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Das Scheitern des EU-Verfassungsvertrages - Krise der europäischen Integration oder Chance zur Stärkung im europäischen Einigungsprozess?

Title: Das Scheitern des EU-Verfassungsvertrages - Krise der europäischen Integration oder Chance zur Stärkung im europäischen Einigungsprozess?

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Stamm (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Nach dem Scheitern des EU-Verfassungsvertrages durch das Ablehnen Frankreichs und der Niederlande wird deutlich: der europäische Integrationsprozess hat einen schweren Schlag erlitten. Die noch ausstehenden Referenden wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Dadurch nimmt unter den Bürgerinnen und Bürgern der Mitgliedsstaaten, zusätzlich durch das Scheitern des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs am 16./17. Juni verunsichert, die europaskeptische Haltung zu. Diese Ablehnung gegenüber des EU-Verfassungsvertrages begründet sich letztlich auch aus der schnellen Erweiterung nach Osten, den Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und der weltweiten Globalisierung. Es wird deutlich, dass die Bevölkerung mehr denn je in den Prozess der Weiterentwicklung des europäischen Einigungswerkes einbezogen werden will.
Es stellt sich daher die Frage, ob die gescheiterte Europäische Verfassung eine Krise der europäischen Integration darstellt, oder ob sie vielmehr eine Chance zur Stärkung der Bürgerbeteiligung im europäischen Einigungsprozess ist. Dazu sollen zunächst im Theorieteil die Funktionen des Verfassungsvertrages und die Integrationspolitik seit den 50er Jahren sowie die Integrationstheorien erörtert werden. Anschließend soll die Frage geklärt werden, ob der Integrationsprozess durch das Scheitern der Verfassung zum Stillstand gekommen ist oder ob die Entscheidung der Bürger gegen eine Verfassung eine Stärkung der Bürgerbeteiligung und somit eine Chance zu weiterer Integration darstellt. Im Fazit soll zusammengefasst dargestellt werden, dass es für die zukünftige Vorgehensweise der europäischen Politik notwendig ist, Entscheidungsprozesse transparenter zu gestalten, Vertrauen zu schaffen und einen kritischen öffentlichen Dialog zu fördern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionen der Verfassung

3. Die Integrationspolitik der EU

3.1 Integrationspolitik seit den 50er Jahren

3.2 Integrationstheorien

3.2.1 Föderalismus

3.2.2 Intergouvernementalismus

3.2.3 (Neo)Funktionalismus

4. Das Scheitern der Verfassung - Stillstand des Integrationsprozesses?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Scheitern des EU-Verfassungsvertrages infolge der Referenden in Frankreich und den Niederlanden als substanzielle Krise der europäischen Integration zu werten ist oder ob es eine Chance bietet, die Bürger stärker in den europäischen Einigungsprozess einzubeziehen.

  • Analyse der Funktionen einer europäischen Verfassung
  • Historischer Überblick über die europäische Integrationspolitik seit den 1950er Jahren
  • Gegenüberstellung zentraler Integrationstheorien (Föderalismus, Intergouvernementalismus, Neofunktionalismus)
  • Diskussion über Transparenz, demokratische Legitimation und Bürgerbeteiligung
  • Einfluss von Globalisierung und EU-Erweiterungen auf das europäische Integrationsverständnis

Auszug aus dem Buch

3.2 Integrationstheorien

„Integration wird in der Regel verstanden als die friedliche und freiwillige Annäherung bzw. Zusammenführung von Gesellschaften, Staaten und Volkswirtschaften über bislang bestehende Grenzen hinweg.“3

Bezüglich der europäische Integration, die seit 50 Jahren voranschreitet, spielen drei Konzepte eine wichtige Rolle: der Föderalismus, der Intergouvernementalismus und der (Neo)Funktionalismus. Wie oben bereits erwähnt standen sich nach dem Zweiten Weltkrieg die zwei Ansätze Funktionalismus und Intergouvernementalismus gegenüber.

