In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie im 17. Jahrhundert die East India Company und der Import von indischen Textilien im Wechselspiel durch die Gesellschaft und die Textilindustrie beeinflusst wurden. Dies soll anhand von zwei Analysen geschehen. Im ersten Teil der Arbeit sollen die beiden Ostindien-Kompanien und deren historische Entwicklung skizziert werden, wie die EIC sich auf dem Subkontinent etablierte, während der zweite Teil sich dem ersten großen „Standbein“ der EIC, dem Textilhandel, widmet, somit der Import von Textilgütern, deren Nachfrage und dem resultierenden Konflikt zwischen der East India Company und der in England ansässigen Textilindustrie.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung und theoretische Vorüberlegungen
- Ostindien-Kompanien
- Vereenigte Oostindische Compagnie (VOC)
- East India Company (EIC)
- Der Handel der EIC
- Die Textilindustrie in England
- Konsumenten-Nachfrage
- Konflikt zwischen Import und Wollindustrie
- Zusammenfassung und Schlussbemerkungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht den Einfluss der britischen East India Company auf die englische Textilindustrie im 17. Jahrhundert. Sie analysiert die Entwicklung der EIC und ihre Etablierung im indischen Subkontinent sowie den damit verbundenen Handel mit indischen Textilien.
- Entwicklung der East India Company und ihre Rolle im indischen Subkontinent
- Der Import von indischen Textilien nach England
- Die Auswirkungen des Imports auf die englische Textilindustrie
- Der Konflikt zwischen der EIC und der einheimischen Wollindustrie
- Die Bedeutung des Textilhandels für die EIC
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet die Entstehung der Ostindien-Kompanien als neue Form der europäischen Expansion, wobei die britische East India Company (EIC) und die niederländische Vereenigte Oostindische Compagnie (VOC) im Vordergrund stehen. Die zentrale Absicht der EIC war die Wiederbelebung des Gewürzhandels, insbesondere mit Pfeffer. Das Kapitel analysiert die politische Legitimität der Kompanien, die ihnen Monopolrechte im Handel mit Ostindien gewährte.
Das zweite Kapitel betrachtet die Entwicklung der Verenigden Oostindischen Compagnie (VOC) als eine Handelsgesellschaft mit dem Ziel des Fernhandels mit Ländern im asiatischen Raum. Es werden die Herausforderungen des Freihandels in einer von Spanien und Portugal dominierten Welt, das Oktroi der VOC und deren Etablierung in Batavia als politisches Zentrum und Umschlagsplatz für Waren beschrieben.
Das dritte Kapitel konzentriert sich auf die East India Company (EIC) und ihre Gründung durch den Zusammenschluss mehrerer Kaufleute aus der Londoner City. Es analysiert die Entwicklung der EIC-Administration anhand der Charter vom 31.12.1600 und beleuchtet die Etablierung von Stützpunkten im asiatischen Raum sowie die frühen Konflikte mit anderen englischen Kaufleuten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der East India Company, dem Textilhandel, dem Konflikt zwischen Import und einheimischer Produktion, der Entwicklung der Textilindustrie in England sowie dem Einfluss der East India Company auf die englische Wirtschaft im 17. Jahrhundert.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hatte die East India Company (EIC) auf den Textilhandel im 17. Jahrhundert?
Die EIC etablierte den Import indischer Textilien nach England als ein zentrales Standbein ihres Handels. Dies führte zu einer massiven Steigerung der Nachfrage nach exotischen Stoffen, löste jedoch gleichzeitig heftige Konflikte mit der einheimischen englischen Wollindustrie aus.
Was war der Hauptgrund für die Gründung der East India Company?
Ursprünglich wurde die EIC gegründet, um den lukrativen Gewürzhandel, insbesondere mit Pfeffer, im asiatischen Raum wiederzubeleben und gegen die Konkurrenz anderer europäischer Mächte zu bestehen.
Wie unterschied sich die EIC von der niederländischen VOC?
Während beide Kompanien Monopolrechte genossen, etablierte die VOC ihr politisches Zentrum in Batavia, während die EIC sich schrittweise auf dem indischen Subkontinent festsetzte und dort ihre Verwaltungsstrukturen entwickelte.
Welche Rolle spielte die Konsumentennachfrage in England?
Die wachsende Nachfrage der englischen Konsumenten nach indischen Textilien veränderte die Modewelt und zwang die einheimische Industrie zur Anpassung, was zu wirtschaftspolitischen Spannungen führte.
Was waren die Folgen des Textilimports für die englische Wirtschaft?
Der Import führte zu einem Strukturwandel. Die traditionelle Wollindustrie sah sich durch die billigeren und modischeren indischen Stoffe bedroht, was schließlich zu protektionistischen Maßnahmen führte.
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- Tom Schäfer (Author), 2017, East India Company. Welchen Einfluss hatte die EIC auf den Textilhandel im 17. Jahrhundert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/515002