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Die Kreuzzüge. Die "Heiligen Kriege" des christlichen Abendlandes

Title: Die Kreuzzüge. Die "Heiligen Kriege" des christlichen Abendlandes

Seminar Paper , 2002 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Othmar Kolp (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Der syrische Dichter Abu’l Ala al-Maarri schrieb im elften Jahrhundert:
„Die Welt ist in zwei Sekten unterteilt:
In die mit Religion, aber ohne Verstand
Und die mit Verstand, aber ohne Religion.“
Ungefähr vierzig Jahre nach seinem Tod wurde die Stadt, in der er gelebt und von der er
seinen Namen hatte, Maarrat an-Numan, von Kannibalen überfallen. Diese Kannibalen waren
Christen, die fünftausend Kilometer weit marschiert waren, um das Heilige Land im Namen
Jesu zu retten.
Man kann sich kaum weiter von der Bergpredigt entfernen, doch diese Menschen waren
wirklich tiefgläubig und davon überzeugt, dass sie das Richtige taten. Neue Kräfte der
Bigotterie und der rechtmäßigen Brutalität wurden von Papst Urban II. Entfesselt, als er
predigte, was man später als „Die Kreuzzüge“ bezeichnete. Und diese Kräfte gibt es heute
noch.
Die Kreuzzüge hatten zu jeder Zeit ihre Bedeutung. Heute ist diese Bedeutung mit dem
Auftreten des islamischen Fundamentalismus verknüpft sowie mit den neuen
Zusammenstößen von christlichen und moslemischen Gesellschaften in unserer postkommunistischen
Welt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VORGESCHICHTE

3. DER INOFFIZIELLE KREZZUG

4. DER ERSTE KREZZUG

5. DER LATEINISCHE ORIENT

6. DIE GEISTLICHEN RITTERORDEN

7. DER FALL VON EDESSA UND DER ZWEITE KREUZZUG

8. DER ZUSAMMENBRUCH DES LATEINISCHEN OREINTS

9. DER DRITTE KREUZZUG

10. DER VIERTE KREUZZUG UND DAS LATEINISCHE KAISERREICH

11. DER INNERE FEIND – KREUZZUG GEGEN CHRISTEN

12. DER KINDERKREUZZUG

13. DER FÜNFTE KREUZZUG

14. DAS ENDE DER KREUZZÜGE

15. DER HEILIGE LUDWIG UND DER SECHSTE KREUZZUG

16. DER LETZTE KREUZZUG UND DAS ENDE DER SYSRISCHEN CHRISTENSTAATEN

17. DIE ERGEBNISSE DER KREUZZÜGE

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit untersucht die geschichtliche Entwicklung, die ideologischen Hintergründe und die tiefgreifenden Auswirkungen der Kreuzzüge als sogenannte "Heilige Kriege" des christlichen Abendlandes. Sie beleuchtet dabei kritisch den Verlauf der militärischen Unternehmungen, das Handeln der Akteure sowie die verheerenden sozialen und politischen Folgen für alle beteiligten Kulturen.

  • Historische Herleitung der Kreuzzugsbewegung und Motivationen der Akteure
  • Analyse der militärischen Verlaufspunkte vom Ersten bis zum letzten Kreuzzug
  • Die Rolle der Kirche, päpstlicher Machtansprüche und der Ritterorden
  • Untersuchung der Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Christentum und Islam
  • Kritische Betrachtung der internen Konflikte, einschließlich der Kreuzzüge gegen Christen
  • Reflektion der kulturellen, ökonomischen und politischen Ergebnisse der Epoche

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG:

Der syrische Dichter Abu’l Ala al-Maarri schrieb im elften Jahrhundert: „Die Welt ist in zwei Sekten unterteilt: In die mit Religion, aber ohne Verstand Und die mit Verstand, aber ohne Religion.“1 Ungefähr vierzig Jahre nach seinem Tod wurde die Stadt, in der er gelebt und von der er seinen Namen hatte, Maarrat an-Numan, von Kannibalen überfallen. Diese Kannibalen waren Christen, die fünftausend Kilometer weit marschiert waren, um das Heilige Land im Namen Jesu zu retten.

Man kann sich kaum weiter von der Bergpredigt entfernen, doch diese Menschen waren wirklich tiefgläubig und davon überzeugt, dass sie das Richtige taten. Neue Kräfte der Bigotterie und der rechtmäßigen Brutalität wurden von Papst Urban II. Entfesselt, als er predigte, was man später als „Die Kreuzzüge“ bezeichnete. Und diese Kräfte gibt es heute noch.

Die Kreuzzüge hatten zu jeder Zeit ihre Bedeutung. Heute ist diese Bedeutung mit dem Auftreten des islamischen Fundamentalismus verknüpft sowie mit den neuen Zusammenstößen von christlichen und moslemischen Gesellschaften in unserer postkommunistischen Welt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einleitende Reflexion über die Natur der Kreuzzüge als gewaltvolle religiöse Unternehmung mit bleibender Bedeutung bis in die Gegenwart.

2. VORGESCHICHTE: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der Pilgerfahrten und den zunehmenden Wunsch des Papsttums, Macht und religiösen Einfluss im Orient zu festigen.

3. DER INOFFIZIELLE KREZZUG: Darstellung der Volksbewegungen und der Rolle charismatischer Prediger wie Peter der Eremit, die eine Eigendynamik abseits der ritterlichen Planung entfachten.

