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Die Spieltheorie als Teil der Kybernetik. Definition, historische Entwicklung sowie Praxisbeispiele

Titel: Die Spieltheorie als Teil der Kybernetik. Definition, historische Entwicklung sowie Praxisbeispiele

Projektarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dominic Anlauf (Autor:in)

Mathematik - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung der Spieltheorie geschichtlich zu beschreiben. Weiter sind fünf konkrete Praxisbeispiele anzuführen und die daraus resultierenden Ergebnisse zu diskutieren und zu reflektieren. Zu Beginn der Arbeit werden der Begriff der Systemtheorie definiert und die verschiedenen Klassifikationen von Spielen vorgenommen. So wird ein semantisch einheitliches Fundament erzeugt und ein Grundverständnis der Thematik vermittelt.

Anschließend wird die Geschichte der Spieltheorie abgebildet. Folgend werden fünf konkrete Anwendungsbeispiele erörtert, um einen möglichst detaillierten Blick auf das Anwendungsgebiet der Spieltheorie zu ermöglichen.

Spieltheoretische Anwendungsfelder sind in unserem Alltag omnipräsent, denn letztlich lässt sich jede gesellschaftliche Fragestellung, bei der mindestens zwei Parteien in Interaktion treten und dabei strategische Überlegungen anstellen, mit dem Instrument der Spieltheorie untersuchen. Demnach beschreibt die Spieltheorie, wie sich jeder an der Interaktion teilnehmende Akteur Erwartungen über das Verhalten der Beteiligten bildet oder auf die Entscheidungen der anderen reagiert und dann nach gewissen Regeln seine eigenen Entscheidungen trifft – somit beschäftigt sich die Spieltheorie mit den Themen der Interdependenz und den Auswirkungen von Entscheidungen.

Stellt sich der einzelne vielleicht noch immer die Frage, inwiefern die Spieltheorie für das alltägliche Leben konkret relevant ist, lässt sich diese Relevanz an zwei grundverschiedenen Beispielen festhalten. Exemplarisch bietet sich der Blick auf die Frage, ob man den Abend mit der Partnerin beim Fußball oder im Kino verbringen soll, an – aber auch die Frage, ob ein Unternehmen die Preise erhöhen soll, um mehr Profit zu erzielen, lässt sich vor dem Hintergrund der Spieltheorie betrachten. Die Spieltheorie steht trotz der Zugänglichkeit für Nicht-Mathematiker auf einem streng mathematischen Grundgerüst – doch wie ist die Spieltheorie entstanden und welche Entwicklung hat sie seitdem vollzogen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN

2.1 DEFINITION SPIELTHEORIE

2.2 KLASSIFIZIERUNGEN DER SPIELE

2.2.1 Kooperative & nicht-kooperative Spiele

2.2.2 Spiele in Normalform & Spiele in extensiver Form

2.2.3 Nullsummenspiele & Nichtnullsummenspiele

2.2.4 Einmalspiele & wiederholte Spiele

2.2.5 Informationsstände

3 DIE GESCHICHTE DER SPIELTHEORIE

4 FÜNF PRAXISBEISPIELE DER SPIELTHEORIE

4.1 AUKTIONSVERHALTEN UND -ORGANISATION

4.2 DIE WAHL DES GEBRAUCHTWAGENHÄNDLERS

4.3 VAMPIR-FLEDERMÄUSE

4.4 STRATEGISCHE KRIEGSFÜHRUNG

4.5 LOHN-/GEHALTSVERHANDLUNGEN

5 SCHLUSSBETRACHTUNG

6 ANHANG

6.1 DAS GEFANGENENDILEMMA

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die geschichtliche Entwicklung der Spieltheorie nachzuzeichnen und deren Relevanz durch fünf konkrete Praxisbeispiele zu veranschaulichen, um die Auswirkungen von Interdependenzen bei Entscheidungsprozessen zu reflektieren.

  • Grundlagen und Definition der Spieltheorie
  • Klassifizierung spieltheoretischer Modelle
  • Historische Entwicklung von den Anfängen bis heute
  • Anwendungsbereiche in Wirtschaft, Biologie und Geschichte
  • Analyse strategischen Handelns in Entscheidungssituationen

