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Gibt es für die Hauptschule noch eine Zukunft?

Title: Gibt es für die Hauptschule noch eine Zukunft?

Term Paper , 2005 , 12 Pages , Grade: bestanden

Autor:in: Nicole Herzog (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Die Hauptschule ist eine Regelschule und muss aus diesem Grunde von den Schulträgern obligatorisch angeboten werden. Zugleich ist sie jedoch auch eine Pflichtschule, „weil alle schulpflichtigen Schüler und Schülerinnen, die keine andere […] Vollzeitschule […] besuchen, zum Besuch der Hauptschule verpflichtet sind “. Seit der Einführung der Hauptschule 1964 in das dreigliedrige Schulsystem, sieht sie sich jedes Jahr mehr einer starken Kritik ausgesetzt. Im Laufe der Jahre sind ihre Schülerzahlen stetig zurück gegangen, wobei anzumerken ist, dass der ausländische Schüleranteil beständig stieg. Hingegen erfahren die Realschulen und Gymnasien einen immer größeren Zustrom.
Die Befürworter der Hauptschule betonen die Bedeutung des praxisnahen Unterrichts und die berufsvorbereitende Funktion der Hauptschule. Im Gegensatz dazu bezeichnen die Kritiker der Hauptschule die se als ein „Sorgenkind “ und eine „Restschule “.
Im Verlauf dieser Hausarbeit soll sich die gegenwärtige Situation der Hauptschule mit all ihren Problemen, sowie die hierfür zugrunde liegenden möglichen Ursachen, herauskristallisieren. Aber auch die Forderungen, die an die zukünftige Hauptschule gestellt werden, sollen aufgezeigt und näher erläutert werden. Ein Fazit wird dann zumindest ansatzweise die Frage beantworten, ob es für die Hauptschule noch eine Zukunft gibt, oder ob sie durch eine alternative Schulform, wie zum Beispiel die „Qualifikationsschule“ ersetzt werden sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Geschichte der Hauptschule

2.2 Die aktuelle Situation der Hauptschule

2.3 Mögliche Ursachen für die Hauptschulkrise

2.3.1. Politische Gründe

2.3.2. Anhebung des Bildungsstandards

2.3.3. „Wertlosigkeit“ des Hauptschulabschlusses

2.3.4. Hauptschule als „Restschule“

2.4 Forderungen an die künftige Gestaltung der Hauptschule

2.4.1. Bildungsoffensive

2.4.2. Hinwendung zum Schüler

2.4.3. Vermittlung von wissenschaftsorientiertem und praxisnahem Unterricht

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtige Krise der Hauptschule, analysiert die zugrunde liegenden Ursachen wie den Ruf als „Restschule“ und den sinkenden Stellenwert des Abschlusses und leitet daraus Forderungen für eine zukunftsfähige Gestaltung ab, um der Hauptschule wieder eine Perspektive zu geben.

  • Historische Entwicklung und Einordnung in das dreigliedrige Schulsystem
  • Analyse der Ursachen für die Hauptschulkrise und den Bedeutungsschwund
  • Einfluss von PISA-Ergebnissen und sozialem Hintergrund auf den Schulerfolg
  • Reformansätze wie die Bildungsoffensive und das Modell der Qualifikationsschule
  • Bedeutung der Berufsorientierung und der Elternmitwirkung für die Attraktivität der Schulform

