Das bürgerliche Trauerspiel entstand im 18. Jahrhundert mit der Emanzipation des Bürgertums und der Auflehnung der Ständeklausel. In Schillers "Kabale und Liebe" werden Standes- und Moralunterschiede zwischen dem Bürgertum und dem Adel thematisiert. Was aber zeichnet dieses Drama als ein bürgerliches Trauerspiel aus? Die Liebesbeziehung des sozial und familiär ungleichen Paares sowie deren Beziehungen mit ihren Eltern werden in dieser Arbeit aufgegriffen und unter dem Aspekt des bürgerlichen Trauerspiels analysiert. Auch die Sprache der Dramenfiguren wird auf ihre Funktion hin untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels
- Literaturgeschichtliche Entwicklung im Überblick
- Definition des bürgerlichen Trauerspiels
- Intention und Wirkung
- Die gesellschaftlichen Verhältnisse im 18. Jahrhundert und in „Kabale und Liebe“
- Moral- und Wertvorstellungen am absolutistischen Hof
- Machenschaften und Moralität der feudalen Mächte in „Kabale und Liebe“
- Ferdinand als Gegner des feudalen Systems
- Darstellung der bürgerlichen Lebenswelt
- Typisches Motiv der Vaterbindung
- Luise Millerin, das bürgerliche Mädchen
- Moral- und Wertvorstellungen am absolutistischen Hof
- Das tragische Geschehen
- Das Scheitern der absoluten Liebe
- Dramatische Sprache der Liebenden
- Die Korruption der bürgerlichen Moral
- Lebendigkeit der bürgerlichen Sprache in „Kabale und Liebe“
- Schillers Intentionen in seinem Trauerspiel
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Schillers „Kabale und Liebe“ als bürgerlichem Trauerspiel. Sie untersucht die Entwicklung dieser Gattung, die sich aus den gesellschaftlichen Verhältnissen des 18. Jahrhunderts speist. Dabei werden die moralischen und standesbedingten Unterschiede zwischen Adel und Bürgertum analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der tragischen Hauptfiguren Luise Millerin und Ferdinand, wobei ihre familiäre und soziale Einbindung sowie ihre Liebesbeziehung im Mittelpunkt stehen. Schließlich werden die Intentionen Schillers in seinem Trauerspiel beleuchtet.
- Die Entwicklung der Gattung des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert
- Der Konflikt zwischen Adel und Bürgertum und dessen Auswirkungen auf die Lebenswelt der Figuren
- Das Scheitern der Liebe in „Kabale und Liebe“ und seine tragischen Folgen
- Die Rolle der dramatischen Sprache in der Darstellung der Figuren und Konflikte
- Schillers Intentionen in der Gestaltung des Trauerspiels und seine Botschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und skizziert den Aufbau der Ausführungen.
- Die Gattung des bürgerlichen Trauerspiels: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der Gattung des bürgerlichen Trauerspiels im 18. Jahrhundert. Es werden wichtige Merkmale und Definitionen erörtert.
- Die gesellschaftlichen Verhältnisse im 18. Jahrhundert und in „Kabale und Liebe“: Dieses Kapitel analysiert die gesellschaftlichen Verhältnisse des 18. Jahrhunderts, insbesondere die moralischen und standesbedingten Unterschiede zwischen Adel und Bürgertum. Die Darstellung der feudalen Machenschaften und die Herausstellung von Ferdinands Opposition gegen das feudale System stehen im Vordergrund.
- Das tragische Geschehen: Dieses Kapitel beleuchtet das tragische Geschehen in „Kabale und Liebe“. Das Scheitern der absoluten Liebe und die Korruption der bürgerlichen Moral stehen im Mittelpunkt. Dabei wird auch die Rolle der dramatischen Sprache in der Gestaltung der Figuren und Konflikte untersucht.
- Lebendigkeit der bürgerlichen Sprache in „Kabale und Liebe“: Dieses Kapitel untersucht die Lebendigkeit der bürgerlichen Sprache in „Kabale und Liebe“ und ihre Rolle in der Darstellung der Figuren und Konflikte.
- Schillers Intentionen in seinem Trauerspiel: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den Intentionen Schillers in „Kabale und Liebe“. Es wird untersucht, welche Botschaften und Kritikpunkte er mit seinem Werk zum Ausdruck bringen möchte.
Schlüsselwörter
Bürgerliches Trauerspiel, Gattung, Literaturgeschichte, 18. Jahrhundert, gesellschaftliche Verhältnisse, Adel, Bürgertum, Moral, Stand, Liebe, Familie, Tragödie, Sprache, Ferdinand, Luise Millerin, Schiller, Intention, Kritik.
Häufig gestellte Fragen zu Schillers "Kabale und Liebe"
Was kennzeichnet „Kabale und Liebe“ als bürgerliches Trauerspiel?
Es thematisiert den unlösbaren Konflikt zwischen den Standesgrenzen des Adels und der Moral des Bürgertums sowie das tragische Scheitern einer privaten Liebesbeziehung.
Welche Moralunterschiede werden im Drama deutlich?
Dem korrupten, machtorientierten Leben am absolutistischen Hof steht die tugendhafte, aber oft auch enge Lebenswelt des Bürgertums gegenüber.
Warum scheitert die Liebe zwischen Ferdinand und Luise?
Die Liebe scheitert an den gesellschaftlichen Kabalen (Intrigen) des Adels und der Unfähigkeit der Liebenden, sich von ihren familiären und sozialen Bindungen zu befreien.
Welche Rolle spielt die Sprache der Figuren?
Die Sprache dient zur Charakterisierung der Stände: Die lebendige bürgerliche Sprache kontrastiert mit der gekünstelten oder korrupten Ausdrucksweise der feudalen Mächte.
Was war Schillers Intention mit diesem Trauerspiel?
Schiller wollte die Missstände des absolutistischen Systems kritisieren und die moralische Überlegenheit des Bürgertums bei gleichzeitigem Aufzeigen seiner tragischen Ohnmacht darstellen.
Wie wird das Motiv der Vaterbindung dargestellt?
Sowohl Luise als auch Ferdinand stehen in einem starken Spannungsverhältnis zu ihren Vätern, was den Konflikt zwischen individueller Freiheit und familiärer Pflicht verschärft.
- Arbeit zitieren
- Kader Aki (Autor:in), 2003, Schillers 'Kabale und Liebe' als bürgerliches Trauerspiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57400