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Kindesaussetzung in der römischen Antike

Title: Kindesaussetzung in der römischen Antike

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Thomas Oliver Schindler (Author)

World History - Early and Ancient History
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„It is beyond question that abandonment was a familiar part of Roman life, affecting every class of person and every type of extant source, from inscriptions to novels, from laws to plays, from moral advice to imperial chronicles. Romans regarded it as remarkable that others did not expose children.” (John Boswell)
Wie dieses einleitende Zitat von Boswell zeigt, kann die Kindesaussetzung als ein tief in die römische Kultur verstrickter, alle Schichten und Regionen betreffender Bestandteil des antiken Alltagslebens betrachtet werden, gleichwohl es in der Forschung dazu Gegenmeinungen gibt . Diese Arbeit soll das Phänomen der Kindesaussetzung in der römischen Gesellschaft mit seinen rechtlichen, sozialen , ökonomischen und politischen Hintergründen und Entwicklungen der Zeit beleuchten. Mit einem in bestimmte Merkmale aufgefächerten Überblick wird versucht werden, das Phänomen zusammenzufassen und in einem Interpretationsteil aus heutiger Sicht menschlich zu begreifen, da sich bisher wohl kaum ein Forscher der Neuzeit ohne eine gewisse menschliche Abscheu diesem Thema widmete. Hauptziel der Arbeit wird die Klärung folgender Fragestellung sein: Wie ist es möglich, dass sich eine Kultur auf die Basis eines so grausamen Phänomens stützt?
Wie das Boswell-Zitat gut zusammenfasst sind aufgrund der Alltäglichkeit in jeder erdenklichen Quellenart Hinweise und Auskünfte über Kindesaussetzung und seine Begleiterscheinungen meist zufällig und nebenbei anzutreffen. Es werden also verschiedenste prominente Autoren der Antike als hinweisgebende Instanzen erscheinen, aber auch unterstützender Weise vereinzelt archäologische Funde und Inschriften von unbekannten Urhebern. Es ist außerdem anzumerken, dass bei den unterschiedlichen Quellenarten selbst nochmals mit differenzierter Vorsicht zu arbeiten ist: ein fiktives Schriftwerk lässt prinzipiell weniger Realitätsbezug erwarten als eine Gesetzesschrift, darf aber auch nicht als unrealistisch gelten . Darüber hinaus spiegelt auch ein Rechtstext nicht unbedingt die tatsächliche gesellschaftliche Praxis wider: so kann etwas durchaus legal möglich sein, wird aber aus anderen Gründen nicht praktiziert. Generell ergibt also nur die Synthese der ganzen Palette an Quellentypen ein detailliertes und realistisches Bild der Vergangenheit. Dies soll in der vorliegenden Arbeit berücksichtigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Kindesaussetzung
    • die demographische Bedeutung von Kindesaussetzung
    • Beweggründe für Kindesaussetzung
    • der rechtliche Hintergrund
      • Legalität der Kindesaussetzung
      • Schicksal und Rechtsstellung der Findelkinder und der Beteiligten
      • Alumni
    • Faktoren für die Überlebenschance ausgesetzter Kinder
    • die gesellschaftliche Haltung zur Kindesaussetzung
    • individuelle Haltungen zur Kindesaussetzung
  • Schluss
    • Zusammenfassung
    • Interpretation

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Kindesaussetzung in der römischen Gesellschaft und beleuchtet dessen rechtliche, soziale, ökonomische und politische Hintergründe und Entwicklungen. Ziel ist es, das Phänomen zu analysieren und aus heutiger Sicht zu verstehen, insbesondere die Frage zu klären, wie eine Kultur auf ein so grausames Phänomen aufgebaut sein kann. Die Arbeit analysiert die Quellenlage und versucht, ein möglichst realistisches Bild der Vergangenheit zu zeichnen.

  • Rechtliche Aspekte der Kindesaussetzung
  • Soziale und emotionale Aspekte der Kindesaussetzung
  • Ökonomische Faktoren und die Rolle der Kindesaussetzung in der römischen Wirtschaft
  • Demographische Auswirkungen der Kindesaussetzung
  • Gesellschaftliche und individuelle Haltungen zur Kindesaussetzung

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in das Thema der Kindesaussetzung ein und stellt fest, dass das Phänomen tief in die römische Kultur verwurzelt war, obwohl es in der Forschung dazu gegensätzliche Meinungen gibt. Die Arbeit untersucht die rechtlichen, sozialen, ökonomischen und politischen Hintergründe der Kindesaussetzung.

Das zweite Kapitel behandelt das Phänomen der Kindesaussetzung im Detail. Es beleuchtet die demographische Bedeutung der Kindesaussetzung, die Beweggründe für die Aussetzung von Kindern, den rechtlichen Hintergrund und die Rechtsstellung der Findelkinder sowie die Faktoren, die die Überlebenschance ausgesetzter Kinder beeinflussten. Das Kapitel befasst sich auch mit der gesellschaftlichen und individuellen Haltung zur Kindesaussetzung.

Schlüsselwörter

Kindesaussetzung, Römische Antike, Recht, Gesellschaft, Ökonomie, Demographie, Familie, Findelkinder, Sozialgeschichte, Moral, Kultur, Interpretation, Quellenanalyse, Historische Perspektive.

Häufig gestellte Fragen

War Kindesaussetzung im antiken Rom legal?

Ja, die Aussetzung von Kindern war ein fester Bestandteil der römischen Kultur und über lange Zeit rechtlich nicht verboten. Die Entscheidung lag oft beim Familienoberhaupt (Pater Familias).

Was waren die Hauptgründe für die Aussetzung von Kindern?

Wichtige Faktoren waren wirtschaftliche Not, der Wunsch nach Familienplanung, die Vermeidung von Erbteilungen oder auch die Geburt unehelicher oder körperlich beeinträchtigter Kinder.

Hatten ausgesetzte Kinder Überlebenschancen?

Viele Kinder starben, aber etliche wurden als „Findelkinder“ von anderen Personen aufgezogen, oft jedoch in einem niedrigen sozialen Status oder als Sklaven.

Welche demographische Bedeutung hatte dieses Phänomen?

Kindesaussetzung wirkte als eine Form der Geburtenkontrolle und hatte signifikante Auswirkungen auf das Bevölkerungswachstum und die Sozialstruktur der römischen Gesellschaft.

Was sind „Alumni“ im Kontext der römischen Antike?

Alumni waren Kinder, die von fremden Personen aufgenommen und aufgezogen wurden. Ihr rechtlicher Status war oft komplex und schwankte zwischen Familienmitglied und Unfreien.

Wie war die gesellschaftliche Haltung zur Kindesaussetzung?

Die Römer sahen es als alltäglich an und wunderten sich eher über Völker, die keine Kinder aussetzten. Dennoch gab es auch individuelle moralische Zweifel in der Literatur.

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Details

Title
Kindesaussetzung in der römischen Antike
College
LMU Munich  (Institut für alte Geschichte)
Course
Kindheit und Jugend in der Antike
Grade
1
Author
Thomas Oliver Schindler (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V51291
ISBN (eBook)
9783638473033
ISBN (Book)
9783656059905
Language
German
Tags
Kindesaussetzung Antike Kindheit Jugend Antike
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Oliver Schindler (Author), 2006, Kindesaussetzung in der römischen Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51291
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