Vermehrt stand Facebook aufgrund von Datenschutz-Skandalen in der öffentlichen Wahrnehmung. Bei den Auseinandersetzungen ging es hauptsächlich um die privaten Daten von Nutzern der Plattform und deren Rechte. Worüber jedoch kaum gesprochen wird, ist die Situation des Unternehmens selbst. In welchem Interessenskonflikt zwischen Privatheit und Offenheit befindet sich Facebook?
Einerseits bietet das Unternehmen mit seinem sozialen Netzwerk ein innovatives deliberatives Forum, und leistet damit einen praktischen diskursethischen Beitrag. Andererseits ist es als börsennotiertes Unternehmen natürlich auch an privatwirtschaftliche Interessen gebunden und dabei selbst auch Teilnehmer eines deliberativen Forums im Sinne eines ständigen Dialogs mit seinen Stakeholdern. Diese Arbeit stellt einen Versuch dar, jenes Spannungsfeld zwischen privaten und öffentlichen Interessen, in dem sich der Akteur Facebook befindet, allen voran aus einer diskursethischen Perspektive heraus näher zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
- Facebooks Vision “Bringing the World closer together”.
- Grundlagen der Diskursethik
- Übersicht zur Ethik der Deliberation.
- Abgrenzung von idealen, idealistischen und realen Diskursen.
- Das Beispiel Facebook
- Überblick Zum Facebook-Konzern.
- Facebook als Anbieter eines deliberativen Forums: Das soziale Netzwerk.
- Facebook als Teilnehmer eines deliberativen Forums: Der Stakeholder-Dialog.
- Kritische Zusammenfassung hinsichtlich Facebooks Ambivalenz zwischen öffentlichen und privaten Interessen sowie Ausblick.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit befasst sich mit der Rolle von Facebook als Akteur im Spannungsfeld zwischen öffentlichen und privaten Interessen. Sie untersucht, inwieweit Facebook aus diskursethischer Perspektive einen Beitrag zu einer deliberativen Gesellschaft leisten kann und welche Herausforderungen und Ambivalenzen sich daraus ergeben.
- Diskursethik und die Gestaltung von Deliberationsforen.
- Facebook als Anbieter eines deliberativen Forums: Das soziale Netzwerk und seine Funktionen.
- Facebook als Teilnehmer eines deliberativen Forums: Der Stakeholder-Dialog und die Balance zwischen privaten und öffentlichen Interessen.
- Die Ambivalenz von Facebook im Kontext der Diskursethik: Herausforderungen und Chancen.
- Ausblick auf die zukünftige Rolle von Facebook im Spannungsfeld zwischen öffentlichen und privaten Interessen.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Facebooks Vision „Bringing the World closer together“
Dieses Kapitel stellt die Mission und Vision von Facebook vor und beschreibt die Rolle des Unternehmens als Plattform für die Vernetzung und Kommunikation von Menschen weltweit. Es werden auch die verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Funktionen von Facebook, wie beispielsweise als Plattform für politische Meinungsbildung, Projektkoordination und Werbung, diskutiert.
Kapitel 2: Grundlagen der Diskursethik
Dieses Kapitel erläutert grundlegende Konzepte der Diskursethik, insbesondere die Definitionen von Jürgen Habermas und Josef Wieland. Es werden verschiedene Kategorien von Diskursen, wie ideale, idealistische und reale Diskurse, unterschieden und ihre Relevanz für die Analyse von Facebook beleuchtet.
Kapitel 3: Das Beispiel Facebook
Dieses Kapitel untersucht Facebook als konkretes Beispiel für ein Unternehmen, das als Anbieter und Teilnehmer eines deliberativen Forums agiert. Es analysiert die organisatorischen Strukturen des Facebook-Konzerns, die Rolle des sozialen Netzwerks als Plattform für Kommunikation und Debatte und die Beziehung zwischen Facebook und seinen Stakeholdern.
Schlüsselwörter
Diese Studie befasst sich mit den zentralen Begriffen und Themen der Diskursethik, insbesondere der Deliberation, des deliberativen Forums und der Stakeholder-Kommunikation. Weitere Schlüsselwörter sind Facebook, soziale Netzwerke, öffentliche und private Interessen, sowie die Ambivalenz von Facebook im Kontext der Diskursethik.
- Citar trabajo
- Jonas Strasser (Autor), 2019, Facebook als Akteur im Spannungsfeld zwischen öffentlichen und privaten Interessen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/470646