Diese Seminararbeit soll einen Überblick über das Entstehen von Marktversagen auf dem Arbeitsmarkt durch Informationsprobleme geben. Dabei soll ein möglichst umfangreicher Einblick in Themen wie Unkenntnis und Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt, asymmetrische und unvollständige Information, Adverse Auslese, Moral Hazard und Prinzipal-Agent-Theorie gewährt werden. Die derzeitigen Arbeitsmarktprobleme geben entsprechenden Anlass, diese Situation zu hinterfragen und zu ergründen. Vor allem ein Teil der friktionellen Arbeitslosigkeit entsteht durch Informationsmängel seitens der Arbeitgeber sowie der Arbeitnehmer. Durch diese entsteht fehlende Markttransparenz, der Anpassungsprozess zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verlängert sich durch unvollständige Information. Auf diese Suchprozesse wird hinreichend eingegangen und anhand von Beispielen veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Allgemeine Begrifflichkeiten
- Arbeitsmarkt: Eine kurze Einführung
- Definition Marktversagen
- Asymmetrische Information
- Moral Hazard
- Adverse Selection
- Such- und Matchingprozesse
- Der Arbeitnehmer als Sucher
- Der Arbeitgeber als Sucher
- Vertragsabschluss und Kündigung
- Lösungsmöglichkeiten zur Verringerung des Marktversagens
- Bei Unkenntnis
- Screening
- Signalling
- Anreizsysteme
- Bei Unsicherheit
- Erhöhung des Informationsaufwands
- Relative Sicherheit suchen
- Reserven aufbauen
- Risikoausgleich
- Bei Unkenntnis
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert das Entstehen von Marktversagen auf dem Arbeitsmarkt, hervorgerufen durch Informationsprobleme. Sie beleuchtet Themen wie Unkenntnis, Unsicherheit, asymmetrische und unvollständige Information, Adverse Auslese, Moral Hazard und die Prinzipal-Agent-Theorie.
- Analyse von Informationsproblemen auf dem Arbeitsmarkt
- Betrachtung der Auswirkungen von unvollständiger Information auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer
- Erörterung der Mechanismen von Moral Hazard und Adverse Selection
- Untersuchung von Such- und Matchingprozessen im Kontext von unvollständiger Information
- Präsentation von Lösungsmöglichkeiten zur Minderung oder Lösung von Marktversagen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung liefert eine Einführung in die Thematik des Marktversagens auf dem Arbeitsmarkt, hervorgerufen durch Informationsmängel. Das zweite Kapitel definiert den Arbeitsmarkt und die zugrundeliegende neoklassische Theorie des Marktversagens. Es erläutert die Entstehung von Marktfehlern, insbesondere durch Informations-, Mobilitäts- und Wettbewerbsprobleme.
Das dritte Kapitel befasst sich mit asymmetrischen Informationen, die zu Problemen wie Moral Hazard und Adverse Selection führen. Es analysiert die Rolle von Such- und Matchingprozessen im Kontext von unvollständiger Information.
Das vierte Kapitel untersucht verschiedene Lösungsansätze zur Verringerung von Marktversagen im Falle von Unkenntnis und Unsicherheit. Es analysiert Screening-, Signalling- und Anreizsysteme sowie die Erhöhung des Informationsaufwands, die Suche nach relativer Sicherheit, den Aufbau von Reserven und den Risikoausgleich.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Themenbereich des Arbeitsmarktes und dem Auftreten von Marktversagen aufgrund von Informationsproblemen. Schlüsselwörter sind Asymmetrische Information, Moral Hazard, Adverse Selection, Such- und Matchingprozesse, Screening, Signalling, Anreizsysteme, Marktversagen, Arbeitsmarkt, Informationsmängel, Arbeitslosigkeit, Arbeitsangebots- und Nachfragekurven, Reallohn.
Häufig gestellte Fragen
Was ist asymmetrische Information auf dem Arbeitsmarkt?
Dies liegt vor, wenn eine Seite (z.B. der Bewerber) mehr über seine tatsächlichen Fähigkeiten weiß als die andere Seite (der Arbeitgeber).
Was versteht man unter „Adverse Selection“?
Adverse Auslese bedeutet, dass aufgrund fehlender Informationen vor Vertragsabschluss eher ungeeignete Kandidaten angezogen werden, während Qualifizierte den Markt verlassen.
Was bedeutet „Moral Hazard“ im Arbeitsverhältnis?
Moral Hazard beschreibt das Risiko, dass sich ein Arbeitnehmer nach Vertragsabschluss anders verhält als vereinbart (z.B. Leistungszurückhaltung), weil sein Handeln nicht voll beobachtbar ist.
Was ist „Signalling“?
Signalling sind Maßnahmen der informierten Seite (Bewerber), um ihre Qualität glaubhaft zu machen, zum Beispiel durch Bildungszertifikate oder Zeugnisse.
Wie verlängern Suchprozesse die Arbeitslosigkeit?
Durch unvollständige Information müssen beide Seiten Zeit aufwenden, um den passenden Partner zu finden, was zu friktioneller Arbeitslosigkeit führt.
- Quote paper
- Alexander Philipp (Author), Oliver Binnewies (Author), Dominic Franchi (Author), 2006, Unvollständige Informationen auf dem Arbeitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66692