A. Einleitung
Bei der vorliegenden Quelle handelt es sich um einen Auszug aus der Präambel und den Kapiteln 4 ,5 ,6 und 28 des Mainzer Reichsfriedens Kaiser Friedrichs II. von 1235 aus der Übersetzung des lateinischen Textes Arno Buschmanns, Kaiser und Reich: Verfassungsgeschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation von Beginn des 12. Jahrhunderts bis zum Jahre 1806 in Dokumenten, Teil I, 2. Auflage, Baden-Baden 1994, S. 80 ff.
Der Mainzer Reichsfrieden war ein Reichsgesetz, also selbst geltendes Recht und ist somit eine unmittelbare Quelle
( siehe Z. 8).
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Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- I. Die historische Situation des Rechts
- II. Gottesfrieden- und Landfriedensbewegung
- III. Der Mainzer Reichslandfrieden von 1235
- IV. Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen
- B. Exegese
- I. Formale Auslegung
- 1. Die Sprache des Mainzer Reichslandfriedens von 1235
- 2. Aufbau und Inhalt der Quelle
- II. Inhaltliche Auslegung
- 1. Die Situation des Rechts Anfang des 13. Jahrhunderts
- 2. Der rechtliche Charakter des Mainzer Landrechtsfriedens
- 3. Das Verfassungsrecht im Mainzer Landrechtsfrieden
- a. Die Situation des Verfassungsrechts
- b. Die Gesetzgebungsgewalt des Königtums
- c. Das Privileg der Gerichtsbarkeit / Die Gerichtsverfassung
- d. Das königliche Hofgericht
- e. Der Reichshofrichter
- 4. Das Verfahrensrecht
- 5. Das Strafrecht/ Strafprozeßrecht im MLF
- a. Die Fehde
- b. Die Einschränkung der Fehde
- c. Die Fehdeerlaubnis bei Notwehr
- Die historische Situation des Rechts im 13. Jahrhundert
- Die Entwicklung der Gottesfriedens- und Landfriedensbewegung
- Der Mainzer Reichslandfrieden als Instrument der Reichsverfassung
- Die Rolle der Fehde und ihre Einschränkung durch den Landfrieden
- Die Bedeutung des Mainzer Reichslandfriedens für die deutsche Verfassungsgeschichte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den Mainzer Reichsfrieden von 1235 als ein wichtiges Dokument der hochmittelalterlichen Reichsverfassung. Sie untersucht den historischen Kontext des Friedens und beleuchtet die Rolle des Rechts in der damaligen Zeit. Dabei wird insbesondere auf die Bedeutung des Friedens für die Bekämpfung der Fehde und die Stärkung der Reichsgewalt eingegangen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des Mainzer Reichslandfriedens ein und beleuchtet den historischen Kontext der Quelle. Kapitel I behandelt die historische Situation des Rechts im frühen 13. Jahrhundert, die geprägt war von Reichs- und Rechtszersplitterung. Kapitel II beleuchtet die Entwicklung der Gottesfriedens- und Landfriedensbewegung, die als Reaktion auf die weit verbreitete Fehde entstanden sind. Kapitel III untersucht den Mainzer Reichslandfrieden im Detail und beleuchtet dessen Bedeutung als wichtiges Instrument der Reichsverfassung.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen des Textes sind der Mainzer Reichslandfrieden von 1235, Reichsverfassung, Fehde, Gottesfrieden, Landfrieden, Recht, Rechtsgeschichte, Strafrecht, Strafprozessrecht, Gerichtsbarkeit und mittelalterliche Rechtsentwicklung. Darüber hinaus werden wichtige Personen wie Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen und die Rolle der Kirche und des Königstums in der Epoche beleuchtet.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Mainzer Reichsfrieden von 1235?
Es war ein von Kaiser Friedrich II. erlassenes Reichsgesetz, das als Meilenstein der deutschen Verfassungsgeschichte gilt und den Landfrieden im gesamten Heiligen Römischen Reich sichern sollte.
Welches Ziel verfolgte Friedrich II. mit diesem Gesetz?
Ziel war die Eindämmung des Fehdewesens, die Stärkung der königlichen Gerichtsbarkeit und die Schaffung einer stabilen Rechtsordnung im zersplitterten Reich.
Wie wurde das Fehdewesen eingeschränkt?
Der Landfriede verbot die Fehde grundsätzlich und erlaubte sie nur unter strengen Voraussetzungen (z. B. bei Notwehr), um die gerichtliche Klärung von Konflikten zu fördern.
Was war das königliche Hofgericht?
Durch den Mainzer Reichsfrieden wurde die Gerichtsverfassung gestärkt, unter anderem durch die Einsetzung eines Reichshofrichters, der den Kaiser in Rechtsangelegenheiten vertrat.
In welcher Sprache wurde der Mainzer Reichsfrieden verfasst?
Obwohl Gesetzestexte oft lateinisch waren, wurde der Mainzer Reichsfrieden auch in deutscher Sprache verkündet, was seine Bedeutung für das gesamte Volk unterstrich.
- Arbeit zitieren
- André Fünfeich (Autor:in), 2000, Exegese aus dem Mainzer Reichsfrieden von 1235, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5301