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Bewertung von Startup-Unternehmen. Eignung der Bewertungsverfahren und Anpassungsmöglichkeiten

Titel: Bewertung von Startup-Unternehmen. Eignung der Bewertungsverfahren und Anpassungsmöglichkeiten

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2019 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: David Kochar (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll einen grundlegenden Überblick verschaffen über die bewertungsrelevanten Spezifika von Startups, klassische Bewertungsverfahren hinsichtlich ihrer allgemeinen Eignung und Anpassungsmöglichkeiten kritisch betrachten sowie auch in Ansätzen alternative Bewertungsmöglichkeiten aus der Literatur vorstellen. Hierbei werden sowohl die theoretische Güte als auch die praktische Akzeptanz der jeweiligen Methoden beleuchtet. Im Vordergrund hinsichtlich der Methoden stehen die Zukunftserfolgswertverfahren aufgrund ihrer gemeinhin bekannten theoretischen und praktischen Akzeptanz.

Technologischer Fortschritt und zunehmend liberalisierte, transnationale Märkte führen zu anhaltenden Digitalisierungs- und Internationalisierungstendenzen in der globalen Wirtschaft. Während historisch etablierte Großunternehmen in einem solchen Wettbewerbsumfeld vor neue Herausforderungen gestellt werden, bietet sich unter diesen Rahmenbedingungen seit geraumer Zeit ein wachsender Markt für einen neuen Unternehmenstypus. Startups sind definiert als junge, innovative und stark wachsende Unternehmen, die die besonderen Anforderungen des oben beschriebenen Zeitgeistes bereits in ihrem konstituierenden Unternehmensprofil internalisiert haben. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal liegt dementsprechend im Umgang der Unternehmen mit einer sich verändernden Umwelt. Junge, innovative Wachstumsunternehmen können folglich in gewisser Weise ein Alleinstellungsmerkmal innehaben, indem sie die Umwelt aktiv zu gestalten versuchen: „It is a commonly held belief that technological innovation is the province of small, entrepreneurially driven business enterprises, and not the large, bureaucratic corporate institutions.“

Die klassische Theorie der Unternehmensbewertung konzentriert sich auf einen spezifischen Unternehmenstyp, der insbesondere gekennzeichnet ist durch eine etablierte Marktstellung und ein in organisatorischer Hinsicht ausgebautes Rechnungswesen, v. a. in Hinblick auf mittel- bis langfristige Finanzplanungssysteme. Demzufolge ist zunächst grundsätzlich in Frage zu stellen, ob und inwiefern klassische Unternehmensbewertungskalküle für Startups Anwendung finden können und welche Alternativen existieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Charakteristika von Startup-Unternehmen und Implikationen für deren Bewertung

2.1 Bewertungsrelevante Charakteristika im Allgemeinen

2.2 Relevante Bewertungsanlässe

3 Kritische Betrachtung möglicher Bewertungsverfahren

3.1 Substanzwertverfahren

3.2 Marktorientierte Bewertungsverfahren

3.3 Zukunftserfolgswertverfahren

3.3.1 Prognose der finanziellen Überschüsse

3.3.2 Diskontierung der finanziellen Überschüsse

3.4 Realoptionsansatz

3.5 Exkurs: Situationsspezifische Verfahren

4 Thesenförmige Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die spezifischen Herausforderungen bei der Bewertung von Startup-Unternehmen zu analysieren und zu bewerten, inwiefern klassische Unternehmensbewertungskalküle für diesen Unternehmenstypus anwendbar sind oder welche Alternativen bestehen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die hohe Dynamik, der Innovationscharakter und die begrenzte Datenbasis von Startups bei der Ermittlung von Entscheidungswerten methodisch berücksichtigt werden können.

  • Charakterisierung von Startups und Implikationen für die Bewertung
  • Kritische Analyse klassischer Bewertungsverfahren (Substanzwert, marktorientierte Verfahren)
  • Detaillierte Untersuchung von Zukunftserfolgswertverfahren
  • Integration von stochastischen Simulationsprozessen und Realoptionsansätzen
  • Diskussion situationsspezifischer Bewertungsverfahren für Venture Capital

Auszug aus dem Buch

3.3 Zukunftserfolgswertverfahren

Die Zukunftserfolgswertverfahren stellen die wohl wichtigste Gruppe von Bewertungsverfahren dar und zählen zu den Gesamtbewertungsverfahren, da sie das Bewertungsobjekt als einheitliches Investitionsobjekt betrachten.50 Die verschiedenen Zukunftserfolgswertverfahren unterscheiden sich z. T. in ihrer inhaltlichen Ausrichtung und methodischen Vorgehensweise.51 Für eine zweckorientierte Darstellung werden diese Unterschiede nicht weiter thematisiert, sondern es wird das grundlegende Modell der Kapitalwertrechnung zur Ermittlung von Entscheidungswerten betrachtet.

