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Befindlichkeitsveränderungen schizophren erkrankter Menschen durch Tauchen

Titel: Befindlichkeitsveränderungen schizophren erkrankter Menschen durch Tauchen

Diplomarbeit , 1998 , 130 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Frank Dunschen (Autor:in)

Sport - Sportpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Studie befaßt sich mit der Frage, inwieweit die Teilnahme an einer Grundausbildung im Tauchen Befindlichkeitsveränderungen bei schizophren erkrankten Menschen im Rehabilitationsprozeß provoziert. Die Legitimität eines angeratenen Tauchverbots für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen im allgemeinen Sporttauchen wird dabei nicht angezweifelt, eine eingeschränkte Tauchtauglichkeit unter adäqua-ten Rahmenbedingungen (Schwimmbad) allerdings angenommen.
Die Gegenüberstellung von Hauptmerkmalen des Krankheitsbilds der Schizophrenie und den aus bewegungstherapeutischer Sicht geeignet erscheinenden Merkmalen der Erlebnissportart Tauchen führt zu der Hypothese, daß eine Tauchausbildung für schizophren erkrankte Menschen im Rehabilitationsprozeß eine psycho- und soziotherapeutische Wirkung besitzt, welche sich in einer Veränderung der psychischen und sozialen Dimen-sion der Befindlichkeit äußern sollte. Der variable Zustand des aktuellen Wohlbefindens charakterisiert das momentane Erleben, wogegen das relativ stabile habituelle Wohlbefinden die für eine Person typische Grundgestimmtheit darstellt (vgl. BÄSSLER 1995, 246).
Die Interaktion der Angaben zu den Beweggründen zur Teilnahme und einer ebenfalls durch Fragebogen erhobenen, rückblickenden kognitiven Wertschätzung (“Erwartungser-füllung”), ist Ausdruck einer auf das Tauchen bezogenen “realistischen Erwartungshal-tung”. Die Motivation Freigewässertauchgänge durchzuführen wird durch die absolvierte Tauchausbildung im Schwimmbad scheinbar nicht verstärkt. Die Motivationsstruktur und kognitive Wertschätzung schizophren erkrankter Menschen im Rehabilitationsprozeß geben keinen Anlaß, von der Teilnahme an einer Tauchausbildung abzuraten.
Der integrative Charakter des Tauchsports ohne leistungssportliche Ambitionen und der therapeutische Nutzen beim “Tauchen mit behinderten Menschen” findet sich bereits durch zahlreiche Studien und Projekte (LERCH, HOFFMANN, BRÖCKER et al. 1997) bestätigt. Das “überdurchschnittliches” Interesse von “Randgruppen” am Tauchen erscheint aufgrund der vielfältigen Sinneseindrücke und wertvollen Erfahrungen durch die Teilnahme an dieser Sportart begründet und bedarf daher keiner Rechtfertigung. Die Erlebnissportart Tauchen bietet in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einmaliger, nicht zu ersetzender Körpererfahrung und das Eintauchen in die Stille unter Wasser und das Schweben im dreidimensionalen Raum stellt letztendlich ein unvergeßliches Erlebnis dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Aspekte

2.1 Stand der Forschung zum Thema “Befindlichkeitsveränderungen durch Sporttreiben”

2.1.1 Exkurs I: Emotion, Kognition, Motivation

2.1.2 Entwicklung der Befindlichkeitsforschung

2.1.3 Wohlbefinden

2.1.4 Wohlbefinden und Sport

2.1.5 Relevante Aspekte zum aktuellen und habituellen Wohlbefinden

2.1.6 Zur Bedeutung von Wohlbefinden

2.2 Krankheitsbild der Schizophrenie

2.2.1 Psychiatrische Pharmakotherapie

2.2.2 Stellenwert des Sports im Rehabilitationsprozeß psychisch erkrankter Menschen

2.3 Zentrale Aspekte für eine Tauchausbildung mit schizophren erkrankten Menschen im Rehabilitationsprozeß

2.4 Exkurs II: Die Emotion Angst als entscheidender Bedingungsfaktor

2.5 Das Problem einer eingeschränkten Tauchtauglichkeit und Vorüberlegungen zur geplanten Studie

3 Die Hypothese und Zielsetzung dieser Studie

4 Methodik

4.1 Probanden

4.2 Die Ausbildungskonzeption

4.2.1 Kurzdarstellung der neun Unterrichtseinheiten

4.2.2 Prinzipien der Vermittlung

4.3 Methodentheorie und ausgewählte Meßverfahren

4.3.1 Fragebogen zur Erfassung der Motivation zur Teilnahme und der Erwartungserfüllung

4.3.2 Selbstbeurteilung der aktuellen Befindlichkeit durch die “Basler-Befindlichkeits-Skala”

4.3.3 Angstscreening, Selbsteinschätzung hinsichtlich ängstlicher Empfindungen

4.3.4 Herzfrequenzmessungen

4.3.5 Beobachtung der Teilnehmer während der Unterrichtseinheiten

4.3.6 Datengruppierung

4.3.7 Statistik

4.3.8 Schema zum Studienaufbau

5 Ergebnisse

5.1 Motivation und Erwartungserfüllung

5.2 Dimensionen der Befindlichkeit

5.3 Angstemotionen

5.4 Herzfrequenz

5.5 Beobachtung

6 Diskussion

6.1 Zur Motivation und kognitiven Wertschätzung

6.2 Zur Befindlichkeit und Emotion Angst

6.3 Zum Herzfrequenzverhalten

7 Kritische Reflexion

8 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychotherapeutischen Wirkungsmechanismen einer grundlegenden Tauchausbildung auf das Befindlichkeitsverhalten von Menschen mit Schizophrenie im Rahmen ihres Rehabilitationsprozesses. Das primäre Ziel ist es zu evaluieren, ob diese spezifische Sportart unter kontrollierten Bedingungen dazu beitragen kann, das Wohlbefinden zu steigern und die durch die Erkrankung beeinträchtigte Selbst- und Realitätswahrnehmung positiv zu beeinflussen.

