In dieser Arbeit sollen ausgewählte Manufakturstädte der Antike untersucht werden. Anhand der Quellenlage soll in der Folge ermittelt werden, ob diese Städte einem der Idealtypen von Max Weber zugeordnet werden können.
Der bekannte Soziologe lebte von 1864 bis 1920 und entwickelte im Rahmen seines mannigfaltigen Schaffens die Modelle der Konsumenten- und der Produzentenstadt. Diese Modelle sind eng verknüpft mit der umfangreichen Diskussion zwischen Modernismus und Primitivismus in Bezug auf die Wirtschaft im Imperium Romanum.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlegende Merkmale einer Stadt
- Konsumenten- und Produzentenstadt
- Beispiele für Manufakturstädte
- Tyros
- Tarsos
- Arretium
- Puteoli
- Alexandria
- Caesarea
- La Graufesenque
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit der Untersuchung ausgewählter Manufakturstädte der Antike. Ziel ist es, anhand der Quellenlage zu ermitteln, ob diese Städte einem der Idealtypen von Max Weber zugeordnet werden können. Die Arbeit setzt sich mit der Diskussion zwischen Modernismus und Primitivismus in Bezug auf die Wirtschaft im Imperium Romanum auseinander.
- Definition und Merkmale von Städten in der Antike
- Die Idealtypen der Konsumenten- und Produzentenstadt nach Max Weber
- Analyse von ausgewählten Manufakturstädten im Hinblick auf ihre ökonomische Funktion
- Bewertung der Quellenlage und der Möglichkeiten der Zuordnung zu Webers Idealtypen
- Diskussion der Rolle von Gewerbe und Handel im Imperium Romanum
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt das Thema und die Zielsetzung vor und skizziert die Relevanz der Thematik im Kontext der Diskussion über die Wirtschaft im Imperium Romanum.
- Grundlegende Merkmale einer Stadt: Dieses Kapitel definiert grundlegende Merkmale einer Stadt in der Antike und stellt die Arbeit von Frank Kolb zum Erscheinungsbild und zur Funktion von Städten im Imperium Romanum vor.
- Konsumenten- und Produzentenstadt: Dieses Kapitel stellt die Idealtypen der Konsumenten- und der Produzentenstadt nach Max Weber vor und diskutiert deren Relevanz für die Analyse von Städten in der Antike.
- Beispiele für Manufakturstädte: In diesem Kapitel werden verschiedene Manufakturstädte wie Tyros, Tarsos, Arretium, Puteoli, Alexandria, Caesarea und La Graufesenque vorgestellt und anhand der Quellenlage untersucht.
Schlüsselwörter
Manufakturstädte, Imperium Romanum, Max Weber, Konsumentenstadt, Produzentenstadt, Stadtdefinition, Gewerbe, Handel, Urbanisierung, Quellenlage, Primärquellen, Sekundärquellen, Wirtschaft, Antike, Modernismus, Primitivismus, Soziologie.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einer Konsumenten- und einer Produzentenstadt?
Nach Max Weber ist eine Konsumentenstadt durch den Verbrauch von Renten (z. B. Grundrenten) geprägt, während eine Produzentenstadt ihren Lebensunterhalt primär durch Gewerbe und Handel bestreitet.
Welche antiken Städte werden als Beispiele für Manufakturstädte untersucht?
Die Arbeit analysiert unter anderem Tyros, Tarsos, Arretium, Puteoli, Alexandria, Caesarea und La Graufesenque.
Was besagt die Diskussion zwischen Modernismus und Primitivismus?
Es geht um die Frage, ob die antike Wirtschaft bereits moderne Züge (Handel, Massenproduktion) aufwies oder auf einem sehr einfachen, agrarisch geprägten Niveau verblieb.
Welche Rolle spielt die Keramikproduktion in Arretium?
Arretium ist ein klassisches Beispiel für eine Stadt mit bedeutenden Manufakturen (Terra Sigillata), die auf überregionalen Export ausgerichtet waren.
Lassen sich antike Städte eindeutig Webers Idealtypen zuordnen?
Die Arbeit prüft anhand der Quellenlage, inwieweit diese soziologischen Modelle auf die komplexe Realität des Imperium Romanum anwendbar sind.
- Quote paper
- Rudi Loderbauer (Author), 2006, Ausgewählte Manufakturstädte im Imperium Romanum - Konsumenten- oder Produzentenstädte nach Max Weber ?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58361