Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Die Anthropologie Helmuth Plessners. Die Stufen des Organischen

Titel: Die Anthropologie Helmuth Plessners. Die Stufen des Organischen

Referat (Ausarbeitung) , 2019 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elvira Reich (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Philosophische Anthropologie wird in den späten 1920er Jahren in Deutschland begründet. Die Hauptvertreter und Anreger sind Max Scheler, Helmuth Plessner und Arnold Gehlen. Die Frage „Was ist der Mensch und was ist seine Stellung in der Welt?“ stellt die Hauptaufgabe dieser Wissenschaft dar. Sowohl die physiologische wie auch die geistige Sichtweise auf den Menschen wird hier in Betracht gezogen, diese bildet die Schnittstelle zwischen dem naturwissenschaftlichen und dem geisteswissenschaftlichen Zugang der Betrachtung des Menschen. Diese neu etablierte Wissenschaft hat auch weitere Wissenschaften wie die Pädagogik und die Soziologie beeinflusst. In den 1990er Jahren hat ein erneutes Interesse an der Wissenschaft dazu geführt, dass die Werke von Scheler, Plessner und Gehlen studiert wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie Helmuth Plessner

3. Zusammenfassung vom Referat

3.1 Die drei Organisationsformen des Lebendigen

3.2 Drei Dimensionen der Welt

4. Was ist menschliche Natur nach Plessner?

5. Wozu braucht der Mensch die Kultur?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die anthropologischen Grundgedanken von Helmuth Plessner, insbesondere aus dem siebten Kapitel seines Hauptwerkes "Die Stufen des Organischen und der Mensch", zu explizieren und kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht die Untersuchung des Menschen als exzentrisches Wesen, das sich durch seine Positionalität und die damit verbundene Notwendigkeit zur Kulturschaffung auszeichnet.

  • Die drei Organisationsformen des Lebendigen: Pflanze, Tier und Mensch.
  • Das Konzept der exzentrischen Positionalität und Reflexivität.
  • Die Dreiteilung der Welt in Außen-, Innen- und Mitwelt.
  • Die philosophische Begründung der menschlichen Kulturschaffung.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit biologischen Reduktionismen.

Auszug aus dem Buch

Die drei Organisationsformen des Lebendigen

Plessner unterscheidet drei Organisationsformen des Lebendigen nach ihrer jeweiligen Positionalität. Pflanzen, Tiere und Menschen sind unterschiedlich organsiert. Nach Plessner sind alle Lebewesen durch eine Grenze bestimmt, anorganische Körper wie beispielsweise ein Stein hätten keine solche Grenze. Die Grenze ist die „Umschlagzone“ zwischen Innen und Außen und hat keine Gestalt (Plessner 1965: 292). Pflanzen sind offen organisiert und haben keine zentralen Organe, was bedeutet, dass diese unselbstständig sind (Plessner 1965: 310). Diese sind auf den direkten Austausch mit der Umwelt angewiesen und bilden die erste Stufe des Lebendigen. Sie benötigen Sauersoff, Wasser und Sonneneinstrahlung um zu leben. Auf der zweiten Stufe befinden sich die Tiere, die zentrisch organisiert sind, was bedeutet, dass sie selbstständig leben können und körperlich im Hier‐Jetzt nur als Leib existieren. Der Mensch ist exzentrisch, befindet sich auf der dritten Stufe der Organisationsform des Lebendigen und existiert in einer dreiteiligen Positionalität. Der Mensch ist erstens Körper, ist als Organganzes, ein Ding unter anderen Dingen, zu sehen. Zweitens ist er „im Körper“, besitzt ein Innenleben, welches mit der Seele gefüllt ist. Drittens ist er „außer dem Körper“, besitzt damit einen exzentrischen „Blickpunkt“ und hat die Fähigkeit sein gesamtes Lebenssystem reflexiv zu überblicken (Plessner 1965: 293).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet Plessners Anthropologie in der Philosophiegeschichte und führt in die zentrale Fragestellung nach der Stellung des Menschen in der Welt ein.

Biografie Helmuth Plessner: Ein Überblick über den Lebensweg, die akademische Prägung und die wichtigsten Werke des Autors.

Zusammenfassung vom Referat: Bietet einen Überblick über die Grundthesen zu Positionalität und Reflexivität sowie die Unterscheidung der Lebewesen.

Die drei Organisationsformen des Lebendigen: Analysiert die spezifische Art und Weise, wie Pflanzen, Tiere und Menschen ihre Existenz organisieren.

Drei Dimensionen der Welt: Beschreibt die Erfahrungswelt des Menschen, aufgeteilt in Außen-, Innen- und Mitwelt.

Was ist menschliche Natur nach Plessner?: Untersucht das Verständnis menschlicher Natur als künstlich und die Überwindung des cartesischen Dualismus.

Wozu braucht der Mensch die Kultur?: Erläutert die Kulturschaffung als notwendige Kompensation für die exzentrische Position des Menschen.

Fazit: Reflektiert Plessners Ansatz und diskutiert kritisch die Frage nach der reflexiven Fähigkeit und den Unstimmigkeiten in der Definition.

Schlüsselwörter

Helmuth Plessner, Philosophische Anthropologie, Positionalität, Exzentrizität, Reflexivität, Kultur, Mensch, Tier, Pflanze, Innenwelt, Außenwelt, Mitwelt, Doppelaspekt, Anthropologisches Grundgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Helmuth Plessners philosophische Anthropologie, insbesondere seine Lehre von den Stufen des Organischen, um das menschliche Selbstverständnis zu ergründen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Ausarbeitung?

Die zentralen Felder sind die Organisationsformen des Lebendigen, die Begriffe der Positionalität und Reflexivität sowie die Bedeutung von Kultur für den Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Plessners Erkenntnisse zur Sonderstellung des Menschen und dessen "exzentrischer Positionalität" verständlich darzulegen und deren Relevanz für die menschliche Lebensgestaltung zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die philosophische Textanalyse, um Plessners zentrales Werk sowie ergänzende anthropologische Literatur kritisch zu interpretieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Mensch und Tier, den Dimensionen der Welt und der philosophischen Notwendigkeit, warum der Mensch kulturschaffend sein muss.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören die Exzentrizität, das erste anthropologische Grundgesetz, die Künstlichkeit der menschlichen Natur und der Doppelaspekt zwischen Körper und Geist.

Warum bezeichnet Plessner die menschliche Natur als "künstlich"?

Da der Mensch sich seiner exzentrischen Stellung bewusst ist und sich nicht auf instinktives Handeln verlassen kann, muss er durch Kultur und eigenes Handeln seine Existenzform aktiv gestalten.

Wie unterscheidet sich laut Plessner das Tier vom Menschen in Bezug auf die Weltwahrnehmung?

Das Tier lebt vollständig im "Hier-Jetzt" und kann sich nicht selbst vergegenständlichen, während der Mensch fähig ist, Distanz zu sich selbst einzunehmen und über sein Erleben zu reflektieren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Anthropologie Helmuth Plessners. Die Stufen des Organischen
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
1,0
Autor
Elvira Reich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V535894
ISBN (eBook)
9783346126160
ISBN (Buch)
9783346126177
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anthropologie helmuth plessners stufen organischen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elvira Reich (Autor:in), 2019, Die Anthropologie Helmuth Plessners. Die Stufen des Organischen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535894
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum