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Utilitarismus und sein Bezug zur Pädagogik

Title: Utilitarismus und sein Bezug zur Pädagogik

Term Paper , 2006 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Peter Sperling (Author)

Pedagogy - General
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In der vorliegenden Arbeit stelle ich die Grundzüge des Utilitarismus dar und setze sie in Bezug zur Pädagogik. Dabei ist das Kapitel Utilitarismus der darstellende Teil. In diesem führe ich wichtige Begriffe aus, deren Inhalt für das folgende Kapitel Utilitarismus und Pädagogik von Bedeutung ist. Eine umfassende und vollständige Darstellung des Utilitarismus und all seiner Varianten würde den Rahmen der Hausarbeit sprengen und ist hier auch nicht das Ziel. Das Kapitel Utilitarismus und Pädagogik setzt den Utilitarismus in Bezug zur Pädagogik. Bei meinen Recherchen bin ich kaum auf Literatur gestoßen, die sich primär mit den Zusammenhängen zwischen Pädagogik und Utilitarismus befasst. Meine Erkenntnisse stammen daher hauptsächlich entweder aus allgemein gehaltenen Werken, welche die Thematik am Rande ansprechen, aus Werken, die andere praktische Anwendungen des Utilitarismus behandeln, welche auf die vorliegende Aufgabenstellung übertragen werden können, oder sind eigene Schlussfolgerungen. Zusätzlich ziehe ich im letzten Kapitel ein Fazit, in dem ich abwäge, welche Vorteile eine utilitaristische Pädagogik und ein utilitaristisches Bildungssystem haben und worin die Grenzen bestehen.

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Inhaltsverzeichnis

A Vorangehende Anmerkungen

B Utilitarismus

B.1 Einordnung des Utilitarismus in die Ethik als Teilgebiet der Philosophie

B.2 Historische Entwicklung des Utilitarismus

B.3 Begrifflichkeiten

B.3.1 Teleologie

B.3.2 Konsequentialismus

B.3.2.1 Konsequentialismus Allgemein

B.3.2.2 Konsequentialismus im Utilitarismus

B.3.3 Maximierungsprinzip

B.3.4 Ein-Gut-Axiologie

B.3.5 Universalität

B.3.6 Der ethische Egoismus

B.3.7 Präferenzutilitarismus

B.3.8 Handlungsutilitarismus und Regelutilitarismus

B.3.9 Durchschnittsnutzenutilitarismus

B.3.10 Das Menschenbild im Utilitarismus

C Utilitarismus und Pädagogik

C.1 Bezug des Utilitarismus zu praktischen Anwendungsgebieten allgemein

C.2 Bezug des Utilitarismus zur Bildungspolitik

C.3 Wie sieht eine utilitaristische Pädagogik aus?

C.4 Utilitaristische Züge des aktuellen Bildungsplans

C.5 Vermittlung von Ethik

C.5.1 Vermittlung von Ethik im Unterricht

C.5.2 Der heimliche Lehrplan

C.5.3 Mediatoren und Streitschlichterprogramme

D Fazit – Inwieweit kann der Utilitarismus eine sinnvolle Grundlage für die Pädagogik sein?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundzüge des Utilitarismus und setzt diese in einen kritischen Bezug zur aktuellen Pädagogik sowie zu Bildungssystemen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit der Frage, inwiefern der Utilitarismus als normative ethische Grundlage für pädagogisches Handeln dienen kann und wo hierbei die Grenzen einer solchen reduktionistischen Perspektive liegen.

  • Systematische Darstellung der utilitaristischen Prinzipien (Konsequentialismus, Maximierungsprinzip, Ein-Gut-Axiologie).
  • Analyse des Menschenbildes im Utilitarismus im Hinblick auf pädagogische Freiheits- und Bildungsbegriffe.
  • Untersuchung utilitaristischer Tendenzen in der aktuellen Bildungspolitik und der Gestaltung von Bildungsplänen.
  • Reflektion über die Vermittlung von Ethik im schulischen Kontext und die Rolle des „heimlichen Lehrplans“.

Auszug aus dem Buch

B.3.6 Der ethische Egoismus

Außerhalb des Angelsächsischen Bereiches steht der Utilitarismus meist für egoistisches Verhalten. Dies ist größtenteils in der Geschichte und Wortbedeutung begründet. Es besteht allerdings ein Unterschied zwischen dem Utilitarismus und einem bloßen eigennützigen Denken: Der Utilitarist schätzt die Folgen seines Handelns in der Zukunft bezüglich aller Betroffenen ein, der Egoist tut dies nur bezüglich sich selbst und seine eigene Lebensspanne. Der Utilitarist denkt zwar auch an seinen persönlichen Nutzen, sieht ihn aber lediglich als kleinen Bestandteil des Gesamtnutzens.

Der Nutzen von Handlungen für sich selbst und für Nahestehende ist wesentlich besser abschätzbar als der Nutzen für die gesamte Gesellschaft empfindungsfähiger Wesen. Daher könnten gegebenenfalls aus utilitaristischer Sicht auch auch eigennützige Handlungen angebracht sein.

