Durch sinkende Transport- und Kommunikationskosten und den Abbau wirtschaftspolitischer Handelshemmnisse schreitet die Globalisierung der internationalen Produktion rasch voran. Das Wirtschaftswachstum der Industrieländer und eine raumwirtschaftliche Spezialisierung ist dabei nicht mehr alleine durch die Verfügbarkeit, die Akkumulation und die unterschiedlichen Preise der traditionellen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital zu erklären. Im Welthandel ist ein kontinuierlich wachsender Anteil von Gütern mit hoher Forschungs- und Entwicklungsintensität und hoher technologischer Komplexität zu erkennen. Der Produktionsfaktor Wissen bzw. die Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen, sind daher entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit eines Standortes.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Innovation und Interaktion
- Definition des Begriffs Innovation
- Merkmale des Innovationsprozesses
- Raumwirksamkeit von Innovationen
- Die Bedeutung wissensbasierter Wettbewerbsvorteile
- Lernprozesse als Chance einer wissensbasierten Weiterentwicklung von Standorten in Entwicklungsländern?
- Optionen für einen möglichen technologischen Anschluss von Entwicklungsländern
- Outsourcing und Verlagerung von Fertigungsstätten
- Graduelle Übergänge zwischen faktorkostenbasierten und wissensbasierten Wettbewerbsvorteilen
- Verschiedene Pfade technologischer Aufwertung
- Know-how Transfer durch Investitionen
- Ausländische Direktinvestitionen und ihre Bedeutung für technologische Lernprozesse
- Optionen für einen möglichen technologischen Anschluss von Entwicklungsländern
- Anforderungen an die Wirtschaftspolitik für eine technologische Aufwertung
- Fokussierung technologiepolitischer Ziele
- Ausbau spezieller Standortvorteile
- Anwerbung international tätiger Großunternehmen
- Förderung des Wissens- und Technologietransfers
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die Rolle von Lernprozessen bei der technologischen Weiterentwicklung von Standorten in Entwicklungsländern. Sie befasst sich mit der Frage, ob faktorkostenbasierte Standorte durch Lernprozesse zu wissensbasierten Standorten transformiert werden können und so Chancen für einen technologischen Anschluss an Industrieländer eröffnen.
- Die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten
- Die Rolle von Lernprozessen bei der technologischen Aufwertung
- Optionen für einen technologischen Anschluss von Entwicklungsländern
- Die Bedeutung ausländischer Direktinvestitionen für den Technologietransfer
- Die Anforderungen an die Wirtschaftspolitik zur Förderung der technologischen Entwicklung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Arbeit dar und verdeutlicht die Bedeutung von Innovationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten in einer globalisierten Wirtschaft. Kapitel 2 beleuchtet den Begriff der Innovation, beschreibt die Merkmale des Innovationsprozesses und untersucht die raumwirksamen Konsequenzen. Zudem wird die Bedeutung wissensbasierter Wettbewerbsvorteile für Entwicklungsländer hervorgehoben. Kapitel 3 analysiert Optionen für einen technologischen Anschluss von Entwicklungsländern, darunter Outsourcing, graduelle Übergänge zwischen faktorkostenbasierten und wissensbasierten Wettbewerbsvorteilen, verschiedene Pfade technologischer Aufwertung und Know-how Transfer durch Investitionen. Des Weiteren wird der Einfluss ausländischer Direktinvestitionen auf technologische Lernprozesse betrachtet. Kapitel 4 schließlich befasst sich mit den Anforderungen an die Wirtschaftspolitik, um die technologische Entwicklung in Entwicklungsländern zu fördern, wobei die Fokussierung technologiepolitischer Ziele, der Ausbau spezieller Standortvorteile, die Anwerbung internationaler Großunternehmen und die Förderung des Wissens- und Technologietransfers im Vordergrund stehen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themenbereiche Innovation, Lernprozesse, technologische Aufwertung, Entwicklungsländer, Standortvorteile, Wirtschaftspolitik, ausländische Direktinvestitionen, Wissens- und Technologietransfer.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Innovationen entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit?
In einer globalisierten Welt reichen traditionelle Faktoren wie Arbeit und Kapital nicht mehr aus; Wissen und die Fähigkeit zu Innovationen sichern langfristige Standortvorteile.
Wie können Entwicklungsländer technologisch aufschließen?
Durch Lernprozesse, Know-how-Transfer, Outsourcing von Industrieländern und gezielte ausländische Direktinvestitionen.
Welche Rolle spielen ausländische Direktinvestitionen (ADI)?
ADI sind ein zentraler Kanal für den Technologietransfer und fördern technologische Lernprozesse in den Empfängerländern.
Was ist der Unterschied zwischen faktorkosten- und wissensbasierten Vorteilen?
Faktorkostenbasierte Vorteile beruhen auf niedrigen Preisen für Arbeit oder Boden, während wissensbasierte Vorteile auf Forschung, Entwicklung und technologischer Komplexität basieren.
Welche Anforderungen stellt dies an die Wirtschaftspolitik?
Politik muss technologiepolitische Ziele fokussieren, Standortvorteile ausbauen und den Wissens- und Technologietransfer aktiv fördern.
Was versteht man unter "technologischer Aufwertung"?
Es ist der Prozess, bei dem Standorte durch Lernen und Innovation von einfachen Fertigungsstätten zu technologisch anspruchsvollen Produktionszentren aufsteigen.
- Citar trabajo
- Janine Wittfeld (Autor), 2006, Lernen durch technologische Innovationen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/51140