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Die propagandistische Inszenierung des Konzentrationslagers Theresienstadt als Vorzeigeghetto

Titel: Die propagandistische Inszenierung des Konzentrationslagers Theresienstadt als Vorzeigeghetto

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florian Krönert (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Internierungslager Theresienstadt und untersucht den praktischen Nutzen des Lagers für das Gesamtkonzept der nationalsozialistischen "Endlösung der Judenfrage" von 1940 bis 1945, wobei besonders auf den propagandistischen Wert des Lagers eingegangen wird.

Zunächst werden die Funktionen des Lagers näher erläutert. Um zu einem Resultat bei der Propagandafrage zu gelangen, werden zwei Ereignisse herangezogen. Zum einen steht der Besuch der Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) im Mittelpunkt und zum anderen der Film "Theresienstadt", der auch unter dem Namen "Der Führer schenkt den Juden eine Stadt", bekannt ist. Als Hintergrund für den propagandistischen Erfolg sind die kulturellen Errungenschaften der Theresienstädter Gemeinschaft zu verstehen, welche perfide von den Nazis ausgenutzt und instrumentalisiert wurden.

In Zeiten vom Erstarken rechter Kräfte in der Welt und wiederaufkommenden Nationalismus erscheint es als sinnvoll, die grausamen Taten eines nationalsozialistischen Regimes wieder zu beleuchten. Fast 75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat das Thema Antisemitismus nicht an Relevanz verloren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeines
2.1 Vorgeschichte zu Theresienstadt
2.2 Konzept der Konzentrationspolitik

3 Die Funktionen von Theresienstadt
3.1 Das Gestapo-Gefängnis
3.2 Das Transitlager
3.3 Das ‚Altersghetto‘
3.4 Die Zwangsgemeinschaft
3.5 Der geheime Verhandlungsort

4 Propaganda
4.1 Kunst und kulturelles Schaffen
4.2 Täuschung des IKRK
4.3 Der Propagandafilm ‚Theresienstadt‘

5 Zusammenfassung

6 Literaturverzeichnis

Häufig gestellte Fragen

Warum wurde Theresienstadt als "Vorzeigeghetto" bezeichnet?

Die Nationalsozialisten nutzten das Lager für Propagandazwecke, um der Weltöffentlichkeit vorzutäuschen, den Juden gehe es dort gut, während es in Wahrheit ein Transitlager in die Vernichtungslager war.

Was geschah beim Besuch des Roten Kreuzes (IKRK) 1944?

Das Lager wurde für den Besuch der Delegation aufwendig „verschönert“ (Stadtverschönerungsaktion), um die Delegierten über die wahren Zustände und die systematische Ermordung zu täuschen.

Was ist der Propagandafilm „Theresienstadt“?

Ein unter Zwang gedrehter Film (auch bekannt als „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“), der ein idyllisches Leben im Lager vorgab, um den Völkermord zu verschleiern.

Wie wurde die Kultur im Lager instrumentalisiert?

Die Nazis nutzten das reiche kulturelle Schaffen der inhaftierten jüdischen Elite perfide aus, um den Anschein einer autonomen und glücklichen jüdischen Gemeinschaft zu erwecken.

Welche Funktionen hatte Theresienstadt innerhalb der "Endlösung"?

Es diente als Gestapo-Gefängnis, Transitlager nach Auschwitz, „Altersghetto“ für prominente Juden und als Ort für geheime Verhandlungen.

Warum ist das Thema heute wieder relevant?

Angesichts erstarkender rechter Kräfte und Antisemitismus dient die Analyse der NS-Propaganda als Mahnung und zur Aufklärung über die Mechanismen der Täuschung.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die propagandistische Inszenierung des Konzentrationslagers Theresienstadt als Vorzeigeghetto
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Florian Krönert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V540226
ISBN (eBook)
9783346143655
ISBN (Buch)
9783346143662
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zweiter Weltkrieg Theresienstadt KZ Endlösung der Judenfrage Propaganda Zwangslager
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Krönert (Autor:in), 2019, Die propagandistische Inszenierung des Konzentrationslagers Theresienstadt als Vorzeigeghetto, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/540226
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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