Es bestehen verschiedene Methoden, wie Demokratie gemessen werden kann. Und natürlich sehen die jeweiligen Autoren ihre eigene Vorgehensweise als die einsichtigste und gültige, um den gesuchten Sachverhalt darzustellen. Demokratie messbar zu machen und Unterschiede zwischen verschiedenen Demokratien aufzuzeigen, ist, wenn nicht vollständig unmöglich, zumindest äußerst schwierig. Mindestens sollte eine Klassifizierung der Staaten in „demokratisch“, „halbdemokratisch“ und „undemokratisch“ möglich sein, um einen Nutzen aus einer derartigen Einschätzung zu gewinnen.
Dieser Essay setzt sich mit zwei Konzepten auseinander, die in ihrer Vorgehensweise sehr unterschiedlich sind. Der Vanhanen-Index benutzt ein einfach nachzuvollziehendes Messdesign, während Jaggers und Gurr zwei entgegengesetzte Skalen verwenden, um unterschiedliche Ausprägungen von Demokratie ausmachen zu können.
Auf weitere Konzepte, die Manfred Schmidt im vorliegenden Kapitel, das als Grundlage für den Aufsatz verwendet wird, behandelt, gehe ich nicht weiter ein, da diese entweder bereits in vorhergehenden Sitzungen im Seminar behandelt worden sind – Polyarchie von Robert Dahl – oder wie der Freedom House Index noch behandelt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Konzepte zur Messung von Demokratie
- Autokratieskala von Jaggers/Gurr
- Vanhanen-Index und Demokratie-/Autokratieskala
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay befasst sich mit der Messung von Demokratie und analysiert zwei verschiedene Konzepte: den Vanhanen-Index und die Autokratieskala von Jaggers/Gurr. Beide Konzepte werden im Hinblick auf ihre Stärken und Schwächen untersucht, wobei die verschiedenen Ansätze zur Definition und Messung von Demokratie beleuchtet werden.
- Verschiedene Konzepte zur Messung von Demokratie
- Kritik an den jeweiligen Messinstrumenten
- Die Bedeutung der Partizipation und des Wettbewerbs
- Die Rolle von Verfassung und Realpolitik bei der Demokratiemessung
- Historische Entwicklung und Vergleichbarkeit von Demokratien
Zusammenfassung der Kapitel
- Konzepte zur Messung von Demokratie: Der Essay führt in die Problematik der Demokratiemessung ein und beschreibt die Notwendigkeit objektiver Kriterien zur Einordnung von Staaten in Kategorien wie „demokratisch", „halbdemokratisch" und „undemokratisch".
- Autokratieskala von Jaggers/Gurr: Dieses Kapitel erläutert die Autokratieskala von Jaggers/Gurr, die auf fünf Dimensionen beruht und eine graduelle Unterscheidung von Demokratien ermöglicht.
- Vanhanen-Index und Demokratie-/Autokratieskala: Der Vanhanen-Index und die Demokratie-/Autokratieskala werden im Detail vorgestellt und kritisch analysiert.
Schlüsselwörter
Demokratisierung, Demokratiemessung, Vanhanen-Index, Autokratieskala, Jaggers/Gurr, Partizipation, Wettbewerb, Verfassung, Realpolitik, historische Entwicklung, Vergleichbarkeit von Demokratien.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist es schwierig, Demokratie zu messen?
Da es verschiedene Definitionen von Demokratie gibt, hängen die Ergebnisse stark von den gewählten Kriterien und der Gewichtung von Faktoren wie Partizipation und Wettbewerb ab.
Was misst der Vanhanen-Index?
Der Index nutzt ein einfaches Design, das vor allem auf den Grad der politischen Partizipation und den Wettbewerb zwischen Parteien bei Wahlen fokussiert.
Wie funktioniert die Skala von Jaggers und Gurr?
Sie verwenden zwei getrennte Skalen für Demokratie und Autokratie, um Staaten graduell einordnen zu können, basierend auf fünf verschiedenen Dimensionen.
In welche Kategorien werden Staaten oft klassifiziert?
Gängige Klassifizierungen sind „demokratisch“, „halbdemokratisch“ (anokratisch) und „undemokratisch“ (autokratisch).
Welche Rolle spielt die Polyarchie von Robert Dahl?
Dahls Konzept der Polyarchie dient oft als theoretische Grundlage für viele moderne Messinstrumente, da es Wettbewerb und Teilhabe als Kernmerkmale definiert.
- Citar trabajo
- Kevin Francke (Autor), 2006, Konzepte zur Messung von Demokratie - Vanhanen-Index und Demokratie-/ Autokratieskala von Jaggers/Gurr, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/68091