Diese Arbeit beschreibt die Symptome des Burnout-Syndroms und wie es nach dem ICD-10 klassifiziert wird, geht auf verschiedene Erklärungsansätze ein und erforscht diverse Schutzfaktoren, sowohl im persönlichen als auch im organisationellen Bereich.
Burnout ist ein hochaktuelles Thema. Die rasante Zunahme von Burnouts bewegt nicht nur Betroffene zum Nachdenken, auch Unternehmen beschäftigen sich zunehmend mit diesem Thema, aber bei wem liegt die Verantwortung? Was sind die Ursachen?
Ist es das Unternehmen mit den spezifischen Arbeitsbedingungen oder ist es auf den Arbeitnehmer mit seinen Persönlichkeitsmerkmalen zurückzuführen? Die wirtschaftlichen Folgen sind immens. Laut Gesundheitsbericht des Bundes zum Thema Krankheitskosten im Auftrage des Robert Koch-Instituts (RKI) und Gesundheitsberichterstattung des Bundes (GBE) sind Krankheitskosten durch Menschen mit psychischen Problemen von insgesamt rund 26,7 Milliarden Euro entstanden, dies entspricht 11,3% der Gesamtkrankheitstagen.
Die Fürstenberg-Performance-Studie ergab, dass sich der Gewinn des deutschen Bruttoinlandsproduktes durch psychisch gesunde Mitarbeit auf 262 Milliarden Euro, 11% belaufen würde. Unternehmen beginnen, um größeren wirtschaftlichen Ausfällen entgegenzusteuern, Maßnahmen für die Gesundheitsförderung aber auch für den Erhalt von Gesundheit in ihre Unternehmen zu etablieren.
Dem materiellen Faktor steht die menschliche Komponente gegenüber. Immer mehr Menschen leiden unter den Auswirkungen von Burnout und erkranken schwer. Welche Ursachen hat der rasante Anstieg? Oder täuscht die hohe Medienpräsenz darüber hinweg, dass Burnout tatsächlich ein altbekanntes Phänomen ist?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beschreibung des Syndroms
- Klassifizierung nach dem ICD-10
- Symptome
- Prävalenz
- Messmethoden
- Erklärungsansätze
- personenbezogene Erklärungsansätze
- Arbeits- und organisationsbezogene Erklärungsansätze
- Schutzfaktoren
- Persönliche Faktoren
- Selbstwirksamkeit
- Ambiguitätstoleranz
- Hardiness
- Resilienz
- Coping
- Organisationelle Faktoren
- Führungseinfluss
- Arbeitszeitgestaltung
- Arbeitsgestaltung
- Gesundheitszirkel
- Soziale Unterstützung
- Persönliche Faktoren
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Burnout-Syndrom und untersucht die Frage, ob es sich um ein persönliches oder ein strukturelles Problem handelt. Ziel ist es, die Ursachen und Symptome von Burnout zu beleuchten, verschiedene Erklärungsansätze zu analysieren und wichtige Schutzfaktoren zu identifizieren.
- Definition und Klassifizierung von Burnout
- Symptome und Prävalenz des Burnout-Syndroms
- Personenbezogene und arbeitsbezogene Erklärungsansätze für Burnout
- Schutzfaktoren, die Burnout vorbeugen können
- Die Rolle des Arbeitgebers und der Arbeitsbedingungen bei der Entstehung von Burnout
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt das Thema Burnout ein, beleuchtet dessen Relevanz und stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen von Burnout. Die anschließende Beschreibung des Syndroms umfasst Definitionen aus verschiedenen wissenschaftlichen Quellen, die Klassifizierung nach dem ICD-10 und eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Symptomen von Burnout.
Im Kapitel "Erklärungsansätze" werden verschiedene Perspektiven auf die Entstehung von Burnout vorgestellt, sowohl personenbezogene Faktoren wie Selbstwirksamkeit und Ambiguitätstoleranz als auch arbeitsbezogene Faktoren wie Führungseinfluss und Arbeitszeitgestaltung.
Der Fokus des Kapitels "Schutzfaktoren" liegt auf der Identifikation von Faktoren, die Burnout vorbeugen können. Hierbei werden sowohl persönliche Faktoren wie Resilienz und Coping als auch organisationelle Faktoren wie soziale Unterstützung und Gesundheitszirkel beleuchtet.
Schlüsselwörter
Burnout-Syndrom, Arbeitsstress, Erschöpfung, Depersonalisierung, reduzierte Leistungsfähigkeit, Erklärungsansätze, Schutzfaktoren, Selbstwirksamkeit, Ambiguitätstoleranz, Hardiness, Resilienz, Coping, Führungseinfluss, Arbeitszeitgestaltung, Arbeitsgestaltung, Gesundheitszirkel, Soziale Unterstützung
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Burnout nach ICD-10 klassifiziert?
Burnout wird im ICD-10 unter der Kategorie Z73 als Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung geführt.
Ist Burnout ein persönliches oder ein strukturelles Problem?
Die Arbeit untersucht beide Aspekte: personenbezogene Faktoren wie Resilienz sowie arbeitsbezogene Faktoren wie Führungsstil und Arbeitszeitgestaltung.
Was sind typische Symptome des Burnout-Syndroms?
Zu den Kernsymptomen gehören emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und eine reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit.
Welche persönlichen Schutzfaktoren gibt es?
Wichtige Schutzfaktoren sind Selbstwirksamkeit, Ambiguitätstoleranz, Hardiness (Widerstandsfähigkeit) und effektives Coping (Bewältigungsstrategien).
Welche Rolle spielen Unternehmen bei der Burnout-Prävention?
Unternehmen können durch Gesundheitszirkel, soziale Unterstützung und eine bessere Arbeitsgestaltung maßgeblich zur Prävention beitragen.
Wie hoch sind die wirtschaftlichen Folgen von psychischen Erkrankungen?
Laut Gesundheitsberichterstattung entstehen in Deutschland jährlich Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe durch psychisch bedingte Krankheitstage.
- Quote paper
- Andrea Krönke (Author), 2011, Burnout als personelles oder strukturelles Problem, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/496629