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Kriemhilds 'untriuwe' und die Ehre der Männer im Rosengarten zu Worms

Titel: Kriemhilds 'untriuwe' und die Ehre der Männer im Rosengarten zu Worms

Seminararbeit , 2005 , 13 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Mag.phil. Karoline Ehrlich, MIB (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zentrale Figur dieses Textes, die das ganze Geschehen überhaupt anzettelt, ist Kriemhild. Durch den Erzähler wird sie bereits zu Beginn des Textes einerseits als schön, königlich und edel beschrieben, andererseits aber auch als übermütig und
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- die Wurzel allen Übels also. Ähnliches kann man in der ersten Strophe des Nibelungenliedes über Kriemhild lesen, wo sie als Verantwortliche für den Tod tausender Männer vorausgedeutet wird:
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Im Vergleich zum Nibelungenlied sei an dieser Stelle erwähnt, dass die Figurennamen und -konstellation im Rosengarten nicht dieselben sind: So wird zum Beispiel Kriemhilds Vater der Name Gibich zugeordnet, der der historischen Figur entspricht; der dritte Bruder Giselher tritt gar nicht auf, wird nicht einmal erwähnt. Außerdem kommen sowohl auf Seiten der Burgunden als auch Dietrichs einige Kämpfer hinzu, deren Namen im Nibelungenlied nicht vorkommen, so zum Beispiel Biterolf und Dietleib. Aber auch die Phrase „wunders so vil geseit“ (DHB 594, 27) erinnert an das Nibelungenlied.

Der Text stellt Kriemhild allgemein als eine junge Frau vor, die sehr kurzsichtig handelt. So meint sie, dass es ein großes Vergnügen wäre, ihren Verlobten Siegfried mit dem berühmten Dietrich von Bern zu vergleichen, bedenkt aber nicht, dass dieser es als Affront empfinden muss, von einer Frau zum Kräftemessen mit ihren Kämpfern aufgefordert zu werden. Damit nicht genug, sie schreibt außerdem in ihrem Brief an Dietrich, käme er nicht an den Rhein, so könne er sich nicht mehr trauen anderswo zu kämpfen. (Vgl. DHB, 603, 15-18) Als Kriemhild ihn und seine Männer dann am Rhein in ihrem Lager besucht, geht es mit Wolfhart - als er sie kommen sieht - sogar so weit durch, dass er androht sie wegen ihrer Überheblichkeit zu schlagen, sobald sie vor ihm stünde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • I. Die Kriemhildfigur
    • 1. Darstellung durch den Erzähler
    • 2. Relation zu anderen Figuren
  • II. Mönch Ilsân
  • III. Der Rosengarten als Ort des Konflikts
    • 1. Die zwölf Kämpfe und ihre Struktur
    • 2. Männervergleich: Siegfried vs. Dietrich

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Figur Kriemhild im Kontext des Rosengartens im „Deutschen Heldenbuch“, insbesondere ihre Rolle im Konflikt zwischen den Burgundern und Dietrich von Bern. Dabei werden ihre Motivationen und Handlungen im Hinblick auf ihre „triuwe“ und die Ehre der Männer untersucht.

  • Darstellung Kriemhilds durch den Erzähler
  • Kriemhilds „untriuwe“ und ihre Auswirkungen auf das Geschehen
  • Der Rosengarten als Ort des Konflikts und der Kräftemessung
  • Der Vergleich zwischen Siegfried und Dietrich
  • Die Rolle der Ehre und des männlichen Verhaltens im Text

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Kriemhildfigur

1. Darstellung durch den Erzähler

Der Text beschreibt Kriemhild als schöne, königliche und edle Frau, die jedoch gleichzeitig als übermütig und verantwortlich für das Unglück dargestellt wird. Ihre Rolle als Antagonistin wird bereits in der ersten Strophe des Textes deutlich. Die Arbeit analysiert Kriemhilds Handlungsweise, insbesondere ihre kurzsichtige Entscheidung, Siegfried mit Dietrich zu vergleichen, und ihre Überheblichkeit gegenüber den Kämpfern.

2. Relation zu anderen Figuren

Der Abschnitt untersucht Kriemhilds Beziehung zu anderen Figuren im Text. Sie wird von den Männern als „ungetrüwe meit“, „böse faledein“ und „hůre“ bezeichnet. Ihr wird sowohl „untriuwe“ als auch Hoffart und Hochmut vorgeworfen. Die Analyse beleuchtet die Gründe für diese negativen Bewertungen und untersucht die Folgen von Kriemhilds Handlungen für ihre Beziehungen zu den männlichen Figuren.

Schlüsselwörter

Kriemhild, Rosengarten, „Deutsches Heldenbuch“, Dietrich von Bern, Siegfried, „triuwe“, Ehre, Männer, Konflikt, Kräftemessung, Antagonistin, Überheblichkeit, „untriuwe“, Hoffart, Hochmut.

Häufig gestellte Fragen

Welche Rolle spielt Kriemhild im „Rosengarten zu Worms“?

Kriemhild wird als zentrale Figur dargestellt, die durch ihre Überheblichkeit und Kurzsichtigkeit den Konflikt zwischen den Burgundern und Dietrich von Bern provoziert.

Was wird unter Kriemhilds „untriuwe“ verstanden?

Damit ist ihre vermeintliche Treulosigkeit und ihr Hochmut gemeint, da sie Siegfried und Dietrich in einen gefährlichen Wettkampf treibt, ohne die Konsequenzen für die Ehre der Männer zu bedenken.

Wie unterscheidet sich die Figurenkonstellation zum Nibelungenlied?

Im „Rosengarten“ treten zusätzliche Kämpfer wie Biterolf und Dietleib auf, während Giselher nicht erwähnt wird und Kriemhilds Vater den Namen Gibich trägt.

Was symbolisiert der Ort „Rosengarten“?

Der Rosengarten dient als Ort des Konflikts, der zwölf Kämpfe und der ritterlichen Kräftemessung zwischen den Heldenepen-Zyklen.

Wer ist der Mönch Ilsân?

Ilsân ist eine markante Figur im Text, die als kämpfender Mönch eine besondere Rolle in der Struktur der zwölf Kämpfe einnimmt.

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Details

Titel
Kriemhilds 'untriuwe' und die Ehre der Männer im Rosengarten zu Worms
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
PS Ältere Literatur: ',Heldendämmerung' - Dietrich - Ortnit - Wolfdietrich'
Note
Sehr gut
Autor
Mag.phil. Karoline Ehrlich, MIB (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
13
Katalognummer
V60976
ISBN (eBook)
9783638545303
ISBN (Buch)
9783656782797
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriemhilds Ehre Männer Rosengarten Worms Literatur Heldendämmerung’ Dietrich Ortnit Wolfdietrich“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag.phil. Karoline Ehrlich, MIB (Autor:in), 2005, Kriemhilds 'untriuwe' und die Ehre der Männer im Rosengarten zu Worms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60976
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Leseprobe aus  13  Seiten
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