4. DER ERSTE KREUZZUG: Analyse der Formierung des Kreuzheeres, des Marsches nach Konstantinopel und der Eroberung Antiochias sowie Jerusalems.

5. DER LATEINISCHE ORIENT: Überblick über die politischen Strukturen der durch den Kreuzzug entstandenen fränkischen Herrschaftsgebiete in Palästina und Syrien.

6. DIE GEISTLICHEN RITTERORDEN: Erläuterung der Entstehung und Rolle von Templern, Johannitern und dem Deutschen Orden als militärische Hauptstützen der christlichen Herrschaft.

7. DER FALL VON EDESSA UND DER ZWEITE KREUZZUG: Beschreibung des militärischen Scheiterns der christlichen Expedition nach Damaskus und der Auswirkungen auf das europäische Prestige.

8. DER ZUSAMMENBRUCH DES LATEINISCHEN OREINTS: Analyse der schwindenden militärischen Macht gegenüber Saladin und dem Verlust Jerusalems nach der Schlacht bei Hattin.

9. DER DRITTE KREUZZUG: Zusammenfassung der Bemühungen von Richard Löwenherz und Friedrich Barbarossa, die nach dem Fall Jerusalems nur Teilerfolge erzielen konnten.

10. DER VIERTE KREUZZUG UND DAS LATEINISCHE KAISERREICH: Bericht über die Umleitung des Kreuzzuges gegen das christliche Konstantinopel und die Plünderung der Stadt durch die Venezianer.

11. DER INNERE FEIND – KREUZZUG GEGEN CHRISTEN: Untersuchung der Ausweitung des Kreuzzugsgedankens auf europäische Gegner, insbesondere am Beispiel des Krieges gegen die Katharer.

12. DER KINDERKREUZZUG: Darstellung der tragischen Volksbewegung von 1212, die den Glauben an eine friedliche, von Kindern geleitete Rückeroberung propagierte.

13. DER FÜNFTE KREUZZUG: Rückblick auf die erfolglose Ägypten-Expedition und den umstrittenen diplomatischen Ausgleich Friedrichs II.

14. DAS ENDE DER KREUZZÜGE: Schilderung der letzten militärischen Bemühungen vor dem endgültigen Zusammenbruch der fränkischen Präsenz im Orient.

15. DER HEILIGE LUDWIG UND DER SECHSTE KREUZZUG: Analyse der vergeblichen Versuche Ludwigs IX., den Islam durch weitere Kreuzzüge in Ägypten und Nordafrika zu besiegen.

16. DER LETZTE KREUZZUG UND DAS ENDE DER SYSRISCHEN CHRISTENSTAATEN: Abschlussbericht über den Untergang der letzten Bastionen wie Akkon und die Konsolidierung mamelukischer Macht.

17. DIE ERGEBNISSE DER KREUZZÜGE: Zusammenfassende Bilanz der geringen politischen Gewinne gegenüber den tiefgreifenden kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Folgen für Europa und den Orient.

Schlüsselwörter

Kreuzzüge, Papst Urban II., Heiliger Krieg, Jerusalem, Ritterorden, Saladin, Lateinisches Kaiserreich, Konstantinopel, Katharer, Innozenz III., Frömmigkeit, Mittelalter, Byzanz, Orient, Palästina

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historischen Kreuzzüge des Mittelalters als komplexe Phänomene religiöser Ideologie und militärischer Expansion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die päpstliche Politik, das Handeln der Ritter, die Rolle der Religion im Krieg und das Zusammenprallen der Kulturen im östlichen Mittelmeerraum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein kritisches Verständnis für den Verlauf, die Gräueltaten und die langfristigen gesellschaftlichen Folgen der Kreuzzüge zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Seminararbeit, die auf Basis von Fachliteratur und zeitgenössischen Chroniken eine analytische Aufarbeitung der Ereignisse vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch durch die verschiedenen Kreuzzüge und thematisiert auch Sonderformen wie den Kinderkreuzzug oder den Kreuzzug gegen die Katharer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heiliger Krieg, Machtpolitik der Kirche, kultureller Austausch und die Konfrontation zwischen Abendland und Orient charakterisiert.

Warum wird der vierte Kreuzzug als besonders kritisch bewertet?

Er markiert einen Wendepunkt, da die Kreuzfahrer statt gegen "Ungläubige" gegen eine christliche Großmacht, Byzanz, vorgingen und Konstantinopel grausam plünderten.

Welche Rolle spielte Saladin in der Arbeit?

Saladin wird als der zentrale muslimische Gegenspieler dargestellt, dessen Erfolg die christliche Position in Palästina nachhaltig schwächte und die Kreuzzugsbewegung in die Defensive drängte.

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Details

Title
Die Kreuzzüge. Die "Heiligen Kriege" des christlichen Abendlandes
College
University of Innsbruck  (Institut für Geschichte)
Course
SE Der östliche Mittelmeerraum im Mittellalter
Grade
2,0
Author
Othmar Kolp (Author)
Publication Year
2002
Pages
26
Catalog Number
V55192
ISBN (eBook)
9783638502177
ISBN (Book)
9783656808688
Language
German
Tags
Kreuzzüge Heiligen Kriege Abendlandes Mittelmeerraum Mittellalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Othmar Kolp (Author), 2002, Die Kreuzzüge. Die "Heiligen Kriege" des christlichen Abendlandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55192
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