Die vorliegende Arbeit soll primär eine Untersuchung zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten aufzeigen. Ich beziehe mich dabei auf eine von mir erhobenen Studie zum Thema Pferderomane und Pferdezeitschriften.
Ich wollte in Erfahrung bringen, ob und gegebenenfalls warum Pferdeliteratur eher von Mädchen als von Jungen rezipiert wird und warum das Pferd überhaupt auf junge Mädchen eine große Faszination ausübt. Um darüber Informationen zu erhalten, habe ich mich zu einer Befragung hinsichtlich dieses Themas entschlossen. Das von mir ausgewählte Verfahren war die schriftliche Befragung mit standardisiertem Fragebogen, das anhand des Themas exemplarisch darüber Aufschluss geben sollte, wie sich das differenzierte Leseverhalten von Jungen und Mädchen gestaltet. Ich führte diese Fragebogenerhebung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis achtzehn Jahren durch.
Neben dem empirischen Charakter verfügt die vorliegende Arbeit über Grundlagen des geschichtlichen Hintergrundes der Mädchenliteratur, die aufzeigen sollen, wie geschlechtsspezifisches Leseverhalten überhaupt entsteht. Für eine Interpretation werden zudem theoretische Erklärungsansätze zum Leseverhalten der Geschlechter aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Mädchenliteratur und Mädchenlektüre
- 2.1 Definitionen
- 2.2 Geschichte
- 2.2.1 Mädchenliteratur im 18. Jahrhundert
- 2.2.2 Ende des 19. Jahrhunderts - die Backfischliteratur
- 3. Theoretische Erklärungsansätze zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten
- 3.1 Historische Erklärungsansätze
- 3.2 Rollen- und sozialisationstheoretische Erklärungsansätze
- 3.3 Psychoanalytische Erklärungsansätze
- 4. Zur Untersuchung: Pferdeliteratur und ihre Rezipienten
- 4.1 Ausgangspunkt
- 4.2 Untersuchungsmethode und Fragestellungen
- 4.3 Auswertung
- 4.4 Erklärungsansätze
- 4.4.1 Familie als Sozialisationsinstanz
- 4.4.2 Einfluss von Freunden
- 5. Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit setzt sich zum Ziel, das geschlechtsspezifische Leseverhalten anhand einer eigenen Studie zum Thema Pferderomane und Pferdezeitschriften zu untersuchen. Die Studie soll klären, warum Pferdeliteratur eher von Mädchen als von Jungen rezipiert wird und welche Faszination das Pferd auf junge Mädchen ausübt.
- Geschlechtsspezifisches Leseverhalten von Jungen und Mädchen
- Rezeption von Pferdeliteratur durch Kinder und Jugendliche
- Die Faszination des Pferdes für junge Mädchen
- Historische Entwicklung der Mädchenliteratur
- Theoretische Erklärungsansätze für das Leseverhalten der Geschlechter
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit und die Forschungsfrage vor. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Begriff der Mädchenliteratur und ihrer Geschichte, wobei die Schwerpunkte auf dem 18. und 19. Jahrhundert liegen. Im dritten Kapitel werden verschiedene theoretische Erklärungsansätze zum geschlechtsspezifischen Leseverhalten vorgestellt. Das vierte Kapitel präsentiert die eigene Studie zur Pferdeliteratur und analysiert die Ergebnisse. Es werden verschiedene Erklärungsansätze für die Rezeption der Pferdeliteratur durch Mädchen diskutiert.
Schlüsselwörter
Mädchenliteratur, geschlechtsspezifisches Leseverhalten, Pferdeliteratur, Pferdezeitschriften, Rezeption, Faszination, historische Entwicklung, theoretische Erklärungsansätze, Sozialisation, Familie, Freunde, Studie, Fragebogen, empirische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Warum übt Pferdeliteratur eine so große Faszination auf Mädchen aus?
Die Arbeit untersucht dies anhand einer Befragung und führt es auf entwicklungspsychologische Faktoren, die Sehnsucht nach Freiheit und die emotionale Bindung zum Tier zurück.
Gibt es Unterschiede im Leseverhalten zwischen Jungen und Mädchen?
Ja, die empirische Studie zeigt ein deutlich differenziertes Leseverhalten. Pferderomane und -zeitschriften werden fast ausschließlich von Mädchen im Alter von 6 bis 18 Jahren rezipiert.
Was ist "Backfischliteratur"?
Dies ist ein historischer Begriff für Mädchenliteratur des späten 19. Jahrhunderts, die speziell auf die Lebenswelt junger Mädchen ("Backfische") und deren Vorbereitung auf die Frauenrolle zugeschnitten war.
Welche Rolle spielt die Familie beim Leseverhalten?
Die Familie gilt als zentrale Sozialisationsinstanz. Das Lesevorbild der Eltern und die häusliche Förderung prägen maßgeblich, welche Literatur Kinder bevorzugen.
Welche theoretischen Ansätze erklären das geschlechtsspezifische Lesen?
Die Arbeit nennt historische, rollentheoretische, sozialisationstheoretische und psychoanalytische Erklärungsansätze zur Interpretation der Studienergebnisse.
- Arbeit zitieren
- Vanessa Lichtsinn (Autor:in), 2006, Mädchenliteratur - Eine Untersuchung zum Thema Pferdeliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/64973