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Die rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung im B2B-Bereich

Title: Die rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung im B2B-Bereich

Seminar Paper , 2005 , 38 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Katrin Mack (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung speziell für den Bereich B2B behandelt. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die rechtliche Handhabung in den Bereichen B2B und B2C völlig identisch ist. Ob jedoch die Anwendung eines Werbevergleichs im B2B Bereich sinnvoll ist, muss anhand der speziellen Eigenschaften des Wettbewerbs in diesem Bereich betrachtet werden.
Als Einstieg in das Thema wird im folgenden Teil der Einleitung die Entstehung des §6 UWG, der die vergleichende Werbung gesetzlich regelt, kurz umrissen. Anschließend werden relevante Grundbegriffe definiert. Der Hauptteil stellt die verschiedenen Arten der vergleichenden Werbung dar. Jede Form der vergleichenden Werbung wird dabei zunächst kurz definiert. Nachfolgend wird untersucht ob oder wann sie zum sachlichen Anwendungsbereich des §6 UWG zählt. Die Relevanz dieser Art des Werbevergleichs im B2B-Bereich wird anschließend anhand Backhaus` Geschäftstypen erläutert, bevor ein Beispiel und ein beispielhaftes Urteil alles veranschaulichen. Obwohl der Bereich der gewerblichen Dienstleistungen auch zum B2B-Bereich zu zählen ist, wird diese Branche aufgrund spezieller Eigenarten ausgegrenzt. Die Beispiele sind aus Gründen der Verständlichkeit bewusst aus dem Bereich des Industriegütermarketings gewählt. Nachdem geklärt wurde welche Arten von Werbevergleichen es gibt, stellt der vierte Teil der Arbeit die Unzulässigkeitsvoraussetzungen vor. Diese sind in §6 Abs. 2, 3 UWG aufgeführt und verbieten Werbevergleiche, die den dort genannten Anforderungen nicht entsprechen. Hierbei wird auf die Behandlung von Testergebnissen bei vergleichender Werbung verzichtet. Anschließend wird kurz umrissen wer im Falle eines Rechtsstreits wegen Werbevergleichen die Beweislast zu tragen hat und welche Rechtsfolgen entstehen. Die darauf folgende Übersicht ermöglicht es anhand einer Checkliste zu überprüfen, ob ein Vergleich rechtlich zulässig ist. Da die Zulässigkeit jedoch nicht gleichzeitig bedeutet, dass ein Vergleich in jedem Fall sinnvoll ist, wird auch dieser Aspekt in der Checkliste berücksichtigt. Die abschließende Zusammenfassung stellt die Ergebnisse der Ausarbeitung dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Historische Entwicklung des §6 UWG

2 Grundlagen

2.1 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

2.2 Vergleichende Werbung

2.3 B2B-Bereich

2.3.1 Definition

2.3.2 Marketing im B2B-Bereich

3 Arten von vergleichender Werbung

3.1 Kritisierende vergleichende Werbung

3.2 Anlehnende vergleichende Werbung

3.3 Persönlich vergleichende Werbung

3.4 Alleinstellungs- und Spitzengruppenbehauptung

3.5 Eigenvergleich

3.6 Allgemeiner Vergleich

3.7 Aufforderung zum Vergleich

4 Unzulässigkeitsvoraussetzungen

4.1 Waren und Dienstleistungen (§6 Abs. 2 Nr. 1 UWG)

4.2 Voraussetzungen des Eigenschaftsvergleichs (§6 Abs. 2 Nr. 2 UWG)

4.3 Herbeiführung von Verwechslungen (§6 Abs. 2 Nr. 3 UWG)

4.4 Rufausbeutung und Rufbeeinträchtigung (§6 Abs. 2 Nr. 4 UWG)

4.5 Herabsetzung oder Verunglimpfung (§6 Abs. 2 Nr. 5 UWG)

4.6 Darstellung als Imitation oder Nachahmung (§6 Abs. 2 Nr. 6 UWG)

4.7 Besonderer Preisvergleich (§6 Abs. 3 UWG)

5 Beweislast und Rechtsfolgen

6 Übersicht zur Zulässigkeit von Werbevergleichen

7 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen für vergleichende Werbung innerhalb des B2B-Sektors und untersucht, unter welchen Voraussetzungen solche Werbevergleiche in den verschiedenen Geschäftstypen des Industriegütermarketings sinnvoll und wettbewerbsrechtlich zulässig sind.

  • Gesetzliche Grundlagen des §6 UWG
  • B2B-Marketing-Besonderheiten
  • Typologie vergleichender Werbung
  • Unzulässigkeitsvoraussetzungen für Werbevergleiche
  • Praktische Anwendung und Checkliste für Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.1 Kritisierende vergleichende Werbung

Bei der kritisierenden vergleichenden Werbung vergleicht ein Hersteller sein Produkt oder seine Dienstleistung mit der seines Konkurrenten. Dabei werden die Vorzüge des eigenen Produkts hervorgehoben und gleichzeitig auf eine schlechtere Leistung des Mitbewerbers hingewiesen.

Da die Regelung der kritisierenden vergleichenden Werbung das Hauptanliegen von 97/55/EG und den nationalen Bestimmungen ist, wird dieser Fall von §6 UWG erfasst. Unter Beachtung der in Abs. 2 des Paragraphen genannten Bestimmungen sind solche Werbevergleiche zulässig.