  • Wirkung von sportlicher Aktivität auf das subjektive Wohlbefinden bei schizophren Erkrankten
  • Einfluss der Sportart Tauchen als Erlebnissport auf Wahrnehmungsprozesse
  • Die Rolle der Emotion Angst im Kontext von Erkrankung und Tauchsport
  • Anpassung von Tauchausbildungskonzepten an die Bedürfnisse psychisch erkrankter Menschen
  • Validierung der Wirksamkeit durch psychophysiologische Messungen und Befindlichkeitsskalen

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Sporttherapie für psychisch erkrankte Menschen

Im Rehabilitationsprozeß psychisch erkrankter Menschen ist Sport in der Regel als ein Bestandteil der therapeutischen Maßnahmen zu begreifen. Der Begriff Sport steht dabei zusammenfassend für unterschiedlich bezeichnete bewegungstherapeutische Angebote.

Der Rehabilitationsprozeß umfaßt die Heilung, Besserung und Verhütung einer Verschlimmerung der Krankheit, sowie eine entsprechende soziale und berufliche Wiedereingliederung. Die rehabilitativen Maßnahmen bieten einen Schutz vor Rückfällen und mindern die Krankheitsfolgen.

Der Sport mit psychisch erkrankten Menschen ist von Verfahren zur psychischen Beeinflussung, zur körperlichen Wiederherstellung bzw. Reaktivierung und zur sozialen Integration gekennzeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Schizophrenie und die potenzielle therapeutische Rolle des Tauchsports.

2 Theoretische Aspekte: Detaillierte Betrachtung der Befindlichkeitsforschung, des Krankheitsbildes Schizophrenie und der Besonderheiten des Tauchens als Erlebnissportart.

3 Die Hypothese und Zielsetzung dieser Studie: Formulierung der wissenschaftlichen Annahmen über die Auswirkungen der Tauchausbildung auf das Wohlbefinden.

4 Methodik: Beschreibung der Auswahl der Probanden, der Ausbildungskonzeption und der angewandten Messverfahren zur Datenerhebung.

5 Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zu Motivation, Befindlichkeit, Angstemotionen und Herzfrequenzverhalten.

6 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf Motivation, psychische Befindlichkeit und physiologische Reaktionen.

7 Kritische Reflexion: Bewertung der methodischen Vorgehensweise und der Vergleichbarkeit der Daten.

8 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Forschungsarbeit und Empfehlungen für zukünftige Projekte.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Tauchsport, Rehabilitation, Wohlbefinden, Befindlichkeitsforschung, Sporttherapie, Angst, Herzfrequenz, Sensorische Integration, Psychische Gesundheit, Motivation, Erlebnissport, Kognition, Selbstkonzept, Psycho-Soziotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob eine Tauchausbildung als bewegungstherapeutische Maßnahme geeignet ist, das psychische und soziale Wohlbefinden von Menschen mit Schizophrenie im Rehabilitationsprozess zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung verknüpft Erkenntnisse aus der allgemeinen Befindlichkeitsforschung, dem klinischen Krankheitsbild der Schizophrenie und den spezifischen Anforderungen des Tauchsports.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu belegen, dass die Sportart Tauchen unter spezifischen Rahmenbedingungen eine positive Wirkung auf die psychische Dimension der Befindlichkeit hat und zur Reduktion von Angst und Unruhe beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt einen multimethodalen Ansatz, bestehend aus standardisierten Fragebögen (Basler-Befindlichkeits-Skala, Angstscreening), Herzfrequenzmessungen unter Belastung sowie einer nicht formalisierten Beobachtung durch das Betreuungsteam.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Einordnung, eine detaillierte methodische Beschreibung der durchgeführten Tauchausbildung sowie die anschließende empirische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schizophrenie, Tauchsport, Rehabilitation, Wohlbefinden, Angst und Psychosomatik charakterisieren.

Warum wird Tauchen als potenzieller Auslöser für einen „besonderen Wachbewusstseinszustand“ gesehen?

Der Autor führt dies auf die Kombination aus Schweben im dreidimensionalen Raum, die bewusste Atmung und die Reduktion von Umweltablenkungen zurück, die bei Tauchern zu einer Zustand „konzentrierter Entspannung“ führen kann.

Welche Rolle spielt die Herzfrequenzmessung in der Untersuchung?

Die Herzfrequenz dient als psychophysiologischer Parameter, um Rückschlüsse auf vegetative Veränderungen und die Belastungsreaktionen der Probanden im Zusammenhang mit angstinduzierenden Tauchaufgaben zu ziehen.

Ende der Leseprobe aus 130 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Befindlichkeitsveränderungen schizophren erkrankter Menschen durch Tauchen
Hochschule
Universität Paderborn  (Sportwissenschaft Paderborn)
Note
1,5
Autor
Frank Dunschen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
130
Katalognummer
V4856
ISBN (eBook)
9783638129626
ISBN (Buch)
9783638696821
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Befindlichkeitsveränderungen Menschen Tauchen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frank Dunschen (Autor:in), 1998, Befindlichkeitsveränderungen schizophren erkrankter Menschen durch Tauchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4856
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