Nach einer kurzen Vorstellung Berkeleys stellt diese Arbeit die Grundzüge des Britischen Empirismus knapp dar, um Berkeleys Werk „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ in einen Kontext einordnen zu können. Danach sollen vor allem die Begriffe Geist und Materie besser verständlich gemacht werden und Berkeleys Lehre vom Immaterialismus erläutert werden, mit der er die Existenz Gottes unterstreichen will.
Bereits Kant formulierte im Vorwort zur Kritik der reinen Vernunft den Leitspruch der Aufklärung, indem er verkündete, dass das 18. Jahrhundert das der Kritik sei und das sich ihr alles zu unterwerfen habe. Zu Beginn der Aufklärung stand vor allem die Theologie im Zentrum der kritischen Diskussion. Später standen auch die Politik, Kunst und auch die Literatur im Fokus. Die Literatur galt dabei gleichzeitig als Instrument der Aufklärung zur Verbreitung der herrschenden Ideen. Das Zeitalter der Aufklärung ist vor allem durch die Abkehr von spekulativen Werten hin zu der Herrschaft der Vernunft gekennzeichnet. Dieses Zeitalter der Aufklärung ist von verschiedenen Philosophen geprägt, die entweder dem Rationalismus oder dem Empirismus angehören. Im französischsprachigen Raum ist dies vor allem Descartes, in Deutschland Leibniz und im englischen Raum Locke, Berkeley und Hume. Besonders auf die Sicht des Empiristen Berkeleys wird in dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk gelegt.
In der "Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis" entwickelt Berkeley die Lehre vom Immaterialismus. Die Wahrnehmung der Dinge mit den Sinnen ist für ihn die Basis allen Seins, den Geist versteht Berkeley als das aktive Prinzip. Er befasst sich vor allem mit der Existenz der Materie. Seine Lehre vom Immaterialismus, die aus der Kritik an Locke und Malebranche hervorging, erkennt allein den Geist als Substanz an.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurzbiographie George Berkeley
- Der Britische Empirismus
- Vertreter des Britischen Empirismus
- Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis
- Zum Werk
- Berkeleys Position
- Geist und Idee
- Immaterialismus
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Philosophie George Berkeleys, insbesondere mit seiner Lehre vom Immaterialismus, die in seiner „Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ dargelegt wird. Das Ziel ist es, Berkeleys Position im Kontext des Britischen Empirismus zu verstehen und seine Kritik am Skeptizismus und Atheismus aufzuzeigen.
- Der Britische Empirismus und seine Vertreter
- Berkeleys Kritik an Locke und Malebranche
- Die Rolle der Sinneswahrnehmung und des Geistes
- Die Lehre vom Immaterialismus und die Existenz Gottes
- Berkeleys Argumentation gegen den Skeptizismus
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und beschreibt Berkeleys Philosophie im Kontext der Aufklärung. Sie hebt die Bedeutung der Vernunft und des Empirismus in dieser Epoche hervor und zeigt die Position Berkeleys innerhalb dieser Strömungen auf.
- Kurzbiographie George Berkeley: Dieses Kapitel beleuchtet die wichtigsten Stationen im Leben von George Berkeley, seinem Studium am Trinity College in Dublin, seiner Begegnung mit Descartes und Locke und der Veröffentlichung seines Hauptwerks „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“.
- Der Britische Empirismus: Hier werden die Grundzüge des Britischen Empirismus dargestellt, insbesondere die Betonung der Erfahrung als Quelle des Wissens im Gegensatz zum Rationalismus. Das Kapitel stellt einige wichtige Vertreter dieser philosophischen Strömung vor, darunter Bacon, Locke und Hume.
- Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung und Inhalte von Berkeleys Werk. Es geht auf die Struktur des Werkes ein, die Kritik an Locke und die zentrale Rolle des Immaterialismus.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem Britischen Empirismus, George Berkeley, Immaterialismus, Sinneswahrnehmung, Geist, Idee, Skeptizismus, Atheismus, „Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“, Locke, Malebranche, Descartes, Vernunft, Erfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Berkeleys Lehre vom Immaterialismus?
Berkeley vertritt die Ansicht, dass es keine materielle Substanz gibt. Alles Sein besteht allein aus dem Geist und den Ideen, die im Geist wahrgenommen werden („Sein ist Wahrgenommenwerden“).
Wie grenzt sich Berkeley vom Empirismus von John Locke ab?
Während Locke an eine materielle Außenwelt glaubt, die unsere Sinne reizt, erkennt Berkeley allein den Geist als aktive Substanz an und lehnt die Existenz einer geistunabhängigen Materie ab.
Welche Rolle spielt Gott in Berkeleys Philosophie?
Gott fungiert als der Garant der Beständigkeit unserer Wahrnehmungen. Da Dinge auch existieren, wenn kein Mensch sie sieht, müssen sie im Geiste Gottes vorhanden sein.
Was ist der „Britische Empirismus“?
Eine philosophische Strömung, die Erfahrung und Sinneswahrnehmung als einzige Quelle des Wissens ansieht. Hauptvertreter sind Locke, Berkeley und Hume.
Gegen welche Strömungen richtet sich Berkeleys Werk?
Berkeley wollte mit seiner Lehre vor allem den Skeptizismus und den Atheismus bekämpfen, indem er die unmittelbare Abhängigkeit der Welt von einem göttlichen Geist aufzeigte.
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- Anonym (Author), 2019, Was ist Immaterialismus nach George Berkeley?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/514402