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Sprachbezogene Hierarchisierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft. Selbst- und Fremdpositionierungen während der biographischen Phase des Studiums

Titre: Sprachbezogene Hierarchisierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft. Selbst- und Fremdpositionierungen während der biographischen Phase des Studiums

Dossier / Travail , 2019 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Rukiye Tekin (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Die folgende Arbeit befasst sich mit der Selbst- und Fremdpositionierung zu sprachbezogenen Hierarchien bei mehrsprachigen Sprechern. Diese findet speziell in den Sprachbiographien Ausdruck. Besonders Ziel der Untersuchung ist es, mithilfe der Sprachorientierungen der Individuen an Universitäten die sozial geprägten Herstellungsleistungen zu beobachten.

Bei der Untersuchung von gesellschaftlichen Hierarchien durch sprachbezogene Normabweichungen, insbesondere in der Migrationsgesellschaft, hat der Identitätsbegriff Konjunktur. Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen widmen sich dem Konzept der "Identität". Hierzu gehören u.a. die Psychologie, Soziologie, Pädagogik und letztendlich die (Migrations)Linguistik.. Insbesondere im Spannungsfeld von Identität und Migration, in dem man oftmals auf mehrsprachige Sprecher_innen trifft, werden narrative Interviews genutzt, um Sprachbiographien zu erheben, in denen die Gesprächspartner_innen von ihren biographischen und alltäglichen Erfahrungen mit mehreren Sprachen erzählen. Zentral sind hier die Erfahrungen im universitären Bereich, denn auch die Migrant_innen stellen sich selbst immer wieder die Frage nach ihrer Verortung.

In einem ersten Schritt wird der Begriff Subjektivierung definiert und anschließend theoretisch rekonstruiert. Dem folgt, als Kern der Arbeit, eine Wiedergabe der empirischen Umsetzung der Frage nach der deutschen Sprache als Differenzierungsmerkmal während des Studiums. Diese wird anschließend in den Bereichen der Selbst- und Fremdpositionierung weiter ausgeführt, bevor die Egebnisse abschließend zusammengefasst werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis der Arbeit

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Subjekttheorien

4. Sprache als Differenzmerkmal während des Studiums

5. Selbstpositionierungen

6. Fremdpositionierungen

7. Fallbeispiel

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachbezogenen Hierarchisierungsprozesse innerhalb der Migrationsgesellschaft, wobei der Fokus auf den Selbst- und Fremdpositionierungen von Studierenden in ihrer biographischen Phase des Studiums liegt. Ziel ist es, mithilfe von Sprachbiographien mehrsprachiger Individuen zu analysieren, wie Sprache als Differenzierungsmerkmal in universitären Kontexten zur Konstruktion von Zugehörigkeiten oder Exklusionen genutzt wird.

  • Identitätskonstruktion im Kontext von Mehrsprachigkeit und Migration
  • Subjektivierungsprozesse und soziale Einordnung an Universitäten
  • Sprache als Instrument der gesellschaftlichen Differenzierung und Machtausübung
  • Analyse narrativer Sprachbiographien zur Identifikation von Selbst- und Fremdpositionierungen

Auszug aus dem Buch

7. Fallbeispiel

Insbesondere narrative Interviews werden benutzt, um Sprachbiographien und alltägliche Erfahrungen von mehrsprachigen Sprecher_innen, beziehungsweise gleichzeitig deren Relation von Migration und Identität, zu analysieren, die hier aus Platzgründen unerwähnt bleiben müssen. Besonders im Kontext von Sprachbiographien zum Thema Mehrsprachigkeit etablieren die Teilnehmer_innen im Erzählvorgang aus ihrer alltäglichen biographischen Erfahrungen ihre soziale Position. Hierbei findet die sprachliche Positionierungsarbeit immer in zwei Kategorien statt: Einerseits stellt ein/e Sprecher_in sich selbst so dar, wie man von dem Gegenüber in der jeweiligen Interaktion gesehen werden möchte; man nimmt also eine Position im sozialen Raum ein. Dies führt jedoch immer auch dazu, sofort eine Positionierung für das Gegenüber durchzuführen und verdeutlicht ihm seine soziale Position (Fremdpositionierung).

Wie letztendlich anhand von sprachlichen Positionierungen die Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit durch die Interviewenden vorgenommen wird, soll im folgenden Abschnitt anhand von ausgewählten Auszügen von narrativ erhobenen Sprachbiographien untersucht werden. Die Auszüge aus den erhobenen Interviews lassen sich in mehrere Abschnitte gliedern. Zu Beginn des Gesprächs wird als Input noch einmal auf den Untersuchungsgegenstand ‚Mehrsprachigkeit in der biographischen Phase des Studiums’ verwiesen, verbunden mit dem Hinweis, zunächst auf die eigene Biographie bezogene wichtige Stationen und Erfahrungen in diesem Themenfeld zu erzählen.