Den Zukunftserfolgswertverfahren liegt das Gegenwartkalkül, das Prinzip der Bewertungseinheit sowie der Zukunftsbezogenheit zugrunde.52 Im Kern geht es um die Ermittlung eines Wertes, der durch risikoadjustierte Diskontierung den Gegenwartswert der künftigen finanziellen Überschüsse (FÜ) eines Unternehmens repräsentiert, die den (potentiellen) Eigentümern zukommen.53 Unter der Annahme, dass der so ermittelte Ertragswert über dem Liquidationswert liegt, „repräsentiert der Ertragswert am besten die finanzielle Wertschätzung, die ein Erwerber oder Veräußerer mit dem Unternehmen verbindet.“54 Damit erfüllt der Ertragswert in der Theorie die Funktion der Entscheidungswertermittlung am besten und wird aus diesem Grund im Folgenden ausführlicher betrachtet.

Aus der Konzeption folgen bereits unmittelbar Prognoseprobleme für die Zählergröße und Kapitalisierungsprobleme für die Nennergröße, die sich im Falle von Startup-Bewertungen aus den in Kap. 2 beschriebenen Gründen noch stärker auswirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Diese Einleitung identifiziert Startups als jungen Unternehmenstypus und stellt in Frage, ob klassische Bewertungsverfahren für deren spezifische Rahmenbedingungen geeignet sind.

2 Charakteristika von Startup-Unternehmen und Implikationen für deren Bewertung: Das Kapitel analysiert die spezifischen Merkmale von Startups wie Dynamik, Innovationscharakter und hohen Kapitalbedarf und leitet daraus ab, dass sich die Bewertung primär an Entscheidungswerten orientieren muss.

3 Kritische Betrachtung möglicher Bewertungsverfahren: Hier werden gängige Verfahren systematisch untersucht; während Substanzwert- und marktorientierte Verfahren als nur bedingt geeignet eingestuft werden, bilden die Zukunftserfolgswertverfahren und deren methodische Erweiterungen den Schwerpunkt der Analyse.

4 Thesenförmige Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über die Eignung der untersuchten Bewertungsmethoden für Startups prägnant zusammen.

Schlüsselwörter

Startup-Unternehmen, Unternehmensbewertung, Venture Capital, Private Equity, Entscheidungswert, Zukunftserfolgswertverfahren, Marktorientierte Bewertungsverfahren, Realoptionsansatz, Monte-Carlo-Simulation, Diskontierung, Risikoaversion, Finanzielle Überschüsse, Unternehmensplanung, Investitionskalkül, First-Chicago-Methode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Thematik der Bewertung von Startup-Unternehmen im Kontext der Unternehmensbewertung und untersucht die Anwendbarkeit verschiedener Bewertungsmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Charakterisierung von Startups, die kritische Analyse klassischer Bewertungsverfahren sowie die Evaluierung zukunftsorientierter und situationsspezifischer Ansätze, insbesondere für VC-Finanzierungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie klassische Bewertungskalküle für Startups angepasst werden können, um trotz mangelnder Datenhistorie und hoher Unsicherheit fundierte Entscheidungswerte zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen Bewertungskonzepten, wobei insbesondere die Zukunftserfolgswertverfahren und deren mathematisch-statistische Erweiterungen kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation der Startup-Spezifika, die Auseinandersetzung mit Substanzwert- und Marktwertverfahren sowie eine tiefgehende Analyse von Zukunftserfolgswertverfahren, Realoptionen und VC-spezifischen Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unternehmensbewertung, Startup-Unternehmen, Venture Capital, Entscheidungswert und Zukunftserfolgswertverfahren.

Warum sind klassische Substanzwertverfahren bei Startups meist ungeeignet?

Da sie statisch und vergangenheitsorientiert sind, können sie den starken Zukunftsbezug und das enorme Wachstumspotential von innovativen Startup-Unternehmen nicht adäquat erfassen.

Welche Rolle spielt die Monte-Carlo-Simulation in diesem Kontext?

Sie dient als Methode zur Bewältigung der Prognoseprobleme bei der Ermittlung von Erwartungswerten, indem sie verschiedene Entwicklungsszenarien stochastisch simuliert und somit als Grundlage für eine dynamische Optimierung fungiert.

Worin liegt der Hauptvorteil der First-Chicago-Methode gegenüber der klassischen VC-Methode?

Die First-Chicago-Methode bietet eine höhere Transparenz und Genauigkeit, da sie nicht nur ein Best-Case-Szenario, sondern zusätzlich Base-Case- und Worst-Case-Szenarien in die Erfolgsrechnung integriert.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bewertung von Startup-Unternehmen. Eignung der Bewertungsverfahren und Anpassungsmöglichkeiten
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal  (Lehrstuhl für Rechnungslegung und Wirtschaftsprüfung)
Veranstaltung
Masterseminar Unternehmensbewertung und -analyse
Note
1,3
Autor
David Kochar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
26
Katalognummer
V537554
ISBN (eBook)
9783346130570
ISBN (Buch)
9783346130587
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corporate valuation startups valuation theory DCF IDW Unternehmensbewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Kochar (Autor:in), 2019, Bewertung von Startup-Unternehmen. Eignung der Bewertungsverfahren und Anpassungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/537554
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Leseprobe aus  26  Seiten
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