In dieser Arbeit über William Lottig und die Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen werden die Daten der eingerichteten Versuchsschulen, sowie das Konzept, bzw. die Idee dieser Schulen dargelegt. In Bezug auf das Schulkonzept wird zuerst auf die theoretischen Grundideen und danach auf die Unterschiede zwischen dieser Theorie und der Schulwirklichkeit eingegangen, wobei sich an dieser Stelle über jeden Punkt der Reform eine eigene Arbeit schreiben ließe, welche die Unterschiede zwischen der Reformidee und der tatsächlichen Realität in der Schulpraxis beleuchten. Um den Rahmen dieser Ausarbeitung nicht zu sprengen, wurden an dieser Stelle die beiden relevantesten und auch widersprüchlichsten Bereiche der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen herausgenommen um die Diskrepanz von Reformansätzen und Wirklichkeit näher zu erläutern. Anschließend wird auf einzelne Gründe des Scheiterns der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen anhand der Tagebuchaufzeichnungen Lottigs eingegangen. Der Bezugsteil schlägt einen Bogen zu meinem Hauptstudienfach Kunst. Hier werde ich mich mit der pädagogischen Idee Lottigs und der pädagogischen Wirklichkeit in Bezug auf das Fach Kunst näher auseinandersetzen. Dieser Teil bildet sogleich auch den Schlusspunkt der Arbeit, da er einen Ausblick und eine Kritik an der Lebensgemeinschaftsschule Lottigs beeinhaltet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Daten zu den Versuchsschulen
- Das Konzept der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen
- Theoretische Grundideen
- Zwischen Reformidee und Wirklichkeit
- Die Lebensgemeinschaft
- Vom Wachsen lassen“ und die Erziehung „Vom Kinde aus“
- Das Scheitern der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen
- Lottigs Ideen in Übertragung auf den Kunstunterricht - Damals und Heute
- Ein Versuch der Rekonstruktion vom „Kunstunterricht\" an den Hambur- ger Lebensgemeinschaftsschulen
- Modelle des Kunstunterrichts
- Entdeckendes Lernen im Kunstunterricht
- Erfahrungsbezogener Unterricht
- Offener Unterricht
- Handlungsorientierter Unterricht
- Kunstunterricht heute
- Gedanken zum Kunstunterricht der Zukunft unter Berücksichtigung der Ideen der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit beleuchtet die Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen von William Lottig, indem sie die Daten der Versuchsschulen, das Konzept und die theoretischen Grundideen erörtert. Sie analysiert die Diskrepanz zwischen der Reformidee und der tatsächlichen Schulwirklichkeit, wobei insbesondere die Lebensgemeinschaft und die Erziehung „Vom Kinde aus“ im Vordergrund stehen. Zudem werden Gründe für das Scheitern der Lebensgemeinschaftsschulen anhand von Lottigs Tagebuchaufzeichnungen beleuchtet. Der Bezugsteil verbindet die pädagogische Idee Lottigs mit dem Kunstunterricht und bietet einen Ausblick und Kritik an der Lebensgemeinschaftsschule.
- Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen: Gründung, Konzept und Daten
- Theoretische Grundideen der Lebensgemeinschaftsschule: Lebensgemeinschaft, Erziehung „Vom Kinde aus“
- Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis: Unterschiede zwischen den Reformideen und der Schulwirklichkeit
- Gründe für das Scheitern der Lebensgemeinschaftsschulen
- Transfer der Ideen Lottigs auf den Kunstunterricht: Rekonstruktion, Modelle des Kunstunterrichts, Ausblick
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über den Inhalt der Arbeit und erläutert die Intention des Autors. Das Kapitel „Daten zu den Versuchsschulen“ beschreibt die Gründung und den zeitlichen Verlauf der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen, die von staatlichen Schulen zu Versuchsschulen im Sinne Lottigs wurden. Das Konzept der Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen wird in Kapitel 3 vorgestellt, wobei die theoretischen Grundideen und die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis beleuchtet werden. Hier werden die Themen „Lebensgemeinschaft“ und „Erziehung Vom Kinde aus“ detailliert betrachtet. Das Scheitern der Schulen wird im letzten Abschnitt des Kapitels anhand von Lottigs Tagebuchaufzeichnungen analysiert.
Schlüsselwörter
Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen, William Lottig, Reformpädagogik, Lebensgemeinschaft, Erziehung „Vom Kinde aus“, Schulwirklichkeit, Kunstunterricht, Theorie und Praxis, Reformansätze, Scheitern, Tagebuchaufzeichnungen.
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- Katja Staats (Autor), 2004, William Lottig - Hamburger Lebensgemeinschaftsschulen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/62334