Die vorliegende Arbeit stellt das Konstrukt und die Messung der Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl vor, und versucht Erklärungsansätze für kontraproduktives oder schädliches Verhalten von Mitarbeitern zu liefern. Der Fokus richtet sich dabei auf die individuellen Merkmale des Mitarbeiters als Ursache derartiger Handlungen. Gestützt wird diese Sichtweise u.a. aufgrund einer Theorie von Gottfredson und Hirschi (1990) aus der kriminologischen Forschung, die deviantes Verhalten durch eine stabile Eigenschaft mangelnder Selbstkontrolle erklärt, und auf Erkenntnissen aus dem in den USA weit verbreiteten Einsatz sogenannter Integrity Tests bei der Personalauswahl. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Entwicklung eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität, Ergebnisse einer empirischen Studie zur Konstruktvalidität dieses Instruments und die praktische Relevanz der Befunde dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- 1. Einleitung
- 2. Kontraproduktivität: Definition und Abgrenzung von verwandten Begriffen
- 3. Gottfredson und Hirschis (1990) Theorie der Selbstkontrolle
- 4. Integrity Tests
- 4.1. Ursprünge und Entwicklung
- 4.2. Kriteriumsvalidität
- 4.3. Konstruktvalidität
- 4.4 Beziehungen zu anderen Konstrukten
- 4.5. Grenzen von Integrity Tests
- 5. Konstruktion eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität
- 5.1. Ziel der Untersuchung
- 5.2. Fragebogenentwicklung
- 5.3. Methode
- 5.4. Messinstrumente
- 5.5. Ergebnisse
- 5.6. Diskussion
- 6. Fazit und Ausblick
- 7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das Konzept der Kontraproduktivität im Kontext der Personalauswahl und strebt danach, Erklärungsansätze für kontraproduktives Verhalten von Mitarbeitern zu liefern. Der Fokus liegt dabei auf der Identifizierung individueller Merkmale als Ursache für derartiges Verhalten. Die Arbeit stützt sich auf Erkenntnisse aus der kriminologischen Forschung, insbesondere die Theorie von Gottfredson und Hirschi (1990), sowie auf die in den USA weit verbreiteten Integrity Tests, die zur Vorhersage kontraproduktiven Verhaltens entwickelt wurden.
- Definition und Abgrenzung von Kontraproduktivität
- Theorie der Selbstkontrolle nach Gottfredson und Hirschi
- Integrity Tests und ihre Anwendung in der Personalauswahl
- Entwicklung und Validierung eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität
- Beziehungen zwischen Kontraproduktivität, Selbstkontrolle und beruflicher Leistung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Kontraproduktivität am Arbeitsplatz ein und beschreibt die Schwerpunkte der Arbeit. Kapitel 2 definiert Kontraproduktivität und grenzt sie von verwandten Begriffen ab. Kapitel 3 stellt die Theorie der Selbstkontrolle von Gottfredson und Hirschi (1990) vor, die deviantes Verhalten durch mangelnde Selbstkontrolle erklärt. Kapitel 4 befasst sich mit Integrity Tests, ihrer Entwicklung und Validität sowie ihren Grenzen. Kapitel 5 beschreibt die Konstruktion eines Fragebogens zur Messung von Kontraproduktivität, die Ergebnisse einer empirischen Studie und die praktische Relevanz der Befunde. Das Kapitel 6 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.
Schlüsselwörter
Kontraproduktivität, Personalauswahl, Integrity Tests, Selbstkontrolle, deviantes Verhalten, Fragebogenentwicklung, Konstruktvalidität, berufliche Leistung.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Kontraproduktivität am Arbeitsplatz?
Kontraproduktivität bezeichnet schädliches Verhalten von Mitarbeitern, das die legitimen Interessen einer Organisation verletzt (z.B. Diebstahl, Mobbing, Dienst nach Vorschrift).
Was sind Integrity Tests?
Integrity Tests sind psychologische Testverfahren, die im Rahmen der Personalauswahl eingesetzt werden, um die Wahrscheinlichkeit für kontraproduktives Verhalten vorherzusagen.
Welche Rolle spielt die Theorie der Selbstkontrolle?
Nach Gottfredson und Hirschi ist mangelnde Selbstkontrolle eine stabile Eigenschaft, die sowohl kriminelles als auch kontraproduktives Verhalten erklärt.
Wie wird Kontraproduktivität gemessen?
Die Messung erfolgt meist über speziell entwickelte Fragebögen, die entweder direkt nach Einstellungen zu Fehlverhalten fragen oder Persönlichkeitsmerkmale erfassen.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kontraproduktivität und beruflicher Leistung?
Ja, die Arbeit untersucht die Beziehungen zwischen diesen Konstrukten und zeigt, wie mangelnde Integrität die Gesamtleistung mindert.
- Arbeit zitieren
- M. Sc. Alex Scherz (Autor:in), 2005, Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/60920