Auszug aus dem Buch

2.3.4. Hauptschule als „Restschule“

Die Hauptschule wird häufig als „Restschule“ bezeichnet. Hierfür gibt es sicherlich mehrere Gründe. Zum einen ist die Hauptschule eine Pflichtschule, das heißt dass alle Schüler und Schülerinnen, die nach der Grundschule nicht eine andere öffentliche Vollzeitschule oder eine staatlich anerkannte Ersatzschule besuchen, zum Besuch der Hauptschule verpflichtet sind (Bronder/Ipfling/Zenke 1998, S. 9). Aus diesem Grunde besuchen insbesondere Kinder und Jugendliche die Hauptschule, die leistungsschwach, verhaltensauffällig, ausländischer Herkunft und sozial bzw. kulturell benachteiligt sind. Die so genannten Problemschüler erfordern die gesamte Aufmerksamkeit der Lehrer, wodurch für die normalen Schüler meist zuwenig Zeit bleibt. Die Situation ist besonders schwierig in Ballungsgebieten und sozialen Brennpunkten, wo der ausländische Anteil der Schüler wesentlich Höher ist als der der deutschsprachigen Kinder und Jugendlichen. Durch das „Defizit im Umgang mit der deutschen Sprache“ (JULIs 2005) ist ihnen der Übergang in einen weiterführenden Bildungsgang häufig nicht möglich.

Die Unterrichtung und die Integrierung der Schüler der Hauptschule erweist sich als eine schwierige Aufgabe, die nur zufrieden stellend gelöst werden kann, wenn zum einen insbesondere die Hauptschullehrer sozialpädagogische Kenntnisse besitzen und zum anderen die Hauptschule ihren Ruf als „Restschule“ ablegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Hauptschule als Regelschule ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich ihrer Zukunftsperspektiven.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die historische Genese, die aktuelle Problemlage sowie politische und soziale Ursachen der Krise und diskutiert konkrete Forderungen zur Neugestaltung.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Hauptschule durch gezielte Reformen und eine stärkere Berufsorientierung wieder attraktiver werden kann, jedoch das Prinzip der negativen Auslese überwunden werden muss.

Schlüsselwörter

Hauptschule, Schulentwicklung, Bildungspolitik, Restschule, PISA-Studie, Bildungsoffensive, Qualifikationsschule, Berufsorientierung, Praxisbezug, Bildungsstandards, soziale Benachteiligung, Schulreform, dreigliedriges Schulsystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gegenwärtigen Krise der Hauptschule im deutschen Schulsystem und der Frage, ob diese Schulform eine zukunftsfähige Perspektive besitzt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entwicklung der Hauptschule, die Ursachen für ihren schwindenden Ruf, die Auswirkungen auf sozial benachteiligte Schüler und die verschiedenen Reformansätze zur Attraktivitätssteigerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für die „Hauptschulkrise“ herauszuarbeiten und aufzuzeigen, durch welche Maßnahmen und Reformforderungen eine künftige Gestaltung der Hauptschule sinnvoll und erfolgreich sein könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine schriftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert, um aktuelle pädagogische und bildungspolitische Diskurse darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation, die Analyse der Ursachen (politisch, PISA-Ergebnisse, gesellschaftlich) und die Darstellung von Forderungen zur Optimierung der Schule.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hauptschule, Restschule, Schulreform, Berufsorientierung und Qualifikationsschule definiert.

Warum wird die Hauptschule häufig als „Restschule“ bezeichnet?

Diese Bezeichnung rührt daher, dass die Hauptschule als Pflichtschule oft von Schülern besucht wird, die aufgrund von Leistungsschwächen oder sozialer Benachteiligung keinen Platz an weiterführenden Schulen gefunden haben, was das öffentliche Image der Schule massiv verschlechtert.

Welchen Stellenwert haben Berufspraktika für die Zukunft der Hauptschule?

Berufspraktika sind von zentraler Bedeutung, da sie den Schülern einen direkten Kontakt zur Wirtschafts- und Arbeitswelt ermöglichen und die Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg nach dem Schulabschluss signifikant erhöhen.

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Details

Title
Gibt es für die Hauptschule noch eine Zukunft?
College
University of Hagen
Grade
bestanden
Author
Nicole Herzog (Author)
Publication Year
2005
Pages
12
Catalog Number
V48879
ISBN (eBook)
9783638454629
Language
German
Tags
Gibt Hauptschule Zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Herzog (Author), 2005, Gibt es für die Hauptschule noch eine Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/48879
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