Angesichts zunehmender Instabilitäten in den tradierten Kernfamilien durch den wachsenden Verlust der Kohäsionskräfte, die den Zusammenhalt und das Überleben der Familiensysteme gewährleisten sollen, u.a. durch Identifikationsangebote, Projektionsflächen und Kommunikationsregeln, verlieren handlungsorientierende Werte oft, besonders für jugendliche Familienmitglieder in ihrer Identitätsentwicklung, den Vorbildcharakter. Es ist plausibel anzunehmen, dass sich die zunehmende Dysfunktionalität familialer Strukturen in den Verhaltensauffälligkeiten und den Lernschwierigkeiten von Schülern widerspiegelt.
Projektorientierter Unterricht, Binnendifferenzierung, das System von Beratungslehrerinnen und –lehrern, die Entwicklung von Schule von der Halbtags- zur Ganztagsschule, der Wandel des Selbstverständnisses von Schule von der reinen Wissensvermittlungsanstalt hin zu einem mehr „bemutternden und bevaternden Ort des sozialen Lernens“ und die Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen Institutionen bei der Umsetzung pädagogischer Aufgaben zeigt die zunehmende soziale Verantwortung, der sich Schule nicht mehr entziehen kann.
Vor diesem Hintergrund stellt sich u.a. die Frage nach geeigneten curricularen Konzepten, deren methodische Umsetzung ansatzweise Schule als Ort eines so postulierten sozialen Lernens fokussiert.
Inhaltsverzeichnis
- 0.0 Didaktische und methodische Überlegungen zu einem Projekt Flugzeug- und Segelflugzeugmodellbau im Rahmen der Nachmittagsbetreuung für die Sekundarstufe I und II an einer IGS
- 1.0 Vorüberlegungen und
- 2.0 Zur Verwendbarkeit von Sichtweisen aus dem Zen-Buddhismus in der schulischen und sozialpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen am Beispiel des Films Karate-Kid
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text setzt sich mit der Frage auseinander, wie ein projektorientiertes pädagogisches Konzept im Sinne des familienpsychologischen Ansatzes der „Narrativen Identität“ gestaltet werden kann, um Jugendliche in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, soziale und humanistische Werte zu verinnerlichen.
- Praxisorientiertes Lernen
- Entwicklung von Sekundärtugenden
- Identitätsfindung und Selbstorientierung
- Präventionsarbeit gegen Gewalt und Extremismus
- Einflüsse des Zen-Buddhismus
Zusammenfassung der Kapitel
0.0 Didaktische und methodische Überlegungen zu einem Projekt Flugzeug- und Segelflugzeugmodellbau im Rahmen der Nachmittagsbetreuung für die Sekundarstufe I und II an einer IGS
Dieses Kapitel erläutert den Hintergrund des Projektes und skizziert die Problematik von dysfunktionalen Familienstrukturen und deren Auswirkungen auf die Entwicklung von Jugendlichen. Es wird die Bedeutung von Schule als Ort des sozialen Lernens betont und die Notwendigkeit eines pädagogischen Konzeptes, das sich an den Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert. Das Kapitel stellt den familienpsychologischen Ansatz der „Narrativen Identität“ vor und beschreibt, wie er in den Projektkontext integriert werden kann. Es werden die Ziele des Projektes, die Rolle der Pädagogen und die Bedeutung der Gruppendynamik beleuchtet.
1.0 Vorüberlegungen und
Dieses Kapitel setzt sich mit den Grundprinzipien des Zen-Buddhismus auseinander und beleuchtet die Bedeutung von Selbstdisziplin, Geduld und Achtsamkeit. Es wird die Frage aufgeworfen, ob diese Prinzipien auch für die Arbeit mit Jugendlichen geeignet sind. Der Zen-Meister D.T. Suzuki wird zitiert, der erklärt, dass es im Zen nicht um das Erreichen eines bestimmten Ziels geht, sondern um die Entwicklung des Bewusstseins und die Harmonie zwischen Bewusstem und Unbewusstem.
2.0 Zur Verwendbarkeit von Sichtweisen aus dem Zen-Buddhismus in der schulischen und sozialpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen am Beispiel des Films Karate-Kid
Dieses Kapitel analysiert den Film „Karate Kid“ als Beispiel dafür, wie die Prinzipien des Zen-Buddhismus in der Arbeit mit Jugendlichen angewendet werden können. Es wird die Bedeutung von Geduld, Achtsamkeit und emotionaler Intelligenz herausgestellt. Der Fokus liegt auf dem Verhalten des „Hausmeisters“ Miyagi San, der als Vorbild für die Entwicklung von Selbstdisziplin und sozialer Kompetenz fungiert.
Schlüsselwörter
Familienpsychologie, Narrative Identität, Projektorientiertes Lernen, Sekundärtugenden, Zen-Buddhismus, Achtsamkeit, Geduld, Selbstdisziplin, Identitätsfindung, Soziales Lernen, Präventionsarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das pädagogische Ziel des Segelflugzeugbau-Projekts?
Das Ziel ist die Unterstützung Jugendlicher in ihrer Identitätsentwicklung und die Vermittlung humanistischer Werte durch praxisorientiertes Lernen.
Welche Rolle spielt der Zen-Buddhismus in diesem Konzept?
Prinzipien wie Selbstdisziplin, Geduld und Achtsamkeit aus dem Zen werden als wertvolle Werkzeuge für die Arbeit mit Jugendlichen angesehen.
Was versteht man unter dem Ansatz der "Narrativen Identität"?
Es ist ein familienpsychologischer Ansatz, der Jugendlichen hilft, durch das Erzählen und Gestalten ihrer eigenen Geschichte eine stabile Identität zu finden.
Warum wird der Film "Karate Kid" als Beispiel herangezogen?
Der Film veranschaulicht die Anwendung von Zen-Prinzipien wie emotionaler Intelligenz und Achtsamkeit in der Mentor-Schüler-Beziehung.
Wie reagiert die Schule auf dysfunktionale Familienstrukturen?
Schule wandelt sich von einer reinen Wissensanstalt hin zu einem Ort des sozialen Lernens, der soziale Verantwortung für die Entwicklung der Schüler übernimmt.
Was sind "Sekundärtugenden" im Kontext dieses Projekts?
Dazu gehören Eigenschaften wie Ausdauer, Sorgfalt und Teamfähigkeit, die durch den handlungsorientierten Modellbau gefördert werden.
- Citar trabajo
- Dr. phil. Otto Felix Hanebutt (Autor), 2012, Zen und die Kunst ein Segelflugzeug zu bauen und davon zu fliegen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464200