Auch wenn es in letzter Zeit, was Mitteilungen aus dem Tschetschenienkonflikt anbelangt, etwas ruhiger geworden ist: Die Situation ist sich noch lange nicht am entspannen. Die beiden Konfliktparteien - Russland und die Tschetschenischen Rebellen - sind nach wie vor verfeindet und bis heute ist es nicht gelungen, die Region vollständig zu befrieden. Seit über zehn Jahren kommt es nun schon (mit kurzen Unterbrechungen) zu Gefechten und terroristischen Anschlägen, Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen (www.mdr.de, Zugriff: 10.6.2004). Diese Fakten führen uns zu folgender Fragestellung:
Wieso finden die beiden Akteure nicht aus der derzeitigen kriegerischen Situation heraus?
Als anzuwendende Theorie haben wir ein Dilemma der Spieltheorie gewählt: Das Deadlock- Game. Es erklärt, wieso rational handelnde Akteure den Krieg dem Frieden vorziehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Fakten und historische Betrachtung des Konflikts
- Theorieteil
- Die Spieltheorie
- Das Deadlock-Szenario
- Empirisches Beispiel eines Deadlock-Szenarios: Der Fall Palästina
- Empirischer Teil
- Der Akteur Russland
- Die Nachteile einer Kooperation mit den Tschetschenischen Rebellen
- Die Vorteile einer Kooperation mit den Tschetschenischen Rebellen
- Die Tschetschenischen Widerstandskämpfer
- Die Nachteile einer Kooperation mit der Russischen Regierung
- Die Vorteile einer Kooperation mit der russischen Regierung
- Interpretation
- Der Akteur Russland
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Tschetschenienkonflikt und untersucht, warum die beiden Konfliktparteien – Russland und die Tschetschenischen Rebellen – nicht aus der derzeitigen kriegerischen Situation herausfinden. Dabei wird die Spieltheorie, insbesondere das Deadlock-Szenario, als analytisches Instrument eingesetzt.
- Der tschetschenische Konflikt und seine historischen Wurzeln
- Die Anwendung der Spieltheorie auf den Konflikt
- Die rationalen Handlungsmöglichkeiten der Konfliktparteien
- Die Herausforderungen zur Kooperation zwischen Russland und den tschetschenischen Rebellen
- Die Interpretation des Konflikts im Lichte des Deadlock-Szenarios
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und bietet eine historische Betrachtung des Tschetschenienkonflikts. Der Theorieteil führt die Spieltheorie, insbesondere das Deadlock-Szenario, ein und erklärt, warum rationale Akteure den Krieg dem Frieden vorziehen können. Der empirische Teil analysiert die Situation aus der Perspektive Russlands und der tschetschenischen Rebellen und untersucht die Vor- und Nachteile einer möglichen Kooperation.
Schlüsselwörter
Tschetschenien, Konflikt, Spieltheorie, Deadlock-Szenario, Russland, Tschetschenische Rebellen, Kooperation, rationale Handlung, Kriegsführung, Friedensverhandlungen.
Häufig gestellte Fragen
Warum hält der Konflikt in Tschetschenien so lange an?
Die Arbeit untersucht die Gründe für das Fortbestehen des Konflikts trotz jahrelanger Gefechte und analysiert, warum beide Parteien nicht aus der kriegerischen Situation herausfinden.
Was ist das "Deadlock-Game" in der Spieltheorie?
Das Deadlock-Szenario erklärt Situationen, in denen rational handelnde Akteure den Krieg dem Frieden vorziehen, weil Kooperation als weniger vorteilhaft oder zu riskant angesehen wird.
Welche Nachteile sieht Russland in einer Kooperation?
Die Arbeit analysiert die Perspektive Russlands und beleuchtet die strategischen und politischen Nachteile, die aus Sicht der Regierung mit einer Kooperation mit den Rebellen verbunden sind.
Was sind die Motive der tschetschenischen Widerstandskämpfer?
Es wird untersucht, welche Vor- und Nachteile die Rebellen in einer Zusammenarbeit mit der russischen Regierung sehen und warum sie oft den bewaffneten Widerstand fortsetzen.
Welches empirische Beispiel wird zum Vergleich herangezogen?
Als Vergleich für ein Deadlock-Szenario wird in der Theorie der Fall Palästina herangezogen, um die Mechanismen blockierter Friedensprozesse zu verdeutlichen.
Kann die Spieltheorie zur Lösung des Konflikts beitragen?
Die Spieltheorie dient primär als analytisches Instrument, um die festgefahrenen Strukturen zu verstehen und die rationalen Entscheidungen hinter der Fortführung des Krieges zu erklären.
- Citar trabajo
- Philipp Schär (Autor), Stéphanie Conrad (Autor), 2004, Warum finden die Akteure im Tschetschenienkonflikt nicht aus der derzeitigen kriegerischen Situation heraus? - Der Tschetschenienkonflikt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67806