Diese wissenschaftliche Untersuchung befasst sich mit dem Vergleich unterschiedlicher Raummodulbauweisen auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere für Studentenwohnheime. Dabei wird zunächst erklärt, wie ein Raummodul aufgebaut ist und welche Arten existieren. Hierbei werden ausführlicher die Raumodulbauarten aus Beton, Holz und Stahl definiert. Neben der Erklärung weiterer Fachbegriffe, die zum Verständnis der Bauarten kurz erläutert werden, wird im nächsten Schritt ein Vergleich der drei soeben genannten Raummodulbauarten vorgenommen. Der Vergleich erfolgt in Form einer Richtpreisberechnung unterschiedlicher Hersteller, dessen Grundlage vorliegende Preislisten sind. Zudem werden im darauffolgenden Schritt drei Expertenbefragungen durchgeführt, um unterschiedliche Aspekte wie Baukonstruktion, Nachhaltigkeit oder Energiebedarf bei der Raummodulbauweise herauszufiltern und ebenso miteinander in den drei Variante Beton, Holz und Stahl zu vergleichen. Für die Expertenbefragung wurden jeweils ein Experte für die jeweilige Raummodulbauweise befragt, die durch eine Eigenbefragung des Verfassers ergänzt wurde.
Aufgrund von mangelndem Wohnraum steigt die Nachfrage nach dem Bau von Wohnraum seit Jahren in Deutschland an. Für Studenten, die in Ballungsgebieten oder Universitätsstädten wohnen möchten, gestaltet sich die Suche nach passendem, jedoch günstigem Wohnraum daher nicht einfach. Als Alternative zum Bau von Wohnraum für Studenten werden vermehrt schnelle und einfache Lösungen in der Bauausführung gesucht, bei der die Raummodulbauweise eine davon ist.
Inhaltsverzeichnis
1. EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 HINTERGRÜNDE
1.3 FRAGESTELLUNG
1.4 METHODIK
1.5 ZIELSETZUNG
2. GRUNDLAGEN
2.1 GEBÄUDEARTEN
2.2 RAUMZELLENBAUWEISE
2.2.1 Beton
2.2.2 Holz
2.2.3 Frachtcontainer (ISO), Stahlrahmenkonstruktion
2.3 BAUKOSTENARTEN
2.3.1 Kostengruppen
2.3.2 Bauwerkskosten
2.3.3 Herstellungskosten
2.4 ENERGIEEINSPARVERORDNUNG (ENEV)
2.5 NACHHALTIGES BAUEN
2.5.1 Ökonomie
2.5.2 Ökologie
2.5.3 Soziales
2.6 ENERGIEFORMEN
2.6.1 Primärenergie
2.6.2 Sekundärenergie
2.6.3 Endenergie
3. EMPIRISCHER TEIL
3.1 RICHTPREISBERECHNUNG VON RAUMMODULEN
3.1.1 Anwendung der Richtpreisberechnung
3.1.2 Analyse der Richtpreisberechnung
3.2 EXPERTENBEFRAGUNG
3.2.1 Anwendung der Expertenbefragung zu Raummodulen
3.2.2 Analyse der Befragung zu Raummodulen
4. FAZIT
5. SCHLUSSFOLGERUNG
6. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Wirtschaftlichkeit und Eignung modularer Raumzellenbauweisen für Studentenwohnheime, um eine Antwort auf den akuten Wohnraummangel in deutschen Ballungsgebieten zu finden und die Perspektiven dieser Bauweise für Investoren zu bewerten.
- Vergleich der Bauweisen Beton, Holz und Stahlcontainer
- Analyse der Baukosten und Wirtschaftlichkeit
- Untersuchung von Nachhaltigkeitsaspekten und Energiebedarf
- Empirische Validierung durch Expertenbefragungen
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Die Einwohner Deutschlands interessieren sich zunehmend für Wohnraum in Städten, weshalb mehr Menschen vom Land in die Stadt ziehen. Speziell junge Menschen zieht es verstärkt in die großen Städte der Bundesrepublik während gleichzeitig Familien mit Kindern weniger Interesse an einem Eigenheim in ländlichen Gegenden haben (vgl. Siems, D., 2014, www.welt.de). Die steigenden Preise für Mieten von Wohnimmobilien und die gleichzeitige Wohnungsnot speziell in Ballungsgebieten führt dazu, dass Studenten aufgrund der oft niedrigen finanziellen Möglichkeiten lange nach bezahlbarem Wohnraum an ihren Studienorten suchen. Denn „In vielen Städten seien die Grundstücks- und Immobilienpreise im privaten markt einfach zu hoch, um ins studentische Budget zu passen, […]“ (Streit, M., 2018, www.handelsblatt.com).
