Beim Kerbschlagbiegeversuch wird das Bruchverhalten von Werkstoffen bei unterschiedlichen Temperaturen untersucht. Ermittelt wird die Kerbschlagarbeit. Das ist die Kraft, die benötigt wird, um eine definiert gekerbte Probe durchzuschlagen. Die Ermittlung der Kraft erfolgt über den Energieerhaltungssatz.
In vielen Fällen unterliegen die Werkstoffe in ihrem Einsatz dynamischen Beanspruchungen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, für den Einsatz der Materialien bei schlagartigen und schwingenden Belastungen Werkstoffkennwerte zu ermitteln, die Aussage über dieses Werkstoffverhalten machen können.
Vor Versuchsbeginn wurde eine Leerprüfung zur Eichung und zur Messung der Gerätereibung durchgeführt. Die besagte Gerätereibung muss bei den Messwerten abgezogen werden, damit das Messergebnis nicht verfälscht wird. Nach einer kurzen Einweisung für den sicheren Umgang mit dem Pendelschlagwerk konnte die Versuchsdurchführung selbstständig begonnen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Kerbschlagbiegeversuch
- Ziel
- Randbedingungen
- Versuchsvorbereitung
- Versuchsdurchführung
- Versuchsprotokoll
- Diskussion-Deutung der Ergebnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Kerbschlagbiegeversuch dient dazu, das Bruchverhalten von Werkstoffen bei verschiedenen Temperaturen zu untersuchen. Das Ziel ist es, die Kerbschlagarbeit zu ermitteln, die die Kraft darstellt, die benötigt wird, um eine definiert gekerbte Probe durchzuschlagen.
- Ermittlung der Kerbschlagarbeit
- Untersuchung des Bruchverhaltens von Werkstoffen
- Einfluss der Temperatur auf das Werkstoffverhalten
- Anwendung des Energieerhaltungssatzes
- Bewertung der Widerstandsfähigkeit von Werkstoffen gegenüber schlagartigen Belastungen
Zusammenfassung der Kapitel
Kerbschlagbiegeversuch
Dieses Kapitel erläutert den Kerbschlagbiegeversuch als Methode zur Untersuchung des Bruchverhaltens von Werkstoffen bei verschiedenen Temperaturen. Es werden die Zielsetzung, die Randbedingungen, die Versuchsvorbereitung, die Versuchsdurchführung, die Protokollführung und die Interpretation der Ergebnisse beleuchtet.
Schlüsselwörter
Kerbschlagbiegeversuch, Bruchverhalten, Werkstoffe, Temperatur, Kerbschlagarbeit, Energieerhaltungssatz, Schlagbeanspruchung, Pendelschlagwerk, Proben, Versuchsprotokoll, Interpretation der Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Was wird beim Kerbschlagbiegeversuch gemessen?
Gemessen wird die Kerbschlagarbeit, also die Energie, die benötigt wird, um eine genormte, gekerbte Werkstoffprobe schlagartig zu zerbrechen.
Welchen Einfluss hat die Temperatur auf das Bruchverhalten?
Viele Werkstoffe werden bei niedrigen Temperaturen spröde und brechen leichter, während sie bei höheren Temperaturen zäher reagieren.
Wie funktioniert ein Pendelschlagwerk?
Ein Pendelhammer wird aus einer bestimmten Höhe fallen gelassen, zerschlägt die Probe und schwingt auf der anderen Seite wieder hoch. Die Differenz der Steighöhen zeigt die verbrauchte Energie an.
Warum muss eine Leerprüfung durchgeführt werden?
Um die Gerätereibung und den Luftwiderstand zu messen, damit diese Werte vom späteren Messergebnis abgezogen werden können und das Resultat nicht verfälschen.
Warum ist dieser Versuch für die Technik so wichtig?
Er liefert Kennwerte für Werkstoffe, die im Einsatz schlagartigen oder dynamischen Belastungen ausgesetzt sind, um deren Sicherheit zu gewährleisten.
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- Franz Xaver (Autor), 2017, Der Kerbschlagbiegeversuch im Labor, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/518529