Auszug aus dem Buch

4.1 Auktionsverhalten und -organisation

Anwendung findet die Spieltheorie beispielsweise bei Auktionen. Dabei wird die folgende Situation analysiert: Eine Menge von Objekten soll verkauft werden – diese sind bekannt als Auktionsgegenstände. Die Auktion ist ein Vorgang, bei dem die Interessenten für den Auktionsgegenstand Preisangebote abgeben, so wird der zu zahlende Preis ermittelt und dem Erwerber des Objektes zugeordnet. Der Zuschlag erfolgt an den Höchstbietenden, der Preis richtet sich nach den Auktionsregeln. Bei der Abgabe eines Gebots handelt es sich um eine Situation interpersoneller und interdependenter Entscheidungen.27 Die Spieltheorie ist also grundsätzlich anwendbar und dient zur Analyse dieser Situationen. Insbesondere die Bietstrategie in einer Auktion ist Gegenstand spieltheoretischer Analyse, weil die optimale Höhe des eigenen Gebots nicht allein von der eigenen Zahlungsbereitschaft abhängt, sondern auch von den Geboten der Mitbieter. Auch die optimale Erstellung von Regeln, nach denen eine Auktion durchgeführt werden soll, ist eine Fragestellung der Spieltheorie (sog. Auktionsdesign).28 Auf diese Weise wurden spieltheoretische Analysen bei der spektakulärsten Auktion der deutschen Wirtschaftsgeschichte im August 2000, bei der etwa 100 Milliarden DM sechs UMTS-Lizenzen29 versteigert wurden, eingesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Allgegenwart spieltheoretischer Fragestellungen im Alltag und Formulierung der Zielsetzung der Arbeit.

2 KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN: Erläuterung des Begriffs der Spieltheorie sowie detaillierte Klassifizierung verschiedener Spielarten und Informationsstände.

3 DIE GESCHICHTE DER SPIELTHEORIE: Darstellung der historischen Entwicklung von frühen Ansätzen im 19. Jahrhundert bis zur Etablierung als wissenschaftliche Disziplin durch das Werk von Neumann und Morgenstern.

4 FÜNF PRAXISBEISPIELE DER SPIELTHEORIE: Analyse verschiedener Anwendungsfelder, darunter Auktionen, Gebrauchtwagenhandel, biologisches Verhalten von Fledermäusen, Kriegsführung und Gehaltsverhandlungen.

5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Reflexion über die Bedeutung der Spieltheorie und die Grenzen der Modellierung in komplexen Realsituationen.

6 ANHANG: Erläuterung des prominentesten Beispiels der Spieltheorie, des Gefangenendilemmas, zur Verdeutlichung nicht-kooperativer Spiele.

Schlüsselwörter

Spieltheorie, Interdependenz, Entscheidungstheorie, Kooperative Spiele, Nicht-kooperative Spiele, Nullsummenspiele, Auktionsdesign, Strategisches Kalkül, Gefangenendilemma, Rationalität, Marktmechanismen, Soziale Interaktion, Modellierung, Mathematische Ökonomie, Effizienz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Grundlagen der allgemeinen Systemtheorie mit einem spezifischen Fokus auf die Spieltheorie, ihre historische Entwicklung und ihre Anwendung in diversen Lebensbereichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Klassifizierung von Spielmodellen, die mathematische Fundierung strategischer Entscheidungen sowie die praktische Anwendung spieltheoretischer Ansätze in Wirtschaft und Biologie.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Spieltheorie darzulegen und anhand von fünf Praxisbeispielen zu zeigen, wie spieltheoretische Analysen zur Erklärung komplexer Entscheidungssituationen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Fundierung vorgenommen, die durch eine fallbasierte Analyse (Praxisbeispiele) ergänzt wird, um die Relevanz der theoretischen Modelle in der Realität zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die historische Genese der Disziplin sowie die detaillierte Untersuchung fünf spezifischer Praxisanwendungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Spieltheorie, Interdependenz, Entscheidungstheorie, strategisches Kalkül sowie spezifische Konzepte wie das Gefangenendilemma.

Wie lässt sich der Nutzen von Spieltheorie bei Gehaltsverhandlungen erklären?

Die Spieltheorie hilft hier zu verstehen, dass das Ergebnis nicht nur vom eigenen Handeln abhängt, sondern eine strategische Interaktion mit der Gegenseite darstellt, wobei Erwartungen über das Verhalten des Anderen das eigene Kalkül beeinflussen.

Warum wird das Verhalten von Vampir-Fledermäusen als Beispiel herangezogen?

Dies dient als biologisches Anschauungsbeispiel für kooperatives Verhalten, bei dem Akteure in wiederholten Interaktionen von gegenseitiger Unterstützung profitieren, was spieltheoretisch als stabilisierendes System gedeutet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Spieltheorie als Teil der Kybernetik. Definition, historische Entwicklung sowie Praxisbeispiele
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Autor
Dominic Anlauf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V520248
ISBN (eBook)
9783346136565
ISBN (Buch)
9783346136572
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Systemtheorie Kybernetik Spieltheorie Entscheidungstheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominic Anlauf (Autor:in), 2019, Die Spieltheorie als Teil der Kybernetik. Definition, historische Entwicklung sowie Praxisbeispiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/520248
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Leseprobe aus  16  Seiten
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