Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Partnerschaft in der heutigen Gesellschaft und damit, wie sie sich mit dem Konzept der Reziprozität und die damit implizierte Gabe in Verbindung setzen lässt.
Es wird erläutert, was unter Partnerschaft und Reziprozität zu verstehen ist und in inwieweit sich Formen der Reziprozität in einer Partnerschaft äußern. Außerdem werden Theorieansätze untersucht und theoretische Erklärungsansätze präsentiert. Schließlich wird darauf eingegangen zu welchem Ergebnis diese Untersuchung geführt hat.
Ziel dieser Arbeit ist es somit, die Frage zu beantworten, inwiefern die Gabe ein wichtiges Prinzip in Partnerschaften darstellt.
Die soziologische Relevanz der Fragestellung lässt sich zum einen damit erklären, dass der Analyse von Reziprozität lange Zeit keine Beachtung geschenkt wurde, da eine Anwendung der Reziprozität für die Analyse moderner Gesellschaften nicht aussichtsreich erschien, weil der persönliche Tausch in der heutigen Zeit durch den wirtschaftlichen Tausch und den rechtlichen Vertrag ersetzt wurde.
Moderne Beziehungen erscheinen zu komplex, zu institutionell oder zu systemisch Daran anknüpfend besteht auch im Hinblick auf Partnerschaften ein großer Nachholbedarf in der Soziologie, denn die persönliche Beziehung ist in diesem Bereich bisher nicht ausreichend behandelt worden. Schlussfolgernd haben Reziprozität und Partnerschaften unabhängig voneinander selten einen zentralen Stellenwert erlangt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Partnerschaften
- Theorieansätze
- Reziprozität
- Die Gabe
- Die Gabe in Bezug auf kollektiver Akteure in Partnerschaften
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert die Partnerschaft in der heutigen Gesellschaft und untersucht, wie sie sich mit dem Konzept der Reziprozität und der damit implizierten Gabe in Verbindung setzen lässt. Die Arbeit beleuchtet die Definition von Partnerschaft und Reziprozität und zeigt auf, wie sich Formen der Reziprozität in einer Partnerschaft äußern können. Darüber hinaus werden theoretische Ansätze und Erklärungsmodelle präsentiert.
- Die Rolle der Reziprozität in modernen Partnerschaften
- Die Gabe als zentrales Prinzip in Partnerschaftsbeziehungen
- Theoretische Ansätze zur Analyse von Reziprozität und Gabe
- Die Bedeutung des Gabentauschs in der Gesellschaft
- Die Relevanz von Reziprozität für kollektives Handeln
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung der Arbeit vor und erläutert die soziologische Relevanz der Untersuchung von Reziprozität in Partnerschaften.
- Partnerschaften: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Partnerschaft und beleuchtet die bisherige Rolle von Partnerschaften in der Soziologie. Es werden auch die Erkenntnisse von Lenz und Fröhlich hinsichtlich der Bedeutung von Partnerschaften im menschlichen Leben diskutiert.
- Theorieansätze: Reziprozität: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Definition von Reziprozität und zeigt auf, dass Reziprozität ein grundlegendes Prinzip der Gesellschaft und des sozialen Lebens darstellt. Das Konzept der Gabe wird anhand der Arbeiten von Mauss, Sahlin und Simmel betrachtet, die den Grundstein für die sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Forschungsfrage bilden.
- Theorieansätze: Die Gabe: Dieses Kapitel untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen der Gabe, ausgehend von Marcel Mauss' Essay "Die Gabe". Es wird dargestellt, wie der Gabentausch in archaischen Gesellschaften die sozialen Verhältnisse über den Reziprozitätszyklus reguliert hat.
- Theorieansätze: Die Gabe in Bezug auf kollektiver Akteure in Partnerschaften: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Reziprozität und der damit verbundenen Gabe für die Herstellung und Stabilisierung sozialer Beziehungen. Es wird außerdem diskutiert, dass reziproke Austauschverhältnisse auch in modernen Gesellschaften von Bedeutung sind und Einfluss auf kollektives Handeln nehmen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter und Fokusthemen der Arbeit sind: Reziprozität, Gabe, Partnerschaft, Gabentausch, soziales Handeln, kollektives Handeln, moderne Gesellschaft, Soziologie der Zweierbeziehung, theoretische Ansätze, Marcel Mauss, Marshall Sahlin, Georg Simmel.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Reziprozität in einer Partnerschaft?
Reziprozität bezeichnet das Prinzip der Gegenseitigkeit, also das Wechselspiel von Geben und Nehmen, das soziale Beziehungen stabilisiert.
Welche Rolle spielt das Konzept der "Gabe" nach Marcel Mauss?
Die Gabe ist nicht nur ein Geschenk, sondern erzeugt eine soziale Verpflichtung zur Erwiderung, was Bindungen schafft und den Zusammenhalt in Partnerschaften stärkt.
Warum ist die persönliche Beziehung in der Soziologie oft vernachlässigt worden?
Lange Zeit lag der Fokus auf wirtschaftlichen Täuschen und Verträgen; persönliche Beziehungen wurden als zu privat oder zu komplex für systemische Analysen angesehen.
Wie unterscheidet sich der wirtschaftliche Tausch vom Gabentausch?
Wirtschaftlicher Tausch ist oft anonym und sofort abgeschlossen, während der Gabentausch eine langfristige, persönliche Beziehung und Vertrauen voraussetzt.
Kann Reziprozität auch in modernen Partnerschaften kollektives Handeln fördern?
Ja, das Vertrauen auf Gegenseitigkeit ermöglicht es Paaren, gemeinsame Ziele zu verfolgen und auch in Krisenzeiten als Einheit zu agieren.
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- J. Pool (Author), 2018, Reziprozität in Partnerschaften. Inwiefern stellt die Gegenseitigkeit ein wichtiges Prinzip in Partnerschaften dar?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/493876