Einer Rechtfertigung für die Beschäftigung mit Friedrich Barbarossa, zweifellos einer der schillerndsten Erscheinungen des Mittelalters, bedarf es wohl kaum. Allein die ausufernde Literatur zu seiner Person deutet uns das Ausmaß seines Mythos an. Und so ist jede Arbeit, die sich seiner annimmt auch immer ein Versuch diese Faszination erklärlich zu machen, uns die Außergewöhnlichkeit dieser Figur begreiflich werden zu lassen. Im Rahmen dieser Arbeit soll dies im Zusammenhang mit der Königswahl Barbarossas geschehen. Es wird zu fragen sein, wie seine Herrschaft zustande kam; was beispielsweise den Ausschlag für seine Wahl gegeben hat oder welche Zugeständnisse eventuell dafür nötig waren. Es wird uns weiterhin interessieren, inwieweit die grundlegenden Weichenstellungen im Umfeld der Wahl das spätere Handeln Barbarossas bereits vorfestgelegt haben, welche Bedeutung ihnen zukommt. Dazu bietet es sich an die Arbeit in zwei Hauptteile zu unterscheiden. Einen ersten, der sich darum bemüht die Grundlagen für weitere Betrachtungen zu schaffen, sich also mit der Ausgangslage zum Zeitpunkt der Wahl, mit den Prinzipien der Herrschaft und mit der Person Barbarossas beschäftigt, sowie einen zweiten, der sich mit den Ereignissen der Wahl selbst befasst.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Ausgangssituation
- Friedrich von Schwaben - eine biographische Skizze
- Grundlagen der Herrschaft
- Freie Wahl
- Geblütsrecht
- Designation
- Erbrecht
- Die Wahlempfehlung durch Konrad III
- Die Wahl
- Ereignisse im Vorfeld
- Wahlakt in Frankfurt
- Krönung in Aachen
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Königswahl Friedrichs I. Barbarossas im Jahr 1152 und analysiert die Umstände seiner Machtübernahme. Es wird untersucht, wie die Herrschaft Barbarossas zustande kam, welche Faktoren seine Wahl beeinflussten und welche Zugeständnisse möglicherweise notwendig waren. Außerdem wird beleuchtet, inwieweit die Entscheidungen im Umfeld der Wahl das spätere Handeln Barbarossas prägten.
- Die politische und gesellschaftliche Situation im Heiligen Römischen Reich vor der Wahl Friedrichs I.
- Die Rolle der Freien Wahl, des Geblütsrechts, der Designation und des Erbrechts bei der Königswahl.
- Die Person Friedrichs I. Barbarossa, seine Herkunft, seine Fähigkeiten und sein Image.
- Die entscheidenden Ereignisse im Vorfeld und während der Wahl.
- Die Bedeutung der Königswahl für die spätere Herrschaft Friedrichs I. Barbarossa.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Bedeutung Friedrichs I. Barbarossas für die Geschichte des Mittelalters hervorhebt und die Zielsetzung der Untersuchung darlegt.
Kapitel 2 widmet sich der Ausgangssituation vor der Wahl. Es werden die Spannungen zwischen dem Geschlecht der Staufer und der Welfen, die Schwächen der Herrschaft Konrads III. und die schwierige politische Lage im Reich beleuchtet.
Kapitel 2.1 stellt Friedrich von Schwaben als potenziellen Nachfolger Konrads III. vor. Seine Verwandtschaftsverhältnisse, seine Fähigkeiten und seine Persönlichkeit werden anhand historischer Quellen erörtert.
Kapitel 3 befasst sich mit den allgemeinen Grundlagen der Herrschaftslegitimation im Heiligen Römischen Reich. Die Begriffe der Freien Wahl, des Geblütsrechts, der Designation und des Erbrechts werden erläutert und in ihren historischen Kontext gesetzt.
Kapitel 4 analysiert die Wahlempfehlung Konrads III. für seinen Neffen Friedrich. Die Hintergründe und Beweggründe dieser Entscheidung werden untersucht.
Kapitel 5 beschreibt die Wahl selbst, wobei auf die Ereignisse im Vorfeld, den Wahlakt in Frankfurt und die Krönung in Aachen eingegangen wird.
Die Arbeit endet mit einem Schluss, der die zentralen Ergebnisse zusammenfasst und weitere Forschungsansätze eröffnet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit widmet sich dem Thema der Königswahl Friedrichs I. Barbarossas im Jahr 1152 und beleuchtet dabei die verschiedenen Faktoren, die seine Machtübernahme ermöglichten. Zu den Schlüsselbegriffen gehören: Freie Wahl, Geblütsrecht, Designation, Erbrecht, Herrschaft, Legitimation, Staufer, Welfen, Konrad III., Friedrich I. Barbarossa, Reich, Italien, Rom, Kreuzzug.
Häufig gestellte Fragen
Wie kam Friedrich I. Barbarossa 1152 an die Macht?
Barbarossa wurde nach dem Tod Konrads III. durch die deutschen Fürsten in Frankfurt gewählt und anschließend in Aachen gekrönt.
Was sind die Grundlagen der Herrschaftslegitimation im Mittelalter?
Die Legitimation basierte auf einem Zusammenspiel aus der "Freien Wahl" durch die Fürsten, dem Geblütsrecht (Verwandtschaft), der Designation (Bestimmung durch den Vorgänger) und dem Erbrecht.
Warum wurde Barbarossa gegenüber dem Sohn Konrads III. bevorzugt?
Konrad III. designierte seinen Neffen Friedrich, da dieser als fähiger und in der Lage galt, den Konflikt zwischen Staufern und Welfen zu befrieden, während Konrads eigener Sohn noch minderjährig war.
Welche Rolle spielte der Konflikt zwischen Staufern und Welfen?
Dieser Konflikt prägte die Ausgangslage der Wahl massiv. Barbarossa, der mütterlicherseits welfisch und väterlicherseits staufisch war, galt als idealer Kompromisskandidat.
Welche Bedeutung hatte die Wahl für Barbarossas spätere Politik?
Die Weichenstellungen bei der Wahl, insbesondere die notwendigen Zugeständnisse an die Fürsten, beeinflussten maßgeblich sein späteres Handeln als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.
- Citar trabajo
- André Weikard (Autor), 2004, Die Königswahl Friedrich I. Barbarossas 1152, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58822