Strikte Synonymie ist eine spezielle Form der Synonymie und bildet ihren Superlativ. Um tatsächlich vorzuliegen, muss zwischen zwei Lexemen eine Bedeutungskongruenz vorhanden sein, die so exakt ist, dass bei einem Austausch der beiden Lexeme nicht nur die Gesamtsinnstruktur auf syntagmatischer und paradigmatischer Ebene erhalten bleibt, sondern auch jegliche, nicht zuletzt durch subjektives Empfinden geprägte, Konnotation des zu ersetzenden Lexems in dem Synonym impliziert ist. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem sprachlichen Phänomen und hinterfragt dessen Existenz. Diskutiert werden verschiedene Argumente gegen das Vorkommen 'strikter Synonymie'. Außerdem wird eine Formel vorgestellt, um den 'Grad der Synonymie' zweier beliebiger Begriffe auf semantischer Ebene zu bestimmen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff der „Bedeutung“ eines Wortes
- Die Theorie der Merkmalsemantik
- Die Prototypen-Semantik
- Die Frage nach dem Phänomen strikter Synonymie
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das sprachliche Phänomen der „strikten Synonymie“ mit dem Ziel, die Frage nach der Existenz dieser semantischen Figur zu erörtern. Dazu wird zunächst die Bedeutung eines Wortes im Allgemeinen beleuchtet und anschließend die Synonymie als Ganzes betrachtet.
- Die Bedeutung eines Wortes und die verschiedenen Theorien zur Bedeutungsbildung
- Die Analyse der Synonymie und die Unterscheidung verschiedener Typen von Synonymbeziehungen
- Die Analyse des Begriffs „strikte Synonymie“ im Kontext der Wortbedeutung und der Synonymie
- Die Erörterung der möglichen Existenz strikter Synonymie anhand von Beispielen
- Die Evaluation der verschiedenen Argumente und die Beantwortung der Frage, ob strikte Synonymie ein reales Phänomen ist
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Synonymie und stellt die zentrale Fragestellung nach der Existenz strikter Synonymie vor.
- Der Begriff der „Bedeutung“ eines Wortes: Dieses Kapitel erörtert den Begriff der Bedeutung eines Wortes und stellt verschiedene Theorien zur Wortbedeutung vor, darunter die Merkmalsemantik und die Prototypen-Semantik.
- Die Frage nach dem Phänomen strikter Synonymie: Dieses Kapitel befasst sich mit der Synonymie als Ganzes und untersucht verschiedene Arten von Synonymbeziehungen.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter dieser Arbeit sind „Bedeutung“, „Synonymie“, „strikte Synonymie“, „Merkmalsemantik“, „Prototypen-Semantik“, „Denotation“, „Konnotation“. Diese Begriffe stehen im Mittelpunkt der Untersuchung und bilden die Grundlage für die Analyse des Phänomens der strikten Synonymie.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „strikter Synonymie“?
Strikte Synonymie bezeichnet zwei Wörter, die in ihrer Bedeutung so exakt übereinstimmen, dass sie in jedem Kontext austauschbar sind, ohne den Sinn oder die Konnotation zu verändern.
Existiert strikte Synonymie in der Sprache wirklich?
Viele Sprachwissenschaftler bezweifeln dies, da meist feine Unterschiede in der Stilschicht, Region oder emotionalen Bewertung (Konnotation) bestehen.
Was ist der Unterschied zwischen Denotation und Konnotation?
Denotation ist die sachliche Kernbedeutung eines Wortes. Konnotation umfasst die mitschwingenden Gefühle, Bewertungen und Nebenbedeutungen.
Was besagt die Merkmalsemantik?
Die Merkmalsemantik zerlegt die Bedeutung eines Wortes in kleinste Bestandteile (Seme), um Unterschiede zwischen ähnlichen Begriffen exakt zu beschreiben.
Was ist die Prototypen-Semantik?
Dieser Ansatz geht davon aus, dass wir Kategorien über typische Vertreter (Prototypen) definieren, anstatt über starre Merkmalslisten.
Wie kann man den „Grad der Synonymie“ bestimmen?
Dazu werden Formeln genutzt, die vergleichen, in wie vielen Kontexten zwei Wörter tatsächlich ohne Bedeutungsverlust füreinander eingesetzt werden können.
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- Niklas Klinkenberg (Autor), 2018, Semantik, Grammatik und Interpretation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535710