Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 war es Ziel der NSDAP, ihre Ideologie in der Bevölkerung zu verbreiten. Zur geistigen Indoktrinierung der Jugend bedienten sich die neuen Machthaber unter anderem des Schulsystems, wobei speziell der Sportunterricht zur körperlichen und charakterlichen Schülererziehung zweckdienlich modifiziert wurde. Den neu installierten „NS-Eliteschulen“ wurden in der nationalsozialistischen Nachwuchsausbildung eine besonders tragende Rolle zugedacht. Inwiefern sich diese besonderen Schultypen speziell in ihrer sportiven Unterrichtsgestaltung sowie in ihren Zielstellungen von den Regelschulen unterschieden, soll im Folgenden erläutert werden. Hierbei gilt es zu klären, ob die Leibeserziehung für das elitäre Erziehungssystem tatsächlich von konstitutiver Bedeutung war. Zuvor werden einleitend grundlegende Veränderungen des Schulalltages und schwerpunktmäßig des Schulsports an den Regelschulen dargestellt, um einen Vergleich mit den „Eliteschulen“ zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Gleichschaltung des Schulsystems und Rolle der Lehrerschaft
- III. Schulsportentwicklung an den Regelschulen
- IV. Eliteschulen im Nationalsozialismus und ihre schulsportlichen Besonderheiten
- 1. Nationalpolitischen Erziehungsanstalten
- 1.1 Leibeserziehung an den NPEA
- 2. Adolf-Hitler-Schulen
- 2.1 Leibeserziehung an den Adolf-Hitler-Schulen
- 1. Nationalpolitischen Erziehungsanstalten
- V. Vergleichende Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Leibeserziehung an „NS-Eliteschulen“, insbesondere an Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NPEA) und Adolf-Hitler-Schulen, im Vergleich zu Regelschulen während der NS-Zeit. Die Arbeit untersucht, inwiefern sich die Leibeserziehung an diesen Schulen von der an „normalen“ Schulen unterschied und welche Bedeutung sie im Rahmen der elitären Erziehung hatte.
- Gleichschaltung des deutschen Schulsystems und die Rolle der Lehrerschaft unter dem NS-Regime
- Entwicklung des Schulsportes an Regelschulen während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches
- Spezifische Besonderheiten der Leibeserziehung an NPEA und Adolf-Hitler-Schulen
- Vergleich der Leibeserziehung an „Eliteschulen“ und Regelschulen
- Die Rolle der Leibeserziehung im nationalsozialistischen Erziehungssystem
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Leibeserziehung an NS-Eliteschulen ein und erläutert die Ziele der Arbeit. Kapitel II beschreibt die Gleichschaltung des Schulsystems nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten, wobei der Schwerpunkt auf der Rolle der Lehrerschaft liegt. Kapitel III analysiert die Entwicklung des Schulsportes an Regelschulen während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches, um einen Vergleichsrahmen für die „Eliteschulen“ zu schaffen.
Schlüsselwörter
Die Hausarbeit befasst sich mit den Themen Leibeserziehung, Schulsport, Nationalsozialismus, Eliteschulen, Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NPEA), Adolf-Hitler-Schulen, Gleichschaltung, NS-Ideologie, körperliche und charakterliche Erziehung, Unterrichtsgestaltung, Zielstellungen, Regelschulen, Vergleich, konstitutive Bedeutung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bedeutung hatte der Sportunterricht in der NS-Erziehung?
Sport wurde instrumentalisiert, um die Jugend körperlich zu ertüchtigen und charakterlich im Sinne der NS-Ideologie zu indoktrinieren (Wehrhaftigkeit, Disziplin).
Was waren die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NPEA)?
Die NPEA (umgangssprachlich „Napolas“) waren Internatsschulen zur Ausbildung des politischen und militärischen Führungsnachwuchses im Nationalsozialismus.
Wie unterschieden sich Adolf-Hitler-Schulen von Regelschulen?
Diese Eliteschulen legten einen noch stärkeren Fokus auf die Leibeserziehung und die ideologische Auslese, während Regelschulen zwar gleichgeschaltet, aber weniger spezialisiert waren.
War Leibeserziehung an Eliteschulen wichtiger als kognitive Bildung?
Ja, für das elitäre Erziehungssystem war die körperliche Ausbildung von konstitutiver Bedeutung, da sie als Basis für Führungsqualitäten und Rassebewusstsein galt.
Was bedeutete „Gleichschaltung“ für das Schulsystem?
Die Gleichschaltung bedeutete die vollständige Anpassung der Lehrpläne, der Lehrerschaft und der Schulorganisation an die Ziele der NSDAP.
- Citar trabajo
- Sebastian Schliek (Autor), 2005, Leibeserziehung an 'NS-Eliteschulen': Adolf-Hitler-Schulen und Nationalpolitische Erziehungsanstalten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/59051