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Controlling der Forschung und Entwicklung industrieller Unternehmen

Title: Controlling der Forschung und Entwicklung industrieller Unternehmen

Seminar Paper , 2006 , 17 Pages

Autor:in: Peter Kleusberg (Author)

Business economics - Industrial Management
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Spätestens seit der EU-Osterweiterung des Jahres 2004 finden sich klassische Industrieländer wie die Bundesrepublik in einem veränderten Wettbewerbsumfeld wieder. Vor allem bei Gütern von geringer technologischer Komplexität sind hier die neuen Mitgliedstaaten durch ihr niedriges Lohnniveau im Vorteil. Damit Unternehmen der klassischen Industrieländer dieser Entwicklung nicht zum Opfer fallen, sind sie darauf angewiesen, laufend hochqualitative Produkt- und Prozessinnovationen hervorzubringen. Bereits im Jahre 1983 konstatieren Blohm und Danert, dass „die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen […] in Zukunft mehr denn je durch [ihre] Innovationspolitik bestimmt [wird]“. Die wachsende Bedeutung von Innovationen führt dazu, dass auch der Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) als deren Grundlage zunehmend wichtiger wird. Dies drückt sich darin aus, dass die deutschen Ausgaben für F&E von 1995 bis 2005 um knapp die Hälfte gestiegen sind. Ferner bilden neue Produkte einen immer größeren Anteil am Unternehmensumsatz. Dementsprechend ist die Rolle der F&E als strategisches Instrument zur langfristigen Sicherung der Unternehmensexistenz allgemein anerkannt. Die aus der geschilderten Entwicklung resultierende Akzeleration der Innovationsschübe impliziert eine Abnahme der Verweildauer von Produkten auf dem Markt, d.h. eine Verkürzung der Produktlebenszyklen. Diese Kontraktion der Marktzyklen ist insofern problematisch, als dass weniger Zeit zur Amortisation der F&E-Aufwendungen zur Verfügung steht. Damit ist es nicht mehr finanzierbar, im F&E-Bereich Effektivitäts- und Effizienzdefizite durch höhere Ausgaben zu kompensieren. Hieraus erwächst die Forderung nach einem F&E-Management, das diese Defizite beseitigt. Ein solches F&E-Management mit zeitnahen, entscheidungsrelevanten Informationen zu versorgen, ist Aufgabe des F&E-Controllers. Die Schnittmenge zwischen F&E-Manager und F&E-Controller wird als „ F&E-Controlling “ bezeichnet und ist Gegenstand dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1 Erfordernis eines Controllings im F&E-Bereich

1.1 F&E als strategisches Instrument

1.2 Effektivität und Effizienz von F&E-Aktivitäten

2 Synthese aus „F&E“ und „Controlling“

2.1 Aspekte der Forschung und Entwicklung

2.2 Controlling im weiteren Sinne

2.3 Charakteristika des F&E-Controllings

3 Evolution des F&E-Controllings

3.1 Operatives F&E-Projektcontrolling

3.2 Operatives Bereichs- und Programmcontrolling

3.3 Marktzielorientiertes F&E-Controlling

3.3.1 Prozesskostenrechnung in F&E

3.3.2 Target Costing in seiner „Reinform“

3.4 Strategisches F&E-Controlling

3.5 Innovationscontrolling

3.5.1 Product Lifecycle Costing

3.5.2 Performance Measurement und Balanced Scorecard

4 Rolle des F&E-Controllings in Vergangenheit und Zukunft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht das Controlling im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) industrieller Unternehmen, um aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Steuerung die Effizienz und Effektivität von Innovationsprozessen zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden kann.

  • Grundlagen des F&E-Managements und Definition der Schnittmenge zum Controlling.
  • Die stufenweise Evolution von operativen Projektsteuerungen bis hin zu ganzheitlichem Innovationscontrolling.
  • Methoden der marktorientierten Kostenplanung wie Prozesskostenrechnung und Target Costing.
  • Strategische Instrumente zur Bewertung und Steuerung des Innovationserfolgs.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Target Costing in seiner „Reinform“

Ein weiteres Konzept zur Verbesserung der Marktorientierung der indirekten Bereiche stellt das 1965 von Toyota entwickelte Target Costing dar (auch: Zielkostenrechnung). Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll ausschließlich auf das Target Costing in seiner „Reinform“ (auch: Market into Company oder im Japanischen Genka Kikaku) eingegangen werden; alternative Formen der Zielkostenermittlung Out of Company oder Out of Competition finden hingegen keine Erwähnung, weil bei ihnen Marktanforderungen nur indirekt berücksichtigt werden und somit keine ausreichende Marktorientierung gegeben ist.