3.2.1 Föderalismus Die Grundidee des Föderalismus stellen die Werke von Immanuel Kant oder die „Federalist Papers“ dar. Die Motive dieses Konzeptes stellen Frieden, Demokratie und Idealismus dar. Ziel dieses Ansatzes ist es, einen europäischen Bundesstaat zu schaffen, in dessen Verfassung die Prinzipien gemeinsamer Grundrechte und –werte, eine vertikale und horizontale Gewaltenteilung demokratischer Institutionen und das Prinzip der Subsidiarität verankert sind. Dadurch wird die Vielfalt gewahrt und gleichzeitig die Einheit gesichert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der gescheiterten Referenden und definiert die Forschungsfrage, ob dieses Scheitern eine Krise oder eine Chance für die Bürgerbeteiligung darstellt.

2. Funktionen der Verfassung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und Zielsetzungen einer Verfassung für die EU sowie den Zusammenhang mit dem europäischen Rechtsstaatsverständnis.

3. Die Integrationspolitik der EU: Es wird die historische Entwicklung der europäischen Integration seit den 50er Jahren dargelegt und die wesentlichen theoretischen Ansätze (Föderalismus, Intergouvernementalismus, Neofunktionalismus) werden analysiert.

4. Das Scheitern der Verfassung - Stillstand des Integrationsprozesses?: Hier wird kritisch diskutiert, inwiefern die aktuelle Situation den Integrationsprozess gefährdet oder als Anstoß für notwendige Reformen und einen vertieften Dialog mit den Bürgern fungieren kann.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von mehr Transparenz und einem öffentlichen Dialog für den weiteren europäischen Einigungsprozess.

Schlüsselwörter

Europäische Union, EU-Verfassungsvertrag, europäische Integration, Integrationspolitik, Föderalismus, Intergouvernementalismus, Neofunktionalismus, Referendum, Bürgerbeteiligung, demokratische Legitimation, Rechtsstaat, europäische Öffentlichkeit, EU-Osterweiterung, Politische Union, Vertrag von Maastricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Folgen des gescheiterten EU-Verfassungsvertrages und der Frage, ob dies den europäischen Einigungsprozess zum Stillstand bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Integrationspolitik der EU, die verschiedenen theoretischen Integrationsmodelle sowie das Verhältnis zwischen europäischer Politik und den Bürgern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Ablehnung der Verfassung lediglich eine Krise darstellt oder die Chance bietet, Demokratie und Bürgerbeteiligung in Europa zu stärken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse der Integrationstheorien vorgenommen, ergänzt durch eine Untersuchung der historischen Entwicklungsschritte der EU.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Funktionen einer Verfassung, die historische Politikentwicklung, die Erläuterung der Integrationstheorien sowie eine kritische Debatte über das Scheitern des Vertrags.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Integration, Verfassung, Bürgerbeteiligung, Föderalismus, Intergouvernementalismus und EU-Erweiterung.

Warum wird die österreichische Rechtsordnung als Beispiel angeführt?

Sie dient als Vorbild für eine knappe, übersichtliche Verfassungsstruktur, die helfen könnte, die Barriere zwischen komplexen EU-Entscheidungen und den Bürgern abzubauen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Regionen?

Regionen nehmen im Verfassungsvertrag eine Schlüsselstellung ein und ihr Einbezug könnte das Vertrauen der Bürger in die Europäische Union stärken.

Welche Rolle spielt die EU-Osterweiterung bei der Ablehnung der Verfassung?

Die Osterweiterung löste in einigen westlichen Mitgliedsstaaten Ängste vor Arbeitsplatzverlust und Identitätsverlust aus, was indirekt zur Ablehnung des Verfassungsvertrages beitrug.

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Details

Title
Das Scheitern des EU-Verfassungsvertrages - Krise der europäischen Integration oder Chance zur Stärkung im europäischen Einigungsprozess?
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät - Lehrstuhl für Politikwissenschaft)
Course
Europäische Zivilgesellschaft
Grade
2,0
Author
Julia Stamm (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V56202
ISBN (eBook)
9783638509534
ISBN (Book)
9783656790532
Language
German
Tags
Scheitern EU-Verfassungsvertrages Krise Integration Chance Stärkung Einigungsprozess Europäische Zivilgesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Stamm (Author), 2005, Das Scheitern des EU-Verfassungsvertrages - Krise der europäischen Integration oder Chance zur Stärkung im europäischen Einigungsprozess?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56202
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