Die Schülerinnen und Schüler erkennen am Beispiel einer kursinternen Umfrage, Kohlbergs Stufenmodell sowie Nunner-Winklers Ansatz, dass es unterschiedliche Strömungen zur Erklärung der moralischen Urteilsfindung gibt und dass Frauen damit einhergehend keine pauschal untergeordnete Rolle bzgl. ihrer moralischen Urteilsfähigkeit zukommt.
Inhaltsverzeichnis
- Kompetenzen und Lernziele
- Kompetenzschwerpunkte der Reihe
- Lernziele
- Übergeordnetes Lernziel
- Feinlernziele
- Unterrichtsvoraussetzungen
- Allgemeine Unterrichtsvoraussetzungen
- Besondere Unterrichtsvoraussetzungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Unterrichtsreihe „Warum moralisch sein?“ zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen ethischen Konzepten vertraut zu machen, indem sie sie dazu befähigt, eigene und fremde Positionen kritisch zu hinterfragen, moralische Urteile zu fällen und diese zu begründen. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen moralischen Perspektiven sollen sie zu einer eigenständigen und reflektierten moralischen Haltung gelangen.
- Unterschiedliche Ansätze zur Erklärung der moralischen Urteilsfindung
- Die Rolle des Geschlechts bei der moralischen Urteilsfähigkeit
- Kritik an der Universalität von Kohlbergs Stufenmodell
- Einfluss von persönlichen moralischen Motiven auf die Urteilsbildung
- Schlüssige und logische Argumentation in ethischen Diskursen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kompetenzen und Lernziele: Dieser Abschnitt legt die zentralen Kompetenzen und Lernziele der Unterrichtsreihe dar. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Fähigkeit entwickeln, eigene und fremde Positionen kritisch zu bewerten, moralische Urteile zu fällen und diese zu begründen. Das übergeordnete Lernziel der Stunde ist es, den Schülerinnen und Schülern verschiedene Ansätze zur Erklärung der moralischen Urteilsfindung vorzustellen, wobei der Schwerpunkt auf der Frage liegt, ob moralisches Bewusstsein geschlechtsabhängig ist. Die Feinlernziele der Stunde beinhalten die Auseinandersetzung mit dem „Heinz“-Dilemma, die Analyse von Kohlbergs Stufenmodell und die Diskussion von Nunner-Winklers Ansatz zur Erklärung der moralischen Urteilsbildung.
- Unterrichtsvoraussetzungen: In diesem Abschnitt werden die allgemeinen und besonderen Voraussetzungen der Unterrichtsstunde beschrieben. Dazu gehören die Eigenschaften der Lerngruppe, das bisherige Unterrichtsgeschehen, die Themen der vorausgehenden Stunden und der Bezug zu der Gesamtstruktur der Unterrichtsreihe. Es werden auch methodische Aspekte angesprochen, wie z.B. die Verwendung von Sozialformen und die Förderung der mündlichen Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter der Unterrichtsreihe sind: Moral, Ethik, Dilemma, moralische Urteilsfähigkeit, Kohlbergs Stufenmodell, Nunner-Winklers Ansatz, geschlechtsabhängiges moralisches Bewusstsein, ethische Diskussionen, Werturteile, moralische Argumente.
Häufig gestellte Fragen
Ist die moralische Urteilsfähigkeit vom Geschlecht abhängig?
Die Arbeit untersucht verschiedene Theorien und kommt zu dem Schluss, dass Frauen keine pauschal untergeordnete Rolle in der moralischen Urteilsfähigkeit zukommt, auch wenn unterschiedliche Ansätze dies historisch nahelegten.
Was ist Kohlbergs Stufenmodell der Moralentwicklung?
Kohlbergs Modell beschreibt die Entwicklung des moralischen Urteils in aufeinanderfolgenden Stufen, wurde jedoch kritisiert, da es oft männliche Gerechtigkeitsvorstellungen als universellen Standard voraussetzte.
Welchen Ansatz verfolgt Nunner-Winkler?
Nunner-Winkler bietet alternative Erklärungen zur moralischen Urteilsfindung an, die zeigen, dass Unterschiede eher auf sozialen Kontexten und individuellen Motiven als auf dem biologischen Geschlecht basieren.
Was ist das "Heinz-Dilemma"?
Das Heinz-Dilemma ist ein klassisches ethisches Problem, das zur Untersuchung moralischer Stufen genutzt wird. Es geht um die Frage, ob ein Mann ein Medikament stehlen darf, um das Leben seiner Frau zu retten.
Welche Lernziele verfolgt die Unterrichtsreihe?
Schüler sollen befähigt werden, moralische Urteile kritisch zu hinterfragen, eigene Positionen logisch zu begründen und die Universalität psychologischer Modelle wie das von Kohlberg kritisch zu diskutieren.
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- Lena Groß (Author), 2017, Ist moralisches Bewusstsein abhängig vom Geschlecht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461163