Target Costing ist ein Instrument zur Planung der Kosten eines neuen Produktes. Die zentrale Frage hierbei lautet nicht „was wird das Produkt kosten?“, sondern „was darf das Produkt aus Kundensicht kosten?“. Im Gegensatz zu anderen, traditionellen Verfahren kommt also beim Target Costing die Kostenplanung bereits bei der Produktentwicklung und nicht erst in der Produktionsphase zum Einsatz, worin sich ein unmittelbarer Strategiebezug bemerkbar macht. Somit kann von einer strategischen ex-ante-Produkterfolgsrechnung gesprochen werden. Die Ablauforganisation des Target Costings vollzieht sich in den drei Schritten Zielkostenfindung, Zielkostenerreichung und Maßnahmen-Controlling.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Erfordernis eines Controllings im F&E-Bereich: Es wird die strategische Bedeutung von F&E für die Wettbewerbsfähigkeit erläutert und die Notwendigkeit begründet, Effektivitäts- und Effizienzdefizite durch ein gezieltes F&E-Management zu beheben.

2 Synthese aus „F&E“ und „Controlling“: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe sowie die spezifischen Risiken und Charakteristika, die ein F&E-Controlling als Subsystem der Führung auszeichnen.

3 Evolution des F&E-Controllings: Hier werden fünf aufeinander aufbauende Entwicklungsstufen beschrieben, die von der reinen Projektsteuerung über Bereichs- und Marktorientierung bis hin zum strategischen Innovationscontrolling reichen.

4 Rolle des F&E-Controllings in Vergangenheit und Zukunft: Der abschließende Teil fasst die Synthese der Disziplinen zusammen und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, horizontal und vertikal stimmigen Integration des F&E-Controllings für den zukünftigen Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Forschung und Entwicklung, Controlling, F&E-Management, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Innovationscontrolling, Produktlebenszyklus, Strategisches Controlling, Operatives Controlling, Kostenmanagement, Produktentwicklung, Performance Measurement, Balanced Scorecard.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Methoden eines Controllings innerhalb der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (F&E) von Industrieunternehmen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die operative Steuerung von F&E-Projekten, marktorientierte Methoden der Kostenplanung sowie die strategische Ausrichtung von Innovationsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie F&E-Controlling als Instrument genutzt werden kann, um die Effizienz und Effektivität von Innovationsvorhaben zur langfristigen Existenzsicherung von Unternehmen zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze und Instrumente der Betriebswirtschaftslehre synthetisiert und auf den spezifischen Kontext der F&E-Abteilung anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsklärung und eine detaillierte Betrachtung der fünf Entwicklungsstufen des F&E-Controllings, von der Projektsteuerung bis hin zum Innovationscontrolling.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Target Costing, Prozesskostenrechnung, Innovationscontrolling, Effizienz und Strategische Produktlebenszyklus-Rechnung geprägt.

Wie unterscheidet sich Target Costing von traditionellen Kostenplanungen?

Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren stellt das Target Costing nicht die Frage „Was kostet das Produkt?“, sondern „Was darf das Produkt aus Kundensicht kosten?“, und setzt bereits in der Entwicklungsphase an.

Welche Rolle spielt die Netzplantechnik im F&E-Controlling?

Die Netzplantechnik dient als wichtiges Hilfsmittel in der operativen Projektsteuerung, um kritische Pfade zu identifizieren und die Gesamtdauer von Entwicklungsprojekten nicht dem Zufall zu überlassen.

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Details

Title
Controlling der Forschung und Entwicklung industrieller Unternehmen
College
University of Mannheim
Author
Peter Kleusberg (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V67562
ISBN (eBook)
9783638586474
ISBN (Book)
9783640395392
Language
German
Tags
Controlling Forschung Entwicklung Unternehmen Operatives F&E-Projektcontrolling F&E R&D F&E-Controlling FuE-Controlling Target Costing Innovationscontrolling Forschungs- und Entwicklungscontrolling Marktzielorientiertes F&E-Controlling Product Lifecycle Costing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Kleusberg (Author), 2006, Controlling der Forschung und Entwicklung industrieller Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/67562
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