Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle von Analogie und Metapher als Mittel zur Stützung einer These. Das Ziel der Arbeit ist es zu klären, ob Analogien und Metaphern bestimmte Funktionen in der französischen Argumentation haben. Dazu leitet zunächst ein theoretischer Teil in die Problematik ein. Die Kapitel 2.1 und 2.2 beschäftigen sich mit dem Stand der Forschung auf diesem Gebiet. Das Kapitel 2.1 ist dabei kurz gehalten, es dient zur Einführung in die Problematik der Analogie, auf die das Kapitel 2.2 über die Bildung und Verwendung der Metapher aufbaut. Zunächst bietet eine diachrone Analyse der Metapherntheorie von Aristoteles über Stephen Ullmann, George Lakoff und Mark Johnson bis hin zu Michael Pielenz einen Überblick über den Funktionswandel der Metapher. Ein Schwerpunkt liegt im darauffolgenden Kapitel auf der Arbeit von Chaïm Perelman, der eine klare Abgrenzung zwischen Analogie und Metapher vornimmt und den Unterschied zwischen poetischer und argumentativer Metapher erläutert. Die Werke der o.g. Sprachwissenschaftler sind besonders geeignet, da die Autoren sich kritisch mit der Metapherntheorie auseinandersetzen und neue Erkenntnisse über den Stand der Forschung publizieren. Das Kapitel 2.3 besteht aus einer synchronen Sprachanalyse eines selbst erstellten Korpus. Um zu zeigen, dass argumentative Metaphern in verschiedenen Sprachbereichen vorkommen, wurden für die Analyse drei Textsorten ausgewählt; die politische Rede, Zeitungsartikel und Werbetexte aus Frauenmagazinen. Aufgrund des beschränken Umfangs der Arbeit, können die o.g. Textsorten nur auszugsweise analysiert werden, außerdem ist eine Auswertung weiterer Textsorten leider nicht möglich. Bei der Analyse, wie in der gesamten Arbeit, liegt ein Schwerpunkt auf der Verwendung metaphorischer Elemente. Der Unterschied zwischen Analogie und Metapher soll jedoch, wie im Kapitel 2.2.1 erläutert, deutlich werden. Die Korpusanalyse soll zeigen, inwiefern die in den vorherigen Kapiteln erläuterten Theorien in der Praxis Anwendung finden und es soll geklärt werden, ob Metapher und Analogie eine bestimmte Funktion in den analysierten Genres zukommt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Analogie
- Metapher
- Die argumentative Metapher nach Perelman
- Schwierigkeiten im Gebrauch der argumentativen Metapher
- Korpusanalyse
- Politische Rede
- Zeitungsartikel
- Werbung
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Funktion von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation. Sie zielt darauf ab, zu klären, ob diese Mittel bestimmte Funktionen in der Argumentation erfüllen.
- Die Entwicklung der Metapherntheorie von Aristoteles bis zu modernen Forschern wie Perelman
- Die Unterscheidung zwischen Analogie und Metapher sowie zwischen poetischer und argumentativer Metapher
- Die Anwendung der Theorien auf verschiedene Textsorten (politische Rede, Zeitungsartikel, Werbung)
- Die Funktion von Analogie und Metapher in den analysierten Genres
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Ziel der Analyse der Funktionen von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation vor.
- Kapitel 2.1: Analogie: Das Kapitel untersucht die Rolle der Analogie in der Argumentation und betrachtet verschiedene Perspektiven, von der Skepsis bis zur Anerkennung ihres argumentativen Werts. Es werden die Struktur der Analogie und die verschiedenen Arten der Analogie erläutert.
- Kapitel 2.2: Metapher: Dieses Kapitel analysiert die Metapher aus verschiedenen Perspektiven, von Aristoteles bis zu Perelman. Es werden die Funktionsweise der Metapher und die Abgrenzung zwischen poetischer und argumentativer Metapher dargestellt.
- Kapitel 2.3: Korpusanalyse: Dieses Kapitel analysiert die Anwendung von Metaphern und Analogien in verschiedenen Textsorten: politische Reden, Zeitungsartikel und Werbeanzeigen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation. Wichtige Themen sind die Abgrenzung zwischen Analogie und Metapher, die Unterscheidung zwischen poetischer und argumentativer Metapher, sowie die Anwendung der Theorien in verschiedenen Textgattungen. Schlüsselbegriffe sind: Analogie, Metapher, argumentative Metapher, poetische Metapher, Korpusanalyse, politische Rede, Zeitungsartikel, Werbung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielen Analogie und Metapher in der Argumentation?
Sie dienen als rhetorische Mittel zur Stützung einer These und zur Veranschaulichung komplexer Sachverhalte.
Was ist der Unterschied zwischen poetischer und argumentativer Metapher?
Während die poetische Metapher ästhetische Zwecke verfolgt, dient die argumentative Metapher dazu, den Hörer von einer bestimmten Position zu überzeugen.
In welchen Textsorten wurde die französische Argumentation untersucht?
Die Arbeit analysiert politische Reden, Zeitungsartikel und Werbetexte aus Frauenmagazinen.
Welche Theoretiker werden in der Arbeit genannt?
Es werden Ansätze von Aristoteles, Stephen Ullmann, George Lakoff, Mark Johnson und insbesondere Chaïm Perelman diskutiert.
Wie grenzt Perelman Analogie und Metapher ab?
Perelman nimmt eine klare theoretische Abgrenzung vor, um die spezifische Überzeugungskraft beider Mittel in der Rhetorik zu klären.
- Citation du texte
- Anja Krechel (Auteur), 2004, Die Funktion von Analogie und Metapher in der französischen Argumentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61316