Aufgrund der besonderen Marktstruktur im Anlagengeschäft, bei der einem Unternehmen nur wenig potentielle Kunden gegenüberstehen, macht es Sinn auf kritisierende Werbevergleiche zurückzugreifen. Es ist davon auszugehen, dass die wenigen Konkurrenten ebenfalls bei potentiellen Kunden werben. Daher bedarf es einer Hervorhebung der Vorteile des Produktes oder der Dienstleistung gegenüber dem Konkurrenzangebot, vor allem in der vorvertraglichen Phase. Die oft hohe technische Komplexität der Anlagen erleichtert es jedoch nicht einen aussagekräftigen Slogan zu finden, der jedem potentiellen Käufer den entscheidenden Vorteil sofort ersichtlich macht. Handelt es sich um Sonderanfertigungen macht ein Werbevergleich mit dem Produkt der Konkurrenz keinen Sinn, da dieses zum Zeitpunkt der Werbung nicht existiert. Hier sollte der Hersteller mit zusätzlich angebotenen Dienstleistungen, wie zum Beispiel Wartung oder Finanzierung werben. Da die potentiellen Käufer über einen sehr hohen Sachverstand verfügen, muss im Gegensatz zum B2C Marketing genau überlegt werden, welche Eigenschaften des eigenen Produkts von den beworbenen Unternehmen als stichhaltig und informativ betrachtet werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Definiert das Problem, die Zielsetzung und die historische Entwicklung des §6 UWG, der die vergleichende Werbung gesetzlich regelt.

2 Grundlagen: Erläutert das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), den Begriff der vergleichenden Werbung sowie die Besonderheiten des B2B-Bereichs und des dortigen Marketings.

3 Arten von vergleichender Werbung: Detailliert verschiedene Formen des Werbevergleichs wie kritisierende, anlehnende oder persönlich vergleichende Werbung und deren Anwendbarkeit im B2B-Bereich.

4 Unzulässigkeitsvoraussetzungen: Untersucht die gesetzlich normierten Voraussetzungen in §6 Abs. 2 und 3 UWG, die bei Nichtbeachtung zu einer Unzulässigkeit von Werbevergleichen führen.

5 Beweislast und Rechtsfolgen: Klärt die Frage der Beweislastverteilung bei Wettbewerbsstreitigkeiten und zeigt die rechtlichen Konsequenzen bei unzulässiger Werbung auf.

6 Übersicht zur Zulässigkeit von Werbevergleichen: Bietet eine praktische Checkliste, mit der Unternehmen prüfen können, ob ein Werbevergleich im Einzelfall sinnvoll und zulässig ist.

7 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Chancen und Risiken von vergleichender Werbung für Unternehmen.

Schlüsselwörter

Vergleichende Werbung, B2B-Bereich, UWG, §6 UWG, Industriegütermarketing, Unlauterer Wettbewerb, Werbevergleich, Anlagengeschäft, Zuliefergeschäft, Produktgeschäft, Systemgeschäft, Markttransparenz, Rechtsfolgen, Wettbewerbsrecht, Marketing

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung, speziell mit dem Fokus auf den Business-to-Business (B2B) Bereich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die gesetzlichen Vorgaben des §6 UWG, die verschiedenen Formen der vergleichenden Werbung und deren spezifische Anwendbarkeit in den verschiedenen Geschäftstypen des Industriegütermarketings.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob vergleichende Werbung im B2B-Bereich ein sinnvolles Instrument darstellt und unter welchen strengen rechtlichen Voraussetzungen ihre Anwendung zulässig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Rechtsanalyse unter Einbeziehung relevanter Gesetze (UWG), EU-Richtlinien sowie beispielhafter Gerichtsurteile des Bundesgerichtshofs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung der Arten von vergleichender Werbung sowie eine detaillierte Prüfung der Unzulässigkeitsvoraussetzungen gemäß §6 UWG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind unter anderem vergleichende Werbung, B2B-Bereich, UWG, Industriegütermarketing, Unlauterer Wettbewerb und Rechtsfolgen.

Wird zwischen B2B und B2C rechtlich unterschieden?

Nein, die rechtliche Handhabung der vergleichenden Werbung ist laut Arbeit in den Bereichen B2B und B2C völlig identisch.

Warum ist das Anlagengeschäft ein spezieller Fall?

Im Anlagengeschäft spielen wegen der hohen technischen Komplexität und oft kundenspezifischer Sonderanfertigungen andere Werbeformen eine Rolle als im standardisierten Produktgeschäft.

Warum wird im Anlagengeschäft von Eigenvergleichen abgeraten?

Weil der Vergleich mit einem eigenen Vorgängerprodukt die Gefahr birgt, beim Kunden das Gefühl einer Fehlinvestition zu wecken, was die Kundenbindung gefährden könnte.

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Details

Title
Die rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung im B2B-Bereich
College
Heilbronn University of Applied Sciences  (Wirtschaft)
Course
Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung
Grade
1,3
Author
Katrin Mack (Author)
Publication Year
2005
Pages
38
Catalog Number
V55815
ISBN (eBook)
9783638506748
ISBN (Book)
9783638651578
Language
German
Tags
Rahmenbedingungen Werbung B2B-Bereich Studiengang Betriebswirtschaft Unternehmensführung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Mack (Author), 2005, Die rechtlichen Rahmenbedingungen der vergleichenden Werbung im B2B-Bereich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55815
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