Studenten wird dadurch die Wohnungssuche erschwert, weshalb eine passende Wohnung oder sogar ein passendes Zimmer in einer Wohngemeinschaft erst kurzfristig gefunden wird. Den Zuschlag für begehrte Wohnungen in guter Lage bekommen oft Besserverdienende, die schon im Berufsleben stehen, da bei ihnen das Risiko für Mietausfälle geringer ist und die Wechselrate der Mieter nicht so hoch wie bei Studenten ist. Somit haben Studenten bei der Wohnraumsuche nicht nur Konkurrenten durch andere Studenten, sondern auch durch Berufseinsteiger und Familien mit berufsetablierten Eltern. Hinzu kommen noch Firmen, die sich in Ballungsgebieten ansässig machen möchten oder bei bereits vorhandener Ansässigkeit sich vergrößern wollen: „Der Kampf um die begehrtesten Innenstadtlagen wird sich weiter verschärfen. Das heizt die Konkurrenz um Wohn- und Büroflächen an.“ (Streit, M., 2019, www.handelsblatt.com).
Generell entdecken Investoren für sich auch das Studentische Wohnen als Anlage und investieren vermehrt in solche Wohnanlagen. Sie untersuchen einen möglichen Standort auf harte und weiche Faktoren, und lassen neben Gutachten auch Langzeitanalysen erstellen bevor eine Investition getätigt wird. Allerdings weisen die Studentenwohnheime einige Unterschiede bezüglich Bauart, Anbieter, Ausstattung, Dienstleistungsangebot oder Mietpreise auf (vgl. Gotzi, M., 2017, www.dasinvestment.com). Diese Unterschiede bremsen den Bau von Studentenwohnheimen in Ballungsgebieten, da der deutsche Markt
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK: Einführung in die Problematik des studentischen Wohnraummangels und Formulierung der Forschungsfrage.
2. GRUNDLAGEN: Theoretische Erläuterung der Raumzellenbauweisen, Baukostenarten sowie Nachhaltigkeits- und Energiekriterien.
3. EMPIRISCHER TEIL: Durchführung und Auswertung der Preisberechnungen sowie der Experteninterviews zu verschiedenen Raummodul-Bauarten.
4. FAZIT: Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Eignung der modularen Bauweise.
5. SCHLUSSFOLGERUNG: Einordnung der Ergebnisse und Bewertung der Zukunftsfähigkeit von modularem Wohnungsbau.
6. AUSBLICK: Diskussion über zukünftige Anforderungen an Transparenz und Standardisierung im modularen Wohnungsbau.
Schlüsselwörter
Raummodulbauweise, Studentenwohnheim, Baukosten, Nachhaltigkeit, Energieeinsparverordnung, Expertenbefragung, Stahlbeton, Holzmassivbau, Frachtcontainer, Wohnungsmarkt, Baukonstruktion, Wirtschaftlichkeit, Vorfertigung, Energiebedarf, Investition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Vergleich unterschiedlicher Raummodulbauweisen (Beton, Holz, Stahlcontainer) für den Bau von Studentenwohnheimen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Untersuchung deckt die Bereiche Baukonstruktion, Baukosten, Transport, Umweltaspekte und Energiebedarf ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob modulare Bauweisen für Investoren wirtschaftlich attraktiv sind und zur Entspannung der Wohnungsnot beitragen können.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wird eine Richtpreisberechnung basierend auf Herstellerdaten durchgeführt sowie eine Expertenbefragung mittels Likert-Skala vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine empirische Preisberechnung und die Auswertung der Experteninterviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Raummodulbauweise, Studentenwohnheim, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Vorfertigungsgrad.
Warum schneiden Stahlcontainer in der Expertenbefragung teilweise schlechter ab?
Experten bewerten sie aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Flexibilität, der statischen Belastbarkeit und der Wahrnehmung im Wohnbereich als kritischer als Beton- oder Holzmodule.
Welches Fazit ziehen die Experten bezüglich der Zukunft der Bauweise?
Die Experten sehen in der Modulbauweise eine ernstzunehmende Alternative, wobei insbesondere Holz- und Betonlösungen favorisiert werden, um den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum zu decken.
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- Fabio Ananou (Author), 2019, Modulbauweise für Studentenwohnheime. Vergleich unterschiedlicher Aspekte beim Einsatz elementierter Raumzellen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/536736