Meine Hospitation fand im Jugendamt der Stadt Wetzlar statt. Ich war dort für drei Tage Anfang Januar 2004 jeweils sechs Stunden in der Abteilung des ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) eingeteilt. Der erste Teil meiner Hausarbeit befasst sich mit der Vorstellung des Jugendamts der Stadt Wetzlar. Danach beschreibe ich den Verlauf der Hospitation. Die Anwendung der Methode in der Praxis, beschreibe ich im Vorgang des ASD des Jugendamts Wetzlar. In diesem Vorgang wird ein Hilfeplan entwickelt, der die Sozialpädagogische Familienhilfe als Maßnahme vorsieht. Ich hatte leider weder die Möglichkeit an einem Hilfeplangespräch teilzunehmen, noch konnte ich die Anwendung der Sozialen Gruppenarbeit in der Praxis erleben. Trotzdem habe ich mit allen MitarbeiterInnen ausführlich über diese Vorgänge gesprochen. Um den Zusammenhang der Maßnahme und Methode besser verstehen zu können, habe ich mich dazu entschieden, die Sozialpädagogische Familienhilfe ebenfalls kurz vorzustellen. Daraus ergibt sich die Methode der Sozialen Gruppenarbeit, die ich von der Geschichte bis zu einem Praxisbeispiel aufzeige. Vorher beschäftige ich mich kurz mit dem Methodenbegriff und zum Schluss kommt ein Fazit und Kritik an der Sozialen Gruppenarbeit.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Jugendamt der Stadt Wetzlar
- Verlauf der Hospitation
- Vom Problem zur Lösung
- Der Vorgang im ASD des Jugendamts Wetzlar
- Sozialpädagogische Familienhilfe gem. § 31 SGB VIII
- Die Leistungen der SPFH
- Anforderungen an die SPFHler
- Ziele der SPFH
- Methoden der SPFH
- Der Methodenbegriff
- Soziale Gruppenarbeit
- Ein historischer Rückblick/Die fünf Phasen der S. Gruppenarbeit
- Der methodische Dreischritt: Fakten, Diagnose, Behandlung
- Die Prinzipien der Sozialen Gruppenarbeit
- Ziele der Sozialen Gruppenarbeit
- Soziale Gruppenarbeit in der SPFH
- Ein Praxisbeispiel:
- Familiennachmittag und erforderliche Rahmenbedingungen
- Ein Praxisbeispiel:
- Fazit und Kritik an der Sozialen Gruppenarbeit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Sozialpädagogischen Familienhilfe (§ 31 SGB VIII) und der Sozialen Gruppenarbeit (§ 29) im Kontext des Jugendamts der Stadt Wetzlar. Ziel ist es, die beiden Leistungen anhand eines konkreten Beispiels aus der Praxis zu analysieren und deren Einsatz im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zu beleuchten.
- Die Sozialpädagogische Familienhilfe und ihre Leistungen
- Die Prinzipien und Methoden der Sozialen Gruppenarbeit
- Die Rolle des Jugendamts in der Hilfe zur Erziehung
- Das Hilfeplanverfahren und die Entscheidungsfindung im ASD
- Die Verbindung zwischen Sozialpädagogischer Familienhilfe und Sozialer Gruppenarbeit in der Praxis
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung beschreibt den Kontext und den Aufbau der Hausarbeit sowie die Erfahrungen der Autorin während ihrer Hospitation im Jugendamt Wetzlar.
- Kapitel 2 stellt das Jugendamt der Stadt Wetzlar, seine Aufgaben und seine Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen vor. Es beschreibt die Anforderungen an Fachkräfte im ASD sowie die rechtlichen Grundlagen der Arbeit.
- Kapitel 3 gibt einen detaillierten Einblick in den Verlauf der dreitägigen Hospitation der Autorin, insbesondere in das Beratungsgespräch mit einer Klientin und die Herausforderungen, die sich daraus ergeben.
- Kapitel 4 beschreibt den Vorgang im ASD des Jugendamts Wetzlar, in dem ein Hilfeplan entwickelt wird. Die Autorin erläutert das Hilfeplanverfahren und die Entscheidungsprozesse, die im ASD stattfinden.
- Kapitel 5 widmet sich der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH). Es werden die Leistungen, Anforderungen, Ziele und Methoden der SPFH beleuchtet.
- Kapitel 6 beschäftigt sich mit dem Methodenbegriff im Allgemeinen.
- Kapitel 7 behandelt die Soziale Gruppenarbeit. Es wird ein historischer Rückblick auf die Entwicklung der Methode gegeben, die Prinzipien und Ziele der Sozialen Gruppenarbeit werden erklärt, und der methodische Dreischritt von Fakten, Diagnose und Behandlung wird erläutert.
- Kapitel 8 zeigt ein Praxisbeispiel für die Anwendung der Sozialen Gruppenarbeit in der SPFH auf.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogische Familienhilfe, Soziale Gruppenarbeit, Jugendhilfe, Hilfeplanverfahren, ASD, Jugendamt, SGB VIII, Familienhilfe, Methoden, Beratung, Praxisbeispiel, Hilfeplangespräch.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)?
Die SPFH ist eine Leistung nach § 31 SGB VIII, die Familien durch intensive Betreuung und Begleitung bei Erziehungsaufgaben, Alltagsproblemen und der Bewältigung von Krisen unterstützt.
Was ist das Ziel der Sozialen Gruppenarbeit?
Nach § 29 SGB VIII soll die Soziale Gruppenarbeit älteren Kindern und Jugendlichen helfen, Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme durch gemeinsames Lernen in einer Gruppe zu überwinden.
Was macht der Allgemeine Soziale Dienst (ASD)?
Der ASD im Jugendamt ist die erste Anlaufstelle für Bürger in sozialen Notlagen. Er berät, prüft den Hilfebedarf und entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen einen Hilfeplan.
Wie läuft ein Hilfeplanverfahren ab?
Im Hilfeplanverfahren wird der Bedarf festgestellt, Ziele werden definiert und die geeigneten Maßnahmen (z.B. SPFH) festgelegt. Dies geschieht unter Beteiligung der Eltern und Kinder.
Wie können SPFH und Soziale Gruppenarbeit kombiniert werden?
Ein Praxisbeispiel ist ein gemeinsamer Familiennachmittag, bei dem gruppendynamische Methoden genutzt werden, um die Interaktion innerhalb der Familien im Beisein von Fachkräften zu verbessern.
Was ist der methodische Dreischritt in der Gruppenarbeit?
Er besteht aus der Erhebung der Fakten (Analyse), der Diagnose (Problembestimmung) und der Behandlung (konkrete pädagogische Intervention).
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- Annegret Maas (Autor), 2003, Leistungen der Hilfe zur Erziehung gem. Paragraph 27 SGB VIII: Sozialpädagogische Familienhilfe und Soziale Gruppenarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46041