Unterschiede zwischen Egoismus und Utilitarismus bestehen in der Axiologie und in der Verallgemeinerung. So ist der Egoismus nicht an einen eindimensionalen Maßstab gebunden. Statt Glück oder Nutzen kommen bei ihm auch andere Werte in Frage. Auch hat der Egoist nicht den Anspruch, sein Handeln habe für alle zu gelten. Ein Utilitarist hingegen möchte seine moralische Position als allgemeingültig angesehen haben.

Vom Egoismus ist weiterhin ist der verallgemeinernde Egoismus (ethischer Egoismus) zu unterscheiden. Dieser hat das Bestreben, seine Philosophie als eine moralische Position verstanden zu wissen. Im ethischen Egoismus werden zwei Formen differenziert, eine starke und eine schwache. Sie unterscheiden sich dadurch, dass die starke Form die Verpflichtung und die andere nur die Berechtigung zur Maximierung des eigenen Nutzens sieht. (Vgl. Birnbacher: 2002, S. 96 ff)

Zusammenfassung der Kapitel

B Utilitarismus: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in die Konzepte der utilitaristischen Ethik, wobei insbesondere die teleologische Struktur und das Maximierungsprinzip erläutert werden.

C Utilitarismus und Pädagogik: Hier erfolgt die Anwendung der utilitaristischen Prinzipien auf das pädagogische Feld, wobei kritisch hinterfragt wird, inwiefern Bildungspolitik heute utilitaristischen Nützlichkeitsdenken folgt.

D Fazit – Inwieweit kann der Utilitarismus eine sinnvolle Grundlage für die Pädagogik sein?: Das Fazit abwägt, dass der Utilitarismus zwar Effizienz und Struktur bietet, jedoch aufgrund seiner reduktionistischen Sicht auf den Menschen als reines „Nutzenbündel“ pädagogischen Idealen der Persönlichkeitsentwicklung widersprechen kann.

Schlüsselwörter

Utilitarismus, Pädagogische Ethik, Konsequentialismus, Teleologie, Bildungsplan, Bildungsstandards, Ethikvermittlung, Ethischer Egoismus, Menschenbild, Nützlichkeitsprinzip, Handlungsutilitarismus, Regelutilitarismus, Pädagogik, Effizienzorientierung, Normative Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die ethische Strömung des Utilitarismus und hinterfragt deren Übertragbarkeit auf pädagogische Kontexte und schulische Bildungsprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung und begriffliche Definition des Utilitarismus, seine Auswirkungen auf Bildungspolitik, Lehrplangestaltung sowie die Vermittlung ethischer Kompetenz in Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, eine theoretische Brücke zwischen utilitaristischer Philosophie und Pädagogik zu schlagen und zu prüfen, ob die Prinzipien des Utilitarismus eine sinnvolle Basis für die Erziehung bilden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit philosophischen und pädagogischen Fachquellen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Begriffsanalyse des Utilitarismus und einen Anwendungsteil, der sich mit der Vermittlung von Ethik, dem heimlichen Lehrplan und utilitaristischen Tendenzen im Schulalltag befasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Utilitarismus, Konsequentialismus, Pädagogische Ethik, Bildungspolitik, Bildungsstandards und pädagogische Urteilsbildung.

Inwieweit spielt der aktuelle Bildungsplan eine Rolle für die Argumentation?

Der Bildungsplan 2004 wird als Beispiel herangezogen, um zu illustrieren, wie durch die Einführung von Lernzielen und Bildungsstandards utilitaristische Messbarkeitskriterien Einzug in die Schule gehalten haben.

Was bedeutet der Begriff "heimlicher Lehrplan" in diesem Kontext?

Der heimliche Lehrplan bezeichnet Verhaltensmuster und soziale Normen, die Schüler im Schulalltag neben den expliziten Lerninhalten erwerben, um sich innerhalb des institutionellen Systems zu behaupten.

Warum wird der Utilitarismus als für die Pädagogik problematisch erachtet?

Die Arbeit argumentiert, dass der Utilitarismus den Menschen primär als „Nutzenbündel“ betrachtet und damit den ganzheitlichen Bildungsanspruch sowie die Würde und Freiheit des Individuums gegenüber der gesellschaftlichen Effizienz vernachlässigen könnte.

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Details

Title
Utilitarismus und sein Bezug zur Pädagogik
College
Karlsruhe University of Education
Course
Wissenschaftliche Hausarbeit im Seminar 1.17, Pädagogische Ethik
Grade
2,0
Author
Peter Sperling (Author)
Publication Year
2006
Pages
25
Catalog Number
V55769
ISBN (eBook)
9783638506373
ISBN (Book)
9783638664097
Language
German
Tags
Utilitarismus Bezug Pädagogik Wissenschaftliche Hausarbeit Seminar Pädagogische Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Sperling (Author), 2006, Utilitarismus und sein Bezug zur Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55769
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