Im Mittelpunkt dieser Arbeit stehen die Ansatzmöglichkeit für die verschiedenen Krypto-Assets nach den aktuellen IFRS Regelungen und der darauffolgenden Zugangs- beziehungsweise Folgebewertung.
Im heutigen Zeitalter der Digitalisierung sehen sich Unternehmen kontinuierlich mit den technologischen Innovationen und der Digitalen Disruption als Schattenseite konfrontiert. Eine der dennoch wohl wegweisendsten Innovationen, die das einundzwanzigste Jahrhundert zu bieten hat, ist die Technologie der Blockchain und die damit verbundenen Möglichkeiten der Nutzung von Krypto-Assets. Erst im Juni 2019 hat das Unternehmen Facebook Inc. seine eigene Kryptowährung namens "Libra" angekündigt, an diesem Projekt sind u.a. namenhafte Partner wie VISA, Mastercard, Ebay oder PayPal beteiligt.
Die Blockchain-Technologie ist somit längst populär, sodass sich auch im Bereich der Internationalen Rechnungslegung sich die Frage nach der bilanziellen Behandlung aufdrängt. Das IASB hat bisher noch keine konkreten Regelungen veröffentlicht. Womit Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren müssen, vor der Frage stehen, wie die einzelnen Krypto-Assets in das Normgefüge der IFRS einzuordnen sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung und Problemstellung
- 2. Grundlagen und Unterscheidungen
- 2.1 Die technologischen Grundlagen der Blockchain
- 2.2 Initial Coin Offering als Finanzierungsinstrument
- 2.3 Unterscheidung zwischen Coins und Tokens
- 2.4.1 Zahlungstoken
- 2.4.2 Nutzungstoken
- 2.4.3 Anlagetoken
- 3. Ansätze von verschiedenen Standardsetter zu Krypto-Assets
- 4. Bilanzierung im Jahresabschluss nach IFRS
- 4.1 Ansatz von Zahlungstoken
- 4.1.1 Allgemeine Bilanzierungsfähigkeit
- 4.1.2 Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente
- 4.1.3 Finanzinstrumente
- 4.1.4 Vorratsvermögen
- 4.1.5 Immaterielle Vermögenswerte
- 4.1.6 Regelungslücke nach IFRS
- 4.2 Zugangs- und Folgebewertung von Zahlungstoken
- 4.2.1 Vorratsvermögen
- 4.2.2 Immaterielle Vermögenswerte
- 4.3 Ansatz von Nutzungstoken
- 4.3.1 Allgemeine Bilanzierungsfähigkeit
- 4.3.2 Vorratsvermögen
- 4.3.3 Immaterielle Vermögenswerte
- 4.3.4 Simple Agreement for Future Tokens (SAFT)
- 4.4 Zugangs- und Folgebewertung von Nutzungstoken
- 4.5 Ansatz von Anlagetoken
- 4.6 Zugangs- und Folgebewertung von Anlagetoken
- 5. Schlussbetrachtung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Bilanzierung von Krypto-Assets nach IFRS. Sie untersucht die technologischen Grundlagen der Blockchain, die Funktionsweise von Initial Coin Offerings (ICOs) und die Unterschiede zwischen Coins und Tokens.
- Klassifizierung von Krypto-Assets in Zahlungstoken, Nutzungstoken und Anlagetoken
- Bewertung von Krypto-Assets im Jahresabschluss nach IFRS
- Untersuchung der Bilanzierungsansätze für verschiedene Arten von Krypto-Assets
- Analyse der Regelungslücken im IFRS-Rahmen im Hinblick auf Krypto-Assets
- Bewertung der Auswirkungen von Krypto-Assets auf die Rechnungslegung
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Thematik der Bilanzierung von Krypto-Assets nach IFRS ein und erläutert die Problemstellung. Kapitel 2 beleuchtet die technologischen Grundlagen der Blockchain, die Funktionsweise von ICOs und die Unterschiede zwischen Coins und Tokens. Es werden verschiedene Arten von Krypto-Assets vorgestellt und klassifiziert. Kapitel 3 untersucht die Ansätze verschiedener Standardsetter zur Bilanzierung von Krypto-Assets. Kapitel 4 befasst sich mit der Bilanzierung von Krypto-Assets im Jahresabschluss nach IFRS. Es analysiert die Ansätze für verschiedene Arten von Krypto-Assets und die Regelungslücken im IFRS-Rahmen. Kapitel 5 bietet eine Schlussbetrachtung und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Krypto-Assets, Blockchain, Initial Coin Offering (ICO), Zahlungstoken, Nutzungstoken, Anlagetoken, IFRS, Bilanzierung, Jahresabschluss, Rechnungslegung, Regelungslücken, Standardsetter, Vermögenswerte, Finanzinstrumente, Vorratsvermögen, Immaterielle Vermögenswerte
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Krypto-Assets nach IFRS bilanziert?
Da es noch keine spezifischen IFRS-Regelungen gibt, müssen Krypto-Assets je nach ihrer Funktion als Zahlungsmitteläquivalente, Finanzinstrumente, Vorratsvermögen oder immaterielle Vermögenswerte eingeordnet werden.
Was ist der Unterschied zwischen Coins und Tokens in der Bilanzierung?
Die Arbeit unterscheidet primär zwischen Zahlungstoken (Currency Token), Nutzungstoken (Utility Token) und Anlagetoken (Security Token), die jeweils unterschiedliche bilanzielle Anforderungen stellen.
Können Kryptowährungen als Zahlungsmittel bilanziert werden?
Die Einordnung als Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalent ist umstritten. Oft erfolgt mangels gesetzlicher Definition eine Einstufung als immaterieller Vermögenswert oder Vorratsvermögen.
Was ist ein Initial Coin Offering (ICO)?
Ein ICO ist ein Finanzierungsinstrument auf Basis der Blockchain-Technologie, bei dem Unternehmen digitale Token ausgeben, um Kapital für Projekte zu sammeln.
Welche Rolle spielen Nutzungstoken (Utility Tokens)?
Nutzungstoken gewähren dem Inhaber Zugang zu einer digitalen Dienstleistung oder einem Produkt. Ihre bilanzielle Behandlung hängt oft davon ab, ob sie als Vorrat oder immaterieller Wert gelten.
- Arbeit zitieren
- Ruben Fernandes (Autor:in), 2019, Bilanzierung von Krypto-Assets nach IFRS, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/505652