„Wenn ich aber hier bin, also an der Uni – ist es anders, und ähm das ist für mich eine ja ähm ein schwieriger Punkt, weil ich mich immer – und das kommt eben nur durch die Sprache, ich mich immer, ich fühle mich immer, ein Stückchen zurück, oder ein Stückchen drunter, sei denn bei den Seminaren oder – wenn ich mit meinen Professoren reden muss, oder alles äh weil ja – ich weiß, oder ich spüre, dass mein Deutsch nicht genug ist […]“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Identitätsthematik in der Migrationsgesellschaft ein und umreißt die Untersuchung von sprachbezogenen Hierarchisierungen mittels narrativer Sprachbiographien im universitären Raum.

2. Begriffsbestimmung: Hier wird der theoretische Begriff der Subjektivierung anhand von Autoren wie Foucault und Bröckling definiert, um das Verständnis von der Entstehung des Subjekts im sozialen Zusammenhang zu etablieren.

3. Subjekttheorien: Dieses Kapitel vertieft die theoretische Ebene, indem es erklärt, wie Subjekte durch Machtfelder sowie soziale Normen und Werte innerhalb von Institutionen produziert werden.

4. Sprache als Differenzmerkmal während des Studiums: Der Abschnitt verdeutlicht, wie Mehrsprachigkeit im Hochschulalltag als Distinktionsmerkmal fungiert und wie über Sprache soziale Inklusion oder Exklusion legitimiert wird.

5. Selbstpositionierungen: Es wird analysiert, wie Individuen ihre Identität im Wechselspiel zwischen Selbstwahrnehmung und gesellschaftlichen Anforderungen an die Sprache aktiv konstruieren.

6. Fremdpositionierungen: Dieses Kapitel beschreibt die staatliche und soziale Konstruktion des „Fremden“, insbesondere durch die Anrufung und Zuschreibung von Identitätsmerkmalen seitens der Aufnahmegesellschaft.

7. Fallbeispiel: Basierend auf narrativen Interviews werden konkrete Sprachbiographien von Studierenden analysiert, um die praktischen Auswirkungen sprachlicher Hierarchien aufzuzeigen.

8. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Sprache in der universitären Phase als zentrale Differenzierungslinie dient, die eng mit der Formierung des Selbst und der Fremdzuschreibung verknüpft ist.

Schlüsselwörter

Identität, Migration, Mehrsprachigkeit, Subjektivierung, Sprachbiographien, Hierarchisierung, Universität, Selbstpositionierung, Fremdpositionierung, Machtverhältnisse, Diskurs, Differenzierung, soziale Zugehörigkeit, Bildungsinstanzen, Diskriminierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Sprache auf die Identitätsbildung von Studierenden in einer Migrationsgesellschaft und analysiert, wie sprachliche Normen soziale Hierarchien an Universitäten schaffen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Subjektivierung, den Prozessen der Selbst- und Fremdpositionierung sowie der Rolle der deutschen Sprache als Macht- und Differenzierungsfaktor.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, mithilfe von Sprachbiographien zu untersuchen, wie mehrsprachige Studierende im universitären Umfeld ihre soziale Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit aushandeln und dabei mit sprachlichen Hierarchien umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der narrativen Interviews, um Sprachbiographien zu erheben, und führt im Anschluss eine Positionierungsanalyse durch, um die Aussagen der Studierenden soziologisch einzuordnen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung (Subjektivierung, Subjekttheorien) und eine empirische Analyse, in der das Fallbeispiel der Studierenden im Zentrum steht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Identität, Migrationsgesellschaft, Subjektivierung, Mehrsprachigkeit, Positionierungsanalyse und sprachliche Hierarchisierung.

Wie unterscheidet sich die Selbstpositionierung von der Fremdpositionierung im Kontext der Sprache?

Während die Selbstpositionierung beschreibt, wie Studierende ihr Selbstbild aktiv durch Sprache definieren, bezieht sich die Fremdpositionierung auf Zuschreibungen durch Dritte oder Institutionen, die den Sprecher als „sprachlich Andere“ markieren.

Warum spielt die Universität eine besondere Rolle bei der sprachlichen Hierarchisierung?

Die Universität fungiert als Institution, in der normgerechtes, wissenschaftliches Deutsch als Voraussetzung für akademische Teilhabe definiert wird, wodurch sprachliche Abweichungen direkt zu Exklusionseffekten führen können.

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Résumé des informations

Titre
Sprachbezogene Hierarchisierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft. Selbst- und Fremdpositionierungen während der biographischen Phase des Studiums
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
2,0
Auteur
Rukiye Tekin (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
14
N° de catalogue
V514847
ISBN (ebook)
9783346116895
ISBN (Livre)
9783346116901
Langue
allemand
mots-clé
sprachbezogene hierarchisierungsprozesse migrationsgesellschaft selbst- fremdpositionierungen phase studiums
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Rukiye Tekin (Auteur), 2019, Sprachbezogene Hierarchisierungsprozesse in der Migrationsgesellschaft. Selbst- und Fremdpositionierungen während der biographischen Phase des Studiums, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514847
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Extrait de  14  pages
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