Diese Arbeit untersucht die Rundfunkregulierung in Großbritannien. Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Rundfunkregulierung in Großbritannien zu geben, in den die Besonderheiten des Systems Eingang finden. Die zentralen Fragestellungen sind daher: Wie sind die Kompetenzen bei der Rundfunkregulierung verteilt? Welche Ziele verfolgen die Akteure und mit welchen Steuerungsinstrumenten wollen sie diese erreichen? Spezielles Augenmerk gilt dabei dem Public Service, der im britischen Rundfunk einen hohen Stellenwert einnimmt. Eine große Herausforderung dieser Arbeit liegt darin, die rundfunkspezifischen Neuerungen der letzten Jahre in die Untersuchung mit aufzunehmen. Diese haben in die aktuell verfügbare Fachliteratur kaum Eingang gefunden. Daher beruht die folgende Arbeit zu einem großen Teil auf der Analyse von Primärquellen.
Der Rundfunk gewann seit seinem Bestehen zunehmend an Bedeutung. Angesichts des immensen Potentials dieses Massenmediums verstärkte sich das Interesse aus Politik und Wirtschaft. Konsequenz war die Zulassung kommerzieller Kanäle, wodurch der Rundfunksektor den natürlichen Regulierungsmechanismen des Marktes ausgesetzt wurde. Dies birgt die Gefahr, dass publizistische Qualität und Meinungsvielfalt hinter politischen und ökonomischen Interessen zurückstehen.
In Großbritannien waren bereits frühzeitig Bestrebungen erkennbar, den Rundfunk als wichtiges Gut zu schützen. Als zentrales Element der britischen Rundfunkregulierung gilt seither der Public Service. Dieser sieht den Rundfunk als einen der Öffentlichkeit verpflichteten Leistungsbringer. Um die Programmqualität zu wahren, soll bei der Verbreitung von Inhalten ein ausgewogenes Verhältnis der drei Komponenten Bildung, Information und Unterhaltung gewährleistet sein. Bei der BBC ist die Verpflichtung zum Public Service seit der Gründung gesetzlich verankert, wodurch diese bei der Einführung öffentlich-rechtlicher Sender in anderen Ländern als Vorbild fungierte. In Großbritannien selbst wurde diese Public Service-Verantwortung auf später eingeführte kommerzielle Sender übertragen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung der Arbeit
- Geschichtliche Entwicklung
- Akteure der Rundfunkpolitik
- Rundfunkveranstalter
- Staat
- Regulierungsbehörden
- Board of Governors und BBC Trust
- Ofcom
- S4C Authority
- British Film Institute
- UK Film Council
- Öffentlichkeit
- Medienkonzerne
- Instrumente der Rundfunkregulierung
- Recht
- Rundfunkgesetzgebung
- Lizenzierung
- Quotenregelung und Programmstandards
- Konzentrationsregelung
- Geld
- Finanzierung des öffentlichen Rundfunks
- Finanzierung des kommerziellen Rundfunks
- Förderung der audiovisuellen Industrie
- Selbstregulierung
- Recht
- Schlussbetrachtung: Der britische Rundfunk
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Rundfunkregulierung in Großbritannien und untersucht die historischen Entwicklungen, die relevanten Akteure sowie die Instrumente der Regulierung. Sie analysiert, wie der britische Rundfunk durch Gesetzgebung, Finanzierungsmechanismen und Selbstregulierung gestaltet und kontrolliert wird.
- Geschichtliche Entwicklung der Rundfunkregulierung in Großbritannien
- Akteure der Rundfunkpolitik, einschließlich Rundfunkveranstalter, Staat, Regulierungsbehörden, Öffentlichkeit und Medienkonzerne
- Instrumente der Rundfunkregulierung, wie Recht, Geld und Selbstregulierung
- Finanzierungsmodelle für den öffentlichen und kommerziellen Rundfunk
- Bedeutung der Förderung der audiovisuellen Industrie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Gegenstand der Untersuchung und die Zielsetzung der Arbeit erläutert. Anschließend wird die geschichtliche Entwicklung der Rundfunkregulierung in Großbritannien beleuchtet.
Im Folgenden werden die Akteure der Rundfunkpolitik in Großbritannien vorgestellt, darunter Rundfunkveranstalter, der Staat, verschiedene Regulierungsbehörden, die Öffentlichkeit und Medienkonzerne.
Der Schwerpunkt liegt dann auf den Instrumenten der Rundfunkregulierung, die in rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Aspekte und Selbstregulierungsmechanismen unterteilt werden. Hier werden die wichtigsten Gesetze, Lizenzierungsverfahren, Quotenregelungen, Konzentrationsregelungen, Finanzierungsmodelle für den öffentlichen und kommerziellen Rundfunk sowie die Förderung der audiovisuellen Industrie diskutiert.
Schlüsselwörter
Rundfunkregulierung, Großbritannien, Rundfunkpolitik, Rundfunkveranstalter, Staat, Regulierungsbehörden, Öffentlichkeit, Medienkonzerne, Recht, Gesetzgebung, Lizenzierung, Quotenregelung, Programmstandards, Konzentrationsregelung, Finanzierung, öffentlicher Rundfunk, kommerzieller Rundfunk, Förderung, Selbstregulierung.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert die Rundfunkregulierung in Großbritannien?
Die Regulierung erfolgt durch eine Mischung aus staatlicher Gesetzgebung, unabhängigen Behörden wie der Ofcom und dem Prinzip des Public Service.
Was ist die Aufgabe der Ofcom?
Die Ofcom ist die zentrale Aufsichtsbehörde für den britischen Kommunikationsmarkt, zuständig für Lizenzierung, Programmstandards und Wettbewerbskontrolle.
Was bedeutet „Public Service“ im britischen Rundfunk?
Es ist die Verpflichtung, Programme anzubieten, die informieren, bilden und unterhalten und dabei hohe Qualitätsstandards sowie Meinungsvielfalt wahren.
Welche Rolle spielt die BBC?
Die BBC ist der führende öffentlich-rechtliche Sender und dient weltweit als Vorbild für den Public Service-Rundfunk, finanziert primär durch Rundfunkgebühren.
Gibt es in Großbritannien auch kommerziellen Rundfunk?
Ja, es gibt zahlreiche kommerzielle Sender, die jedoch ebenfalls bestimmten Public Service-Verpflichtungen und strengen Quotenregelungen unterliegen.
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- Alexandra den Ouden-Rauscher (Author), 2005, Die Rundfunkregulierung in Großbritannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/468188