spielern (also die Kosten der Teams) minimiert, konkret α* = 0,5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die wachsende Bedeutung von TV-Einnahmen im Sport und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den unterschiedlichen Einnahmenteilungsregeln.

2. Europäische Fußball- und amerikanische Hauptsportligen. Wo liegt der Unterschied?: Dieses Kapitel kontrastiert die hermetische Struktur amerikanischer Sportligen mit der offenen, hierarchischen Struktur europäischer Fußballligen und deren jeweilige Ansätze zur Einnahmenteilung.

3. Sportökonomischer Umgang mit Einnahmenteilung: Hier werden zentrale sportökonomische Annahmen zur Nachfrage, Wettbewerbsausgeglichenheit und Gewinnmaximierung der Teams diskutiert.

4. Sportökonomische Modellierung der Einnahmenteilung: Das Hauptkapitel nutzt theoretische Modelle, um zu zeigen, warum isolierte Ligen zu Gleichteilung tendieren, während konkurrierende Ligen leistungsbezogene Ansätze wählen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die theoretische Begründung für die in der Realität beobachteten unterschiedlichen Einnahmenteilungssysteme.

Schlüsselwörter

Einnahmenteilung, TV-Rechte, Sportökonomie, Revenue Sharing, Competitive Balance, Gewinnmaximierung, Talentallokation, US-Sportligen, europäische Fußballligen, Modellierung, Nash-Gleichgewicht, Ligaausgeglichenheit, Spielermobilität, Investitionen in Talente, Übertragungsrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ökonomischen Strukturen und Einnahmenteilungsmodelle im professionellen Sport, um die Unterschiede zwischen US-amerikanischen Ligen und europäischen Fußballligen zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Vermarktung von TV-Rechten, die Verteilung dieser Einnahmen unter den Clubs sowie deren Einfluss auf den Wettbewerb und die Talentgewinnung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, mit sportökonomischen Modellen zu begründen, warum US-Ligen eine Gleichteilung der Einnahmen bevorzugen, während in Europa leistungsbezogene Modelle verbreitet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden mathematische Modelle der Spieltheorie (insbesondere von Palomino, Sakovics und Szymanski) zur Analyse der Einnahmenteilung in isolierten und konkurrierenden Ligen verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Modellierung der Entscheidungsfindung von Ligen und Teams sowie der Untersuchung, wie verschiedene Einnahmenteilungsregeln die Anreize zur Investition in Talente verändern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Revenue Sharing, Competitive Balance, Gewinnmaximierung, Talentallokation und TV-Rechte-Vermarktung.

Warum tendieren isolierte Ligen laut dem Modell zur Gleichteilung?

Das Modell zeigt, dass in einer hermetischen Liga eine Gleichteilung der TV-Einnahmen die Gesamtgewinne der Teams maximiert, da sie den Transfer von den Teams zu den Spielern minimiert.

Welche Rolle spielt die Konkurrenz zwischen den Ligen in Europa?

Unter Bedingungen konkurrierender Ligen zeigt das Modell, dass leistungsbezogene Teilungsregeln optimal sind, da sie die Dominanz einzelner Teams mindern und die Qualität der Liga insgesamt fördern.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aufteilung der Einnahmen aus Übertragungsrechten
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Alfred Weber-Institut)
Veranstaltung
Seminar: Ökonomie des Sports
Note
1,0
Autor
Dipl.-Volkswirtin Zuzana Zdenekova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
33
Katalognummer
V69075
ISBN (eBook)
9783638612562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufteilung Einnahmen Seminar Sports
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl.-Volkswirtin Zuzana Zdenekova (Autor:in), 2005, Aufteilung der Einnahmen aus Übertragungsrechten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69075
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Leseprobe aus  33  Seiten
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