Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS. Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten?

Titel: Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS. Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten?

Seminararbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Erika Wießner (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS zu analysieren und zu erläutern.

Immateriellen Vermögenswerten kommt in der Wirtschaft als Werttreiber für Unternehmen eine zentrale Bedeutung zu. Bei deutschen Unternehmen aus dem Medien-, Software- und Telekommunikationssektor liegt der durchschnittliche Anteil immaterieller Vermögenswerte an der Bilanzssume bei 40%. Beispiele für immaterielle Vermögenswerte sind Patente, Software, Ausgaben für Entwicklung, Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie der Markenname eines Unternehmens. Die herausragende Bedeutung immaterieller Vermögenswerte lässt sich anhand des US-amerikanischen Unternehmens Coca Cola verdeutlichen, dessen Markenname Coca-Cola auf über 70 Milliarden USD geschätzt wird.

Die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach nationalen und internationalen Standards wird zunehmend als unzulänglich kritisiert und vermehrt zur Diskussion über eine verbesserte Darlegung immaterieller Vermögenswerte im Jahresabschluss aufgerufen. Die letzte Reform des deutschen Handelsrechts fand im Jahr 2009 durch das Bilanzierungsmodernisierungsgesetz (BilMoG) statt. Mit dem BilMoG wollte der Gesetzgeber die Rechnungslegung des Handelsgesetzbuches (HGB) grundlegend weiterentwickeln und verändern. Sie sollte eine wettbewerbsfähige Alternative zur Bilanzierung nach den IFRS darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS

3 Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB

3.1 Aktivierungsvoraussetzungen

3.2 Ansatz und Erstbewertung

3.3 Folgebewertung

4 Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS

4.1 Aktivierungsvoraussetzungen

4.2 Ansatz und Erstbewertung

4.3 Folgebewertung

5 Wesentliche Unterschiede in der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach den Rechnungslegungsstandards des HGB und der IFRS zu analysieren und kritisch gegenüberzustellen, um die Auswirkungen der Reformen durch das BilMoG zu beleuchten.

  • Grundlagendefinition und Abgrenzung immaterieller Vermögenswerte
  • Analyse der Aktivierungsvoraussetzungen im HGB und IFRS
  • Vergleich der Erst- und Folgebewertung immaterieller Vermögenswerte
  • Untersuchung der Bilanzierung von Forschung und Entwicklung
  • Gegenüberstellung von Geschäfts- und Firmenwerten

Auszug aus dem Buch

3.1 Aktivierungsvoraussetzungen

Durch den Vollständigkeitsgrundsatz sind immaterielle Vermögensgegenstände nach § 246 Abs. 1 HGB grundsätzlich aktivierungspflichtig. Der Vollständigkeitsgrundsatz besagt, dass sämtliche immaterielle Güter, die selbstständig verwertbar sind, in der Bilanz aktiviert werden müssen, sofern das Gesetz nichts anderes bestimmt. Für die vier genannten Bereiche der immateriellen Vermögenswerte werden die Aktivierungsvorschriften im Folgenden näher bestimmt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände unterliegen aufgrund des genannten Vollständigkeitsgrundsatzes der Aktivierungspflicht. Für die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sieht § 248 Abs. 2 Nr. 1, im Gegensatz zu IAS 38, ein Aktivierungswahlrecht vor. Dieses Ansatzwahlrecht stellt somit eine Ausnahme des Vollständigkeitsgrundsatzes dar und besteht im Rahmen des HGB erst seit Inkrafttreten des BilMoG. Steuerlich gilt das Aktivierungsverbot gemäß § 5 Abs. 2 EStG für selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte jedoch weiterhin. Ebenso bleibt die Zahlungsbemessungsfunktion des handelsrechtlichen Jahresabschlusses bei jeglicher Aktivierung durch die gegebene Ausschüttungssperre bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung immaterieller Vermögenswerte als Werttreiber ein und erläutert die Zielsetzung des Vergleichs zwischen HGB und IFRS unter Berücksichtigung der BilMoG-Reform.

2 Definition immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien für immaterielle Vermögenswerte, wobei Gemeinsamkeiten in der Definition trotz unterschiedlicher regulatorischer Verankerung aufgezeigt werden.

3 Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB: Es werden die spezifischen Aktivierungsvoraussetzungen, der Ansatz sowie die Erst- und Folgebewertung nach deutschem Handelsrecht detailliert dargestellt.

4 Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS: Hier liegt der Fokus auf den international gültigen Anforderungen nach IAS 38, insbesondere den drei Kernkriterien Identifizierbarkeit, Verfügungsmacht und zukünftiger Nutzen.

5 Wesentliche Unterschiede in der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Divergenzen heraus, insbesondere bei der Behandlung selbst geschaffener Vermögenswerte und der Folgebewertung.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass trotz einer Annäherung durch das BilMoG signifikante Unterschiede in der Bewertungspraxis fortbestehen.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, HGB, IFRS, Bilanzierung, Aktivierung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, BilMoG, Forschung, Entwicklung, Nutzungsdauer, Wertminderung, Firmenwert, Erstbewertung, Folgebewertung.

Hufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach deutschem Handelsrecht (HGB) und den internationalen Standards (IFRS).

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Definitionskriterien, die Regeln zur Aktivierung, die Erst- und Folgebewertung sowie die Behandlung von Forschung und Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Rechnungslegungssysteme aufzuzeigen, insbesondere vor dem Hintergrund der durch das BilMoG eingeleiteten Annäherung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Analyse der relevanten Rechtsnormen (HGB, IAS 38) und deren Auslegung durch Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Untersuchung der HGB-Vorschriften und die Anforderungen des IAS 38, inklusive der jeweiligen spezifischen Bewertungsansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Aktivierungswahlrecht, Anschaffungskosten, Forschungskosten, Entwicklungskosten und Neubewertungsmodell charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Bilanzierung von selbst erstellten Vermögenswerten?

Während das HGB ein Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens bietet, sehen die IFRS eine Ansatzpflicht bei Erfüllung spezifischer Kriterien vor.

Welche Bedeutung hat das BilMoG für diese Thematik?

Das BilMoG führte zu einer Anpassung der HGB-Regelungen, um die deutsche Rechnungslegung wettbewerbsfähiger zu machen und an internationale Standards anzunähern.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS. Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten?
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Internationale Unternehmensrechnung)
Veranstaltung
Hausarbeitsseminar zur Rechnungslegung
Note
1,7
Autor
Erika Wießner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V520362
ISBN (eBook)
9783346122155
ISBN (Buch)
9783346122162
Sprache
Deutsch
Schlagworte
HGB IFRS Bilanzierung Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögensgegenstände Bilanzierungsmodernisierungsgesetz BilMoG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Erika Wießner (Autor:in), 2020, Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach HGB und IFRS